Industrie – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 23 Jun 2026 16:10:53 +0000 de hourly 1 Neuer Ransomware-Boom: Ein Drittel mehr Vorfälle registriert https://www.datensicherheit.de/neu-ransomware-boom-zunahme-vorfaelle-2025 Wed, 24 Jun 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55179 Laut dem „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens wurden 2025 ein Drittel mehr Ransomware-Vorfälle als im Vorjahr registriert – in Deutschland geriet vor allem die Industrie ins Visier

[datensicherheit.de, 25.06.2026] Die Bedrohung durch sogenannte Ransomware verschärft sich offenbar weiter, denn laut dem „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens gab es demnach im Jahr 2025 ein Drittel mehr Fälle als im Vorjahr. In Deutschland sei vor allem die Industrie im Fokus gewesen. Gleichzeitig werden nach aDvens-Erkenntnissen die Methoden der Cyberkriminellen immer raffinierter. Neue Angreifer-Gruppen setzten Künstliche Intelligenz (KI) sowie fortschrittliche Social-Engineering-Methoden ein, um wichtige Ziele zu kompromittieren.

2025 mehr als 8.150 Opfer von Ransomware-Attacken

Ransomware erlebe gerade einen neuen Boom. Dies zeige der „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens: Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der erfolgreichen Ransomware-Attacken 2025 um ein Drittel angestiegen. „Dabei werden die Methoden immer raffinierter.“

  • Neue Angreifer-Gruppen setzen KI sowie fortschrittliche Social-Engineering-Methoden ein, um wichtige Ziele zu kompromittieren.

Weltweit seien für 2025 mehr als 8.150 Opfer von Ransomware-Attacken gemeldet worden. Dies entspreche einem Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein im Februar 2025 seien mehr als 1.000 Fälle gezählt worden. Prominentestes Beispiel: „Der Ransomware-Angriff auf Jaguar Land Rover und der dadurch verursachte Produktionsstillstand hatte einen Gesamtschaden von 2,19 Milliarden Euro für die britische Wirtschaft zur Folge.“

In Deutschland die Industrie als beliebtestes Ziel von Ransomware-Gruppen

Die meisten erfolgreichen Ransomware-Angriffe weltweit hätten 2025 die USA (3.399) verzeichnet. Beinahe jeder zweite Vorfall (47%) habe damit in den Vereinigten Staaten von Amerika stattgefunden. Auf dem zweiten Platz stehe Kanada mit 361 Ransomware-Angriffen. Deutschland habe 333 Angriffe – und damit die drittmeisten Ransomware-Attacken weltweit – verzeichnet.

  • Besonders im Fokus der Cyberkriminellen habe in Deutschland der Industriesektor gelegen. „Jeder fünfte erfolgreiche Ransomware-Angriff betraf das produzierende Gewerbe.“ Knapp dahinter liege der Technologiesektor, gefolgt von der Transport- und Logistikbranche.

Mit Abstand die meisten erfolgreichen Ransomware-Angriffe in Deutschland habe „SafePay“ für sich beansprucht. Obwohl sich diese Gruppe erst 2024 formiert habe, zähle sie mittlerweile zu einer der weltweit aktivsten Ransomware-Banden. Jede vierte erfolgreiche Ransomware-Attacke sei 2025 in Deutschland auf das Konto von „SafePay“ gegangen.

Ransomware-Angriff weiterhin eines der größten Cyberrisiken für Unternehmen

„Ein Ransomware-Angriff bleibt eines der größten Cyberrisiken für Unternehmen!“, kommentiert Andreas Süß, „CEO DACH“ der aDvens GmbH. Er führt aus: „Die Anzahl der erfolgreichen Angriffe ist im vergangenen Jahr drastisch angestiegen.“

  • Zudem setzten Cyberkriminelle zunehmend auch auf die Unterstützung durch KI. „Dass ein Ransomware-Angriff erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann, hat nicht zuletzt der Fall Jaguar Land Rover eindrücklich gezeigt.“

Daher sollten sich Unternehmen mit Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Multi-Faktor-Authentifizierung, Backups oder Awareness-Schulungen vorbereiten und sich im Zweifelsfall von externen Experten unterstützen lassen.

Ransomware-Angriffe auch künftig Herausforderung für Unternehmen, Behörden und Privatpersonen

Bei einem Ransomware-Angriff wird Schadsoftware in ein IT-System eingeschleust, um Daten zu verschlüsseln oder den Zugriff auf Systeme zu blockieren. Die Täter fordern anschließend ein Lösegeld – meist in Form von „Krypto-Währungen“ – um die Daten freizugeben oder den Zugang wiederherzustellen.

  • Zunehmend drohen Ransomware-Angreifer auch mit der Veröffentlichung sensibler Informationen, um zusätzlichen Druck auf die Opfer auszuüben.

Ransomware-Angriffe betreffen indes nicht nur Unternehmen, sondern auch Behörden und Einzelpersonen. Sie verursachen teils gravierende Betriebsunterbrechungen, wirtschaftliche Schäden und Datenverluste.

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Threat Report 2025-2026: Mit welchen Cyber‑Herausforderungen wird Ihre Organisation 2026 konfrontiert sein? Und wie sollten Sie Ihre Security‑Roadmap anpassen, um Ihre Sicherheitslage nachhaltig zu stärken?

SECURITY SPEZIAL
Managed Detection & Response-Services und mySOC-Plattform / Die Welt sicherer und besser machen

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Ransomware-Gruppe „Nitrogen“ hat Foxconn-Werk in den USA angegriffen / Foxconn ist Partner von Apple und Nvidia ist – der Cyberangriff auf einen der größten Hersteller elektronischer Produkte könnte globale Auswirkungen haben

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Einsatz Digitaler Zwillinge durch mangelnde IT-Infrastruktur und Daten gebremst https://www.datensicherheit.de/einsatz-digital-zwilling-mangel-it-infrastruktur-daten-bremse Wed, 06 May 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54325 Digitale Zwillinge sind u.a. Computer-Klone von Geräten, Maschinen, Anlagen oder sogar ganzen Fabriken, um damit Abläufe zu simulieren, zu überwachen, zu planen und zu steuern

[datensicherheit.de, 07.05.2026] Digitale Zwillinge spielen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie offensichtlich eine herausragende Rolle – davon ist die Mehrheit der Unternehmen in einer aktuellen Bitkom-Umfrage überzeugt. Unter einem Digitalen Zwillingen wird quasi der Computer-Klon eines Geräts, einer Maschine, Anlage oder sogar einer ganzen Fabrik verstanden. Mit diesem lassen sich dann Abläufe simulieren, überwachen, planen und steuern. Dazu brauche es große Mengen an Echtzeitdaten sowie eine leistungsfähige technische Infrastruktur, betont der Digitalverband Bitkom e.V. in einer aktuellen Meldung. Aus Sicht der Industrie gebe es hierbei indes noch Defizite.

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Foto: Bitkom

Dr. Tanja Rückert appelliert an die Politik, Unternehmen gezielt zu unterstützen – etwa durch niedrigschwellige KI-Förderprogramme für den Mittelstand

Digitale Zwillinge von herausragender Bedeutung für die Zukunft der deutschen Industrie

Mehr als die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen (57%) ist demnach der Auffassung, dass die notwendigen Daten zum Einsatz Digitaler Zwillinge fehlen. Auch bei der technischen Infrastruktur laufe nicht alles rund: Fast die Hälfte (48%) sehe Mängel in der IT-Infrastruktur als Grund dafür, dass der Einsatz Digitaler Zwillinge häufig scheitert.

  • Dies zeigten Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Bitkom-Auftrag anlässlich der „Industriemesse Hannover“ unter 555 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. Die Erhebung sei bei Industrieunternehmen ab 100 Beschäftigten in Deutschland im Zeitraum von der Kalenderwochen 6 bis KW 11 2026 telefonisch durchgeführt worden.

„Digitale Zwillinge haben herausragende Bedeutung für die Zukunft der deutschen Industrie!“, kommentiert Bitkom-Vizepräsidentin Dr. Tanja Rückert. Die Technologie brauche vor allem eines – Daten. Alle Industrieunternehmen sollten sich mit der Thematik und den Erkenntnissen von Initiativen in diesem Bereich intensiv beschäftigen und diese im eigenen Unternehmen und in Produkten anwenden. „Wichtig ist auch, die Daten nicht nur selbst zu nutzen, sondern die Offenheit, diese auch mit anderen sinnvoll zu teilen.“

Deutsche Industrie anerkennt Bedeutung Digitaler Zwillinge als Wettbewerbsfaktor

Die deutsche Industrie sehe bei Digitalen Zwillingen noch Aufholbedarf: Mehr als ein Fünftel (23%) sehe sich hier vorne (3% „an der Spitze“ und 20% als „Vorreiter“).

  • 60 Prozent sähen ihr Unternehmen aber eher als „Nachzügler“ und 14 Prozent seien der Auffassung, sie hätten den „Anschluss verpasst“. Dabei habe die deutsche Industrie die Bedeutung Digitaler Zwillinge als Wettbewerbsfaktor erkannt.

Sechs von zehn Industrieunternehmen (62%) rechneten ihnen eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit zu (27% „sehr groß“ und 35% „eher groß“). Etwas mehr als ein Drittel (36%) messe dieser Technologie hingegen eine „geringe Bedeutung“ bei (21% „eher gering“ und 15% „sehr gering“).

Digitale Zwillinge können vorausschauende Wartung ermöglichen und so ungeplante Ausfälle vermeiden

Auch mit Blick auf die Abläufe und Prozesse innerhalb der Produktion stehe die deutsche Industrie Digitalen Zwillingen mehrheitlich positiv gegenüber. Fast acht von zehn Industrieunternehmen (79%) seien der Auffassung, Digitale Zwillinge ermöglichten eine vorausschauende Wartung und vermieden so ungeplante Ausfälle.

  • Fast sechs von zehn (58%) sagten, Digitale Zwillinge machten Produktionsprozesse effizienter. Ebenso viele (58%) sähen darin eine Chance, völlig neue Geschäftsmodelle zu verwirklichen.

Auch der Nachhaltigkeitsfaktor sei für die Industrie relevant: Zwei Drittel (66%) sähen in der Technologie eine Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren. Rückerts abschließender Aufruf: „Auch die Politik ist gefordert, Unternehmen gezielt zu unterstützen – etwa durch niedrigschwellige KI-Förderprogramme für den Mittelstand!“

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Tanja Rückert – Vizepräsidentin Bitkom Geschäftsführerin / Chief Digital Officer Robert Bosch GmbH

datensicherheit.de, 25.03.2026
Bitkoms Smart City Index 2026: Städte errichten Digitale Zwillinge / Am 13. März 2026 wurde ein neuer Studienbericht publiziert, welcher bislang unveröffentlichte Detailergebnisse des Digital-Rankings der 83 deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern des Digitalverbands Bitkom enthält

datensicherheit.de, 05.02.2026
Moderne OT-Resilienz: Digitale Zwillinge als wichtige Bausteine / Neben kontinuierlichem „Exposure Management“ braucht operative Resilienz in OT-Umgebungen konkrete technische und organisatorische Hebel: Zugangskontrollen, belastbare Testumgebungen und kompensierende Maßnahmen für „Legacy“-Systeme

datensicherheit.de, 25.02.2025
Neue Maßstäbe für dynamische Planungssicherheit: Digital Zwillinge und Daten-Streaming / Digitale Zwillinge bilden Objekte oder Prozesse in einer virtuellen Umgebung ab und nutzten umfangreiche Echtzeitdaten zur realistischen Simulation

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Vermeintlicher Tech Support: Scam-Kampagne adressiert C-Level in Unternehmen https://www.datensicherheit.de/vermeintlich-tech-support-scam-kampagne-fokus-c-level-unternehmen Wed, 06 May 2026 22:41:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54324 Zeitspanne vom Erstkontakt bis zur Ausführung bösartiger Skripte kann unter zwölf Minuten liegen – die neue Scam-Kampagne stellt rein reaktiv angelegte IT-Sicherheit ernsthaft auf die Probe

[datensicherheit.de, 07.05.2026] „Vor Kurzem hat Reliaquest in einem Blog-Beitrag eine neue Tech-SupportScam-Kampagne vorgestellt, die es auf Mitglieder der Geschäftsführung von Unternehmen abgesehen hat. Haben sich die Angreifer ein Ziel ausgewählt, starten sie zunächst eine ,E-Mail-Bombing’-Attacke und dann – via ,Teams’ oder per Telefon – den eigentlichen ,Tech Support Scam’“, berichtet Dr. Martin J. Krämer, „CISO Advisor“ bei KnowBe4. Das Besondere an diesem Vorgehen: Die Zeitspanne vom Erstkontakt bis zur Ausführung der eigentlichen bösartigen Skripte könne bei unter zwölf Minuten liegen. Bei solch einer hohen Geschwindigkeit werde rein reaktiv angelegte IT-Sicherheit ernsthaft auf die Probe gestellt.

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Foto: KnowBe4

Dr. Martin J. Krämer rät Unternehmen, ihre Risiken signifikant zurückzufahren und Mitarbeiter zur besten Verteidigung im Kampf gegen Cyberbedrohungen zu machen

Scam-Angriff beginnt mit „E-Mail-Bombing“-Attacke

Den Anfang des Angriffs mache eine „E-Mail-Bombing“-Attacke: „Innerhalb weniger Minuten findet eine wahre Flut von E-Mails – oftmals mehrere hundert – Eingang in das Postfach des Opfers.“ Deren Ziel sei es, beim Opfer Überforderung, Ablenkung und Panik auszulösen.

  • Fast zeitgleich – in einem dokumentierten Fall sogar innerhalb von nur 29 Sekunden – trete der Angreifer dann – entweder via „Teams“ oder auch per Telefon – mit dem Opfer in Kontakt.

Krämer führt aus: „Hierbei gibt er sich dann als Mitarbeiter des unternehmenseigenen IT-Supports aus, der das vermeintliche ‚E-Mail-Problem‘ schon selbst bemerkt habe und es nun möglichst rasch lösen wolle. Dazu würde er aber die Hilfe des Opfers benötigen…“

IT-Sicherheitsteams haben zumeist weniger als 12 Minuten Zeit, Scam-Angriffe zu erkennen

„Fällt das Opfer auf die Anfrage herein, erlangt der Angreifer sein Vertrauen, fordert er es auf, eine ,Remote Monitoring and Management’-(RMM)-Sitzung zu starten. Meist kommt hierbei ‚Supremo Remote Desktop‘ zum Einsatz – ein legitimes ,Tool’, das häufig nicht standardmäßig von Sicherheitslösungen blockiert wird; oder auch das in ,Windows 11‘ nativ integrierte ‚Quick Assist‘“, berichtet Krämer.

  • Ist die Verbindung zwischen Angreifer und Opfer dann hergestellt, startet der Angreifer demnach seine bösartigen, als harmlose „Tools“ getarnten Skripte. „Der eigentliche Angriff beginnt!“, so Krämer.

IT-Sicherheitsteams hätten in aller Regel weniger als zwölf Minuten Zeit, den Angriff zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, um die Angriffskette zu unterbrechen.

Hohe Geschwindigkeit der Scam-Attacken erfordert proaktive Abwehrmaßnahmen

Rein technisch-reaktiven Verteidigungsansätzen mache die hohe Geschwindigkeit dieser Attacken stark zu schaffen. Weit besser eigneten sich proaktive Abwehrmaßnahmen, welche auch und gerade den „Faktor Mensch“ in den Blick nehmen, wie etwa:

  • Für jede Remote-Sitzung sollte ein „Out-of-Band“-Verfahren, wie ein telefonischer Rückruf auf eine hinterlegte Nummer oder eine Authenticator-App-Freigabe, zwingend vorgeschrieben werden. Der IT-Support sollte sich niemals ausschließlich über „Teams“ oder E-Mail legitimieren können.
  • Unternehmen sollten strenge „Application-Allow-Listing“-Richtlinien implementieren. Nicht zwingend benötigte RMM-Tools, wie „Supremo“, sollten sowohl am Endpunkt als auch am Netzwerkperimeter blockiert werden. Native „Tools“, wie „Quick Assist“, sollten für Endanwender – insbesondere für das Top-Management – via „AppLocker“ gesperrt und streng auf das IT-Personal beschränkt werden.
  • Sicherheitssysteme sollten in die Lage versetzen werden, schwache Einzelsignale – wie massive E-Mail-Eingänge, „Teams“-Chats von externen Quellen und den Start eines RMM-„Tools“ – durch KI-gestützte Verhaltenserkennung zu korrelieren und sofortige automatisierte Isolierungsmaßnahmen einzuleiten.
  • Standard-Awareness-Schulungen allein genügen nicht mehr aus: Der C-Level müsse in spezifischen Trainingssimulationen auf unterschiedlichste Angriffsszenarien – wie eben dieses – vorbereitet werden.

Unternehmen sollten Mitarbeiter zur besten Verteidigung im Kampf gegen Cyberbedrohungen – wie Scam-Kampagnen – machen

Am effektivsten – da umfassendsten – lasse sich dieser Ausbau des Sicherheitsbewusstseins durch den Einsatz eines modernen „Digital Workforce Security“-Systems bewerkstelligen.

  • Dessen Anti-Phishing-Trainings, -Schulungen und -Tests ließen sich mittels Künstlicher Intelligenz (KI), mittlerweile personalisieren und automatisiert – kontinuierlich – zum Einsatz bringen, um Mitarbeiter zu stärken. Seine modernen Anti-Phishing-E-Mail-Technologien kombinierten KI mit „Crowdsourcing“, um neueste Zero-Day-Bedrohungen frühzeitig aufzuspüren und rechtzeitig abzuwehren.

„Mit solchen und ähnlichen Systemen ist es Unternehmen möglich, ihre Risiken signifikant zurückzufahren und Mitarbeiter zur besten Verteidigung im Kampf gegen Cyberbedrohungen zu machen!“, betont Krämer abschließend.

Weitere Informationen zum Thema:

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KnowBe4 News und Wissenswertes

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Dr. Martin J. Krämer

RELIAQUEST, ReliaQuest Threat Research, 14.04.2026
Are Former Black Basta Affiliates Automating Executive Targeting?

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Security Awareness Training: Personalisiertes, relevantes und anpassungsfähiges Security Awareness Training für Human Risk Management

KnowBe4, 2023
The Future of Phishing Defense: AI Meets Crowdsourcing

datensicherheit.de, 19.10.2025
Task Scam: Laut McAfee-Warnung 1.000 % Zunahme dieser Job-Betrugsmasche / Besonders alarmierend ist demnach, dass Job-Scamming zunehmend in Form von „Task Scam“ erfolgt – Interessierte werden mit leichten Arbeitsaufträgen und vermeintlich hohem Lohn auf gefälschte Stellenanzeigen und Webseiten bekannter Unternehmen gelockt

datensicherheit.de, 30.08.2025
Task Scams: Trend Micro warnt vor digitalem Job-Betrug / Aktuelle Forschungsergebnisse von Trend Micro künden von einer globalen Schattenindustrie mit „gamifizierten“ Betrugsplattformen, Fake-Websites und Missbrauch von „Krypto-Währungen“

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Deutschland: Digitale Transformation der Industrie geht in die nächste Runde https://www.datensicherheit.de/deutschland-digital-transformation-industrie-naechste-runde Thu, 16 Apr 2026 22:47:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53955 81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen betrachten „Industrie 4.0“ als Chance – nur 16 Prozent sehen darin ein Risiko

[datensicherheit.de, 17.04.2026] Automatisierte Produktionsabläufe mit Künstlicher Intelligenz (KI), schnellere Fertigung durch 3D-Druck oder Humanoide Roboter, welche gefährliche Schweißarbeiten übernehmen – Deutschlands Fabriken werden offenbar zunehmend digitalisiert. Die deutsche Industrie bewertet den Einsatz digitaler Technologien in der Produktion jedenfalls weit überwiegend positiv: „81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen sehen ,Industrie 4.0‘ als Chance, nur 16 Prozent sehen darin ein Risiko. Gleichzeitig ist ,Industrie 4.0‘ ein Wettbewerbsfaktor.“ Grundlage dieser aktuellen Erkenntnisse ist demnach eine repräsentative Umfrage, welche von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. durchgeführt wurde – hierzu seien 555 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten in Deutschland telefonisch im Zeitraum der Kalenderwochen 6 bis 11 2026 befragt worden.

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Abbildung: Bitkom

Digitalisierung der deutschen Industrie: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

„Industrie 4.0“ kein vager Technologietrend mehr, sondern Basis für industrielle Wettbewerbsfähigkeit

Für fast alle deutschen Industrieunternehmen (94%) sei „Industrie 4.0“ sehr wichtig oder gar unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen („unverzichtbar“: 30%; „sehr wichtig“: 64%). Nur knapp vier Prozent hielten „Industrie 4.0“ hingegen für „unwichtig“.

  • Dies seien Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Bitkom-Auftrag anlässlich der „Hannover Messe 2026“ .

„,Industrie 4.0‘ ist kein Technologietrend, sondern die Basis für industrielle Wettbewerbsfähigkeit“, kommentiert Bitkom-Vizepräsidentin Dr. Tanja Rückert. Sie führt hierzu aus: „Mit KI und künftig Humanoiden Robotern erhält ,Industrie 4.0‘ ein massives Upgrade, die Digitale Transformation der deutschen Industrie geht mit KI in die nächste Runde.“

„Industrie 4.0“ in der Produktion angekommen

Wie groß die Bedeutung dieser Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen ist, zeige die nun vorliegende Bitkom-Studie. Etwa neun von zehn Industrieunternehmen (89%) würden „Industrie 4.0“ allgemein eine „sehr große“ oder „eher große“ Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beimessen, bei Künstlicher Intelligenz (KI) seien es knapp acht von zehn (78%).

  • Auch Humanoide Roboter – d.h. KI-basierte menschenähnlich gebaute Roboter – würden mehrheitlich als bedeutsam für die Wettbewerbsfähigkeit eingeschätzt: Mehr als sechs von zehn Industrieunternehmen (63%) rechneten dieser Technologie eine „sehr große“ oder „eher große Bedeutung“ zu.

In der Produktion sei „Industrie 4.0“ jedenfalls keine Zukunftsvision mehr, sondern gelebte Praxis. 97 Prozent der Industrieunternehmen setzten mindestens eine „Industrie 4.0“-Anwendung ein. Im Bereich der intelligenten Steuerung und Planung sei KI am weitesten verbreitet: KI sei bereits bei 40 Prozent der Industrie-Unternehmen im Einsatz, fast ebenso viele (38%) planten dies.

„Industrie 4.0“ gehört gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs zum Alltag

Auch Digitale Zwillinge seien inzwischen weit verbreitet: 45 Prozent der Industrieunternehmen hätten diese im Einsatz, 26 Prozent planten es. „Physical AI“, also KI, die Maschinen oder Roboter in die Lage versetzt, physische Aufgaben selbstständig auszuführen, sei bei sechs Prozent der deutschen Industrieunternehmen im Einsatz. Diese Technologie stecke zwar noch in den Anfängen – allerdings planten bereits mehr als ein Viertel der Unternehmen (28%) ihre Einführung.

  • Geht es um digitale Infrastrukturen und Vernetzung, so liegen laut Bitkom IoT-Plattformen an der Spitze der einschlägigen Technologien: Diese seien bei 45 Prozent der Industrieunternehmen im Einsatz und bei einem Drittel (33%) geplant. Aber auch Datenräume, „Edge Computing“, „Lifecycle Management“ und 5G-Campusnetze würden in der Produktion eingesetzt und trügen zu einer vernetzten Produktion bei.

„In den Fabriken ist ,Industrie 4.0‘ gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs Alltag“, bilanziert Rückert. Sie betont: „Jetzt kommt es darauf an, mit Digitalen Zwillingen, KI und künftig auch Humanoiden Robotern ein neues Kapitel der ,Industrie 4.0‘ aufzuschlagen.“ 27 Prozent der deutschen Industrieunternehmen wollten 2026 – verglichen mit dem Jahr 2025 – mehr in „Industrie 4.0“-Technologien investieren, 50 Prozent wollten ihre Investitionen auf dem bisherigen Niveau halten. 20 Prozent planten geringere Investitionen.

64% der Industrieunternehmen der Auffassung, dass Humanoide Roboter die Industrie produktiver machen

Neben den breit genutzten Anwendungen wie KI, IoT-Plattformen oder Digitalen Zwillingen gerieten neue Technologien stärker in den Blick – darunter Humanoide Roboter. Sie zählten zum Bereich „Physical AI“ und könnten bislang von Menschen ausgeführte Aufgaben übernehmen.

  • Die Industrieunternehmen sähen darin einen Produktivitätsfaktor: Mehr als sechs von zehn Industrieunternehmen (64%) seien der Auffassung, dass Humanoide Roboter die Industrie produktiver machten. Fast sieben von zehn (68%) sprächen sich dafür aus, dass Deutschland humanoide Roboter schnell selbst entwickelt und auf den Weltmarkt bringt. Gleichzeitig halte fast jedes dritte Industrieunternehmen (31%) Humanoide Roboter für einen „Hype“, welcher bald vorübergehen werde; 41 Prozent seien der Auffassung, diese Technologie koste mehr, als sie bringe.„An Humanoiden Robotern scheiden sich derzeit die Geister“, so Rückert.

Vereinzelt würden Humanoide Roboter in der deutschen Industrie heute bereits eingesetzt: Sechs Prozent der Industrieunternehmen arbeiteten bereits mit ihnen, jedes zehnte Unternehmen (10%) plane dies und acht Prozent diskutierten darüber. Allerdings sei für drei von vier Industrieunternehmen (72%) der Einsatz Humanoider Roboter derzeit noch kein Thema.

Humanoide Roboter in den kommenden zehn Jahren wohl in Mehrzahl der Industrieunternehmen eingesetzt

Beim Blick in die Zukunft sehe die Lage indes anders aus: Insgesamt könne sich fast die gesamte deutsche Industrie (97%) zumindest langfristig vorstellen, dass Humanoide Roboter in der Produktion breit eingesetzt werden. Jedes fünfte befragte Unternehmen (20%) erwarte, dass Humanoide Roboter in den kommenden zehn Jahren in der Mehrzahl der Industrieunternehmen eingesetzt würden.

  • Drei Prozent gingen davon aus, dass dies bereits fünf Jahren der Fall sein werde, 17 Prozent rechneten damit in den kommenden sechs bis zehn Jahren. Mit 54 Prozent halte der überwiegende Teil der Industrieunternehmen ein solches Szenario erst langfristig im Zeitraum von elf bis 20 Jahren für realistisch, 14 Prozent rechneten damit in 21 bis 30 Jahren und neun Prozent erwarteten dies erst in sehr ferner Zukunft nach Ablauf von mehr als 30 Jahren.

Dass sich Humanoide Roboter in der Industrie nie flächendeckend durchsetzen werden, meine allerdings kaum jemand – lediglich zwei Prozent der Industrieunternehmen teilten diese grundsätzliche Skepsis gegenüber dieser neuen Technologie. „Humanoide Roboter waren vorgestern Science Fiction, gestern galten sie als visionär und jetzt werden sie zu einem echten, geschäftsrelevanten Industriethema“, unterstreicht Rückert. Entscheidend sei nun, „dass Deutschland gleichermaßen in die Entwicklung wie in den Einsatz Humanoider Roboter investiert“.

KI für die Industrie klarer Wettbewerbsfaktor

Am Beispiel Humanoider Robotik zeige sich, wie stark die industrielle Entwicklung inzwischen von KI geprägt sei. Rückert betont: „KI ist nicht mehr nur eine einzelne Anwendung, sie wird derzeit zur wohl wichtigsten Basistechnologie in industrieller Entwicklung, Fertigung und Betrieb.“ Fast acht von zehn Industrieunternehmen (79%) seien der Auffassung, dass KI künftig entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sein werde.

  • 76 Prozent seien der Meinung, dass die deutsche Industrie beim Einsatz von KI eine Vorreiterrolle einnehmen sollte. Nur 19 Prozent hielten KI in der Industrie für einen vorübergehenden „Hype“. Gleichzeitig stimme mehr als die Hälfte (55%) der Aussage zu, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution zu verschlafen drohe – neun Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr.

Dennoch sehe sich bei KI jedes zweite deutsche Industrieunternehmen (51%) vorne. 46 Prozent ordneten sich hingegen eher als Nachzügler ein (36%) oder sagten gar, sie hätten den Anschluss verpasst (10%). „Künstliche Intelligenz ist für die deutsche Industrie die wohl wichtigste Zukunftsfrage, meint Rückert und sie begründet dies wie folgt: „Die Unternehmen sehen in KI enormes Potenzial für mehr Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.“

Schwierige Konjunktur bremst Digitalisierung der deutschen Industrie aus

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage wirke sich allerdings nachteilig auf die Digitalisierung der deutschen Industrie aus. Über die Hälfte (58%) der Industrieunternehmen sei der Auffassung, dass die aktuelle Konjunktur die Digitalisierung ihres Unternehmens bremsen werde.

  • 45 Prozent rechneten mit einem Stellenabbau im eigenen Unternehmen; gleichzeitig erwarteten 48 Prozent, infolge von Stellenkürzungen in anderen Industrieunternehmen Fachkräfte gewinnen zu können.

Neben der wirtschaftlichen Lage erhöhe zudem der Wettbewerb aus China den Druck auf die deutsche Industrie. Mehr als jedes achte Industrieunternehmen (13%) empfinde einen „sehr starken“ Wettbewerbsdruck aufgrund gestiegener Exporte aus China, fast die Hälfte (49%) einen „eher starken“ Wettbewerbsdruck. Umgekehrt spüre lediglich jedes fünfte Industrieunternehmen (22%) nur „geringen“, 13 Prozent spürten „keinerlei zusätzlichen Druck“.

Bei der „Industrie 4.0“ in Deutschland indes noch Aufholbedarf

Der wirtschaftliche Druck treffe die Industrie in einer Phase, in der sich der internationale Wettbewerb weiter verschärfe. Im internationalen Vergleich liege Deutschland nach Selbsteinschätzung der Unternehmen bei „Industrie 4.0“ nur auf Platz 3. Ein Zehntel (10%) der Industrieunternehmen sehe Deutschland international beim Thema „Industrie 4.0“ vorne.

  • Als führende Nation bei „Industrie 4.0“ werde derzeit am häufigsten China genannt (34%), und auch die USA würden von 21 Prozent in diesem Bereich führend wahrgenommen.

Die Situation ihres eigenen Unternehmens bewerteten die Befragten etwas positiver. Neun Prozent der deutschen Industrieunternehmen sähen sich an der Spitze, 38 Prozent eher als Vorreiter bei „Industrie 4.0“. Knapp die Hälfte (50%) sehe sich umgekehrt als Nachzügler, lediglich ein Prozent sage, dass das eigene Unternehmen den Anschluss verpasst habe. „China legt bei ,Industrie 4.0‘ das Tempo vor“, gibt Rückert zu bedenken und legt nahe: „Deutschland muss dranbleiben, mit mehr Tempo und Investitionen in Innovation und digitaler Infrastruktur!“

Unternehmen und Politik in der Verantwortung: Deutschland braucht für industrielle KI bessere Standortbedingungen

„Wie können Industrieunternehmen bei der Einführung von ,Industrie 4.0‘-Anwendungen besser unterstützt werden?“ Dafür brauchte es sowohl in der Wirtschaft selbst als auch in der Politik die richtigen Weichenstellungen:

  • „Viele zentrale Anwendungen von ,Industrie 4.0‘ bauen heute auf KI auf oder werden durch sie deutlich leistungsfähiger. Umso wichtiger ist es, KI nicht nur punktuell zu testen, sondern sie systematisch in Produktions- und Engineering-Prozesse zu überführen – mit leistungsfähiger Infrastruktur, einheitlichen Datenstandards und qualifizierten Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette“, bilanziert Rückert.

Ihr abschließendes Plädoyer: „Deutschland braucht bei industrieller KI bessere Standortbedingungen: Mehr Rechenkapazitäten, bessere Dateninfrastrukturen, umsetzbare Regeln, gezielte Fachkräftequalifizierung und einfache Förderprogramme für den Mittelstand! Jetzt geht es nicht mehr um das nächste Pilotprojekt, sondern um den breiten Einsatz von KI in der Wirtschaft und Industrie.“

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Dr. Tanja Rückert – Vizepräsidentin Bitkom Geschäftsführerin / Chief Digital Officer Robert Bosch GmbH

bitkom, 14.04.2026
Industrie 4.0: Wie digital ist Deutschlands Industrie? / Dr. Tanja Rückert, Bitkom-Vizepräsidentin

datensicherheit.de, 12.04.2026
KI-Verordnung: Konkretisierung der Transparenzpflichten für Unternehmen / Für betroffene Unternehmen wächst der Handlungsdruck – sie müssen wissen, wann KI-generierte oder KI-manipulierte Inhalte zu kennzeichnen sind

datensicherheit.de, 05.02.2026
Moderne OT-Resilienz: Digitale Zwillinge als wichtige Bausteine / Neben kontinuierlichem „Exposure Management“ braucht operative Resilienz in OT-Umgebungen konkrete technische und organisatorische Hebel: Zugangskontrollen, belastbare Testumgebungen und kompensierende Maßnahmen für „Legacy“-Systeme

datensicherheit.de, 14.08.2025
Humanoide Roboter: Ergänzung und Erweiterung bestehender Technologien statt deren Ersatz / Weltroboterverband IFR veröffentlicht Positionspapier zu Trends, Chancen und möglichen Grenzen humanoider Roboter

datensicherheit.de, 17.02.2020
Industrie 4.0 braucht ganzheitliche IT-Sicherheit im Wertschöpfungsprozess / Das neue Jahrzehnt erfordert eine Änderung der Sicherheitslage in der OT-Branche

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OT/ICS Cybervorfälle in industriellen Netzwerken einen neuen Höchststand https://www.datensicherheit.de/ot-ics-cybervorfalle-industrie-netzwerke https://www.datensicherheit.de/ot-ics-cybervorfalle-industrie-netzwerke#respond Tue, 24 Mar 2026 17:03:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53477 IT-Schwachstellen als primäres Einfallstor für OT-Angriffe / 96 Prozent der OT-Sicherheitsvorfälle sind auf Kompromittierungen in der klassischen IT zurückzuführen

[datensicherheit.de, 24.03.2026] TXOne Networks hat seinen Annual OT/ICS Cybersecurity Report 2026 veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich, dass Angreifer nicht mehr nur auf Datenabfluss, sondern gezielt auf die Stabilität ganzer Produktionslinien abzielen. Innerhalb von zwölf Monaten registrierten 60 Prozent der befragten Firmen mindestens einen Cybervorfall in ihrer OT-Umgebung (Operational Technology), wobei knapp die Hälfte sogar mehrfachen Attacken ausgesetzt war. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Betriebskontinuität präventiv zu schützten, um existenzgefährdende Produktionsausfälle zu vermeiden.

IT-Schwachstellen als primäres Einfallstor für OT-Angriffe

Obwohl im vergangenen Jahr keine neuartige, speziell auf industrielle Steuerungssysteme zugeschnittene Malware beobachtet wurde, stieg die Zahl der Sicherheitsvorfälle branchenübergreifend an. Bemerkenswert ist dabei der Ursprung der Angriffe: 96 Prozent der OT-Sicherheitsvorfälle sind auf Kompromittierungen in der klassischen IT zurückzuführen. Diese verteilen sich auf direkte Penetrationen (56 Prozent) und Kollateralschäden (40 Prozent). Ransomware dominiert weiterhin das Bedrohungsfeld und betraf 52 Prozent der Unternehmen. Professionelle Tätergruppen wie Qilin und Akira agieren zunehmend raffinierter, indem sie legitime Tools – wie etwa vertrauenswürdige Windows-Treiber – missbrauchen, um etablierte Schutzmechanismen lautlos zu unterlaufen. Darüber hinaus geraten komplexe Lieferkettenplattformen verstärkt in den Fokus, um über deren Schwachstellen tief in kritische Betriebssysteme vorzudringen.

Herausforderungen beim Schutz von OT-Umgebungen vor Malware

Herausforderungen beim Schutz von OT-Umgebungen vor Malware, Bild: TXOne

OT – Technologische Altlasten und überlastete Sicherheitsteams

Die zügige Umsetzung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen scheitert in der betrieblichen Praxis oft an strukturellen und personellen Hürden. Für 15 Prozent der Betriebe stellen veraltete Legacy-Systeme nach wie vor die größte Schwachstelle dar. Dennoch behalten 88 Prozent diese Altanlagen bei und versuchen, sie lediglich durch kompensatorische Maßnahmen abzusichern, anstatt in einen vollständigen Hardware-Austausch zu investieren. Auch beim Patch-Management zeigen sich gefährliche Lücken: Zwar führen 90 Prozent der Firmen regelmäßig Updates durch, aber lediglich 24 Prozent erreichen dabei eine Abdeckung von mehr als 90 Prozent ihrer Anlagen. Kompatibilitätsprobleme und eine mangelnde Sichtbarkeit in die vernetzten Anlagen gelten als die größten technischen Hindernisse. Gleichzeitig stehen die Fachkräfte massiv unter Druck: Zwar verfügen 55 Prozent der großen Organisationen inzwischen über mehr als 100 Mitarbeitende im OT-Sicherheitsbereich, doch die Verwaltung der komplexen, heterogenen Infrastrukturen bleibt eine enorme Belastung.

Häufigkeit von Cybervorfällen im OT-Bereich nach Branchen

Häufigkeit von Cybervorfällen im OT-Bereich nach Branchen, Bild: TXOne

Unternehmen erhöhen ihre Ausgaben für Cybersicherheit

Um dieser wachsenden Bedrohungslage zu begegnen, haben 89 Prozent der Unternehmen im Jahr 2025 ihre Budgets für die OT-Sicherheit um mindestens zehn Prozent erhöht (28 Prozent sogar um mehr als 20 Prozent). Die Industrie vollzieht dabei einen klaren Wandel hin zu einem durchsetzbaren Schutz, der die Aufrechterhaltung der Produktion über alles stellt. Für 94 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen (CISOs) ist die Sicherheitslage inzwischen als positiv zu bewerten, solange der Betriebsablauf nicht spürbar gestört wird. Ergänzend setzen die Organisationen verstärkt auf Managed Security Service Provider (MSSPs) und externe Experten, um akute Qualifikationslücken zu schließen und den steigenden regulatorischen Vorgaben gerecht zu werden.

Fazit: „Operations-First“ als neues strategisches Fundament

Der Report dokumentiert einen entscheidenden Wendepunkt für die Cybersicherheit im industriellen Sektor. Die bloße Identifikation von Systemressourcen und Schwachstellen im Netzwerk reicht heutzutage nicht mehr aus, um moderne Bedrohungen abzuwehren. Industrieunternehmen müssen die OT-Sicherheit als zentrale strategische Säule ihrer industriellen Governance begreifen und von reaktiven Erkennungsstrategien zu einem präventiven „Operations-First“-Ansatz wechseln. Nur wenn Bedrohungen proaktiv gestoppt werden, bevor sie den eigentlichen Betrieb erreichen, lassen sich kostspielige Ausfallzeiten vermeiden und eine echte Geschäftsresilienz in einer zunehmend konvergenten IT/OT-Welt gewährleisten.

Zur Methodik der Studie

Die Ergebnisse des „OT Cybersecurity Annual Report 2026“ basieren auf einer global angelegten Untersuchung, die TXOne Networks in Zusammenarbeit mit dem Analystenhaus Frost & Sullivan im November 2025 durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden weltweit 200 C-Level-Entscheidungsträger aus dem Bereich der OT-Sicherheit befragt. Die Teilnehmer stammen aus den USA, Japan, Deutschland, Taiwan und Südkorea sowie Frankreich, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Brasilien. Die Umfrage konzentrierte sich auf große Unternehmen mit komplexen Betriebs- und Produktionsumgebungen (zwischen 2.000 und 5.000+ Mitarbeiter) aus den Bereichen Halbleiterfertigung, Lebensmittelindustrie, Automobilbranche, Arzneimittelproduktion, Öl und Gas sowie dem Transportsektor.

Weitere Informationen zum Thema:

TXOne
OT Cybersecurity Annual Report 2026

datensicherheit.de, 23.03.2026
CPS im Visier: Cyberkriminelle Attacken zunehmend auf KRITIS

datensicherheit.de, 16.07.2025
Ransomware aus der Adler-Perspektive: Definition, Angriffsphasen und Tipps zur Prävention

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Geister-Fabriken: Dark Factories zur Erhaltung industrieller Wertschöpfung in Deutschland https://www.datensicherheit.de/geister-fabriken-dark-factories-erhaltung-industrie-wertschoepfung-deutschland https://www.datensicherheit.de/geister-fabriken-dark-factories-erhaltung-industrie-wertschoepfung-deutschland#respond Wed, 14 Jan 2026 23:56:33 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51740 Ein zunehmender Teil der Produktion wird künftig in menschen­leeren Fabriken allein mit Robotern stattfinden – diese „Dunklen Fabriken“ könnten helfen, die Deindustriali­sierung Deutschlands aufzuhalten und den Arbeitskräftemangel zu kompensieren

[datensicherheit.de, 15.01.2026] Jane Enny van Lambalgen, CEO von Planet Industrial Excellence, geht in ihrer aktuellen Stellungnahme auf sogenannte Geister-Fabriken („Dark Factories“) ein, welche demnach eine Chance für den Fortbestand der industriellen Wertschöpfung in Deutschland darstellen: „Ein zunehmender Teil der Produktion wird künftig in menschen­leeren Fabriken allein mit Robotern stattfinden. Diese ,Dark Factories’ können die Deindustriali­sierung Deutschlands aufhalten und den Arbeitskräftemangel längerfristig kompensieren.“ Van Lambalgen ist Mitglied bei „United Interim“, einer „Community für Interim Manager“ im deutschsprachigen Raum, sowie im „Diplomatic Council“, einer globalen Denkfabrik mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UNO).

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Foto: privat

Jane Enny van Lambalgen prognostiziert: Es entstehen weniger, aber dafür höher qualifizierte Arbeitsplätze!

Menschen­leeren Fabriken könnten Betriebskosten senken und Produktivität steigern

„Menschenleere Fabrikhallen, in denen die Produktion allein durch Roboter auf Hochtouren läuft, werden in den nächsten 15 Jahren zur Normalität werden“, so van Lambalgens Einschätzung. Diese „Geister-Fabriken“ der Zukunft würden mit den heutigen Produktions­anlagen soviel gemeinsam haben wie ein modernes Automobil mit einer Pferdekutsche.

  • Diese menschen­leeren Fabriken könnten die Betriebskosten um bis zu 25 Prozent senken, die Produktivität um bis zu 30 Prozent steigern und die Fehlerquoten um bis zu 40 Prozent reduzieren. Wenn in einer Fertigungshalle ausschließlich Roboter am Werk sind, könnten diese zwei- bis fünfmal schneller arbeiten als es aus Sicherheitsgründen bei Menschen im Raum geboten und erlaubt sei.

Man nennt solche vollautomatisierten Produktionsstätten „Smart Factories“ oder auch „Dark Factories“, weil die Roboter im Unterschied zu Menschen beim Arbeiten kein Licht benötigen. Diese „Dark Factories“ werden laut van Lambalgen zunächst vor allem in der Massenfertigung zum Einsatz kommen, also nicht bei der Einzelfertigung oder im Sondermaschinenbau.

„Autonomous Production Twins“ als technologische Grundlage für „Geister-Fabriken“

Als eine wesentliche technologische Grundlage für diese Entwicklung nennt sie „Autonomous Production Twins“ (APT) oder Digitale Zwillinge in der Fertigungs­industrie, um Produktions­prozesse autonom zu überwachen, zu steuern und zu optimieren.

  • Ein APT verknüpfe Echtzeit­informationen, welche über fortschrittliche Sensorik und digitale Zuliefersysteme erfasst würden, mit Künstlicher Intelligenz (KI), um eine virtuelle Repräsentation des Produktionssystems zu schaffen, welche selbstständig Entscheidungen treffen und Prozesse anpassen könne.

„Ein Autonomer Produktions­zwilling ist in der Lage, Produktionsprozesse aktiv zu steuern und auf unvor­hergesehene Ereignisse wie beispielsweise Engpässe in der Lieferkette durch automatische Umplanungen zu reagieren.“

„Geister-Fabriken“ als betriebs- und volkswirtschaftlich sinnvolle Alternative zur Produktionsverlagerung

Nach ihrer Einschätzung hat diese Entwicklung das Potenzial, die Deindustrialisierung Deutschlands zu verlangsamen und möglicherweise sogar aufzuhalten: „Der Aufwand zur Verlagerung von Fertigungs­kapazitäten ins Ausland ist hoch. Die schrittweise Automatisierung der Produktion im Inland mit der Langfristperspektive ,Dark Factory’ stellt in vielen Fällen eine betriebs- und volkswirtschaftlich sinnvolle Alternative dar.“

  • Die Tatsache, dass in vollautomatisierten Fertigungs­stätten mit viel weniger Personal gearbeitet werde, dürfe nicht zum „Totschlagargument“ werden, warnt van Lambalgen vor einer politisch-gesellschaftlichen Diskussion „Arbeiter gegen Roboter“.

In einer „Dark Factory“ würden zwar nur etwa zehn Prozent des Personalstammes benötigt werden, im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren. Aufgaben wie Planung, Implementierung, Überwachung und Wartung müssten weiterhin zumindest teilweise von Menschen übernommen werden.

In einigen Fabriken führte Personalknappheit bereits zu personalfreien Nachtschichten

„Es entstehen weniger, aber dafür höher qualifizierte Arbeitsplätze!“, betont van Lambalgen, „was angesichts des demographischen Faktors mit einem zunehmenden Mangel an Arbeitskräften volkswirtschaftlich eine gute Nachricht ist.“ Sie verweist darauf, dass eine ganze Reihe von Unternehmen angesichts der Personalknappheit bereits eine personalfreie Nachtschicht in der Fertigung eingeführt habe.

  • Deutschland sollte diese Entwicklung daher in erster Linie als Chance ergreifen, um weiterhin als international wettbewerbsfähiger Produktionsstandort zu gelten – genug Zeit zur Anpassung sei vorhanden, meint sie. „,Dark Factories’ stellen eine technologische Heraus­forderung dar und werden sich daher in den nächsten Jahren erst allmählich durchsetzen. „Diese Zeitspanne kann Deutschland nutzen, um das Land in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Wirtschaft und sicherlich auch Gewerkschaften auf diese nächste Fertigungsgeneration vorzubereiten“, lautet ihre Empfehlung.

Angesichts des demographischen Faktors sollte dabei nicht der Erhalt von Arbeitsplätzen um jeden Preis im Vordergrund stehen, sondern die Qualifizierung der heranwachsenden Generation für die neuen Arbeitsplätze: „Der Umgang mit KI-Systemen, die letztlich die Grundlage für ,Smart Factories’ bilden, muss für Beschäftigte künftig so selbstverständlich sein wie die Nutzung eines Smartphones!“

Bau Autonomer Fabriken indes durch EU-Regeln und Robotersteuer gefährdet

„Die politischen Diskussionen über neue EU-Regeln für menschenleere Fabriken bis hin zu einer eventuellen Robotersteuer können den Bau Autonomer Fabriken hierzulande möglicherweise verhindern“, warnt van Lambalgen, zudem würde dies die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen. Selbst wenn in Deutschland auf absehbare Zeit keine „Geister-Fabriken“ entstünden, würde deren Inbetriebnahme in Ländern außerhalb der EU einen enormen Kostendruck auf die Produktion „made in Germany“ ausüben.

  • Sie verweist beispielhaft auf die „Dark Factory“ des chinesischen Technologieherstellers Xiaomi nördlich von Peking, welche im Dauerbetrieb ohne Fertigungsmitarbeiter (aber mit Wartungspersonal) pro Sekunde ein Smartphone produzieren könne. Die Fertigungskapazität liege derzeit bei bis zu zehn Millionen Smartphones pro Jahr und könne auf das Dreifache erweitert werden.

„Für rund 330 Millionen Dollar Entwicklungs­kosten hat Xiaomi einen Blick in die Zukunft der industriellen Fertigung geschaffen“, so van Lambalgen aus. Sie erläutert hierzu: „Bei der Errichtung einer ,Smart Factory’ entfallen etwa ein Drittel der Gesamtkosten auf Sensorik, Software und Infrastruktur, aber die höheren Investitionen zahlen sich bereits nach einem Betriebsjahr durch die deutlich niedrigere Lohnsumme aus.“ Hinzu käme die höhere Flexibilität, um auf Marktveränderungen zu reagieren, und das höhere Qualitätsniveau, was die Nachbesserungs­kosten senke und die Kundenzufriedenheit steigere.

Mut und Vision der Führungskräfte in der Industrie sowie politische Initiative gefordert

Eine derartige Vollautomatisierung werde in Deutschland auf Jahre hinweg noch die Ausnahme bleiben, vor allem bei der Einzelfertigung und im Sondermaschinenbau. Aber die schrittweise Einführung „menschenfreier Zonen“ für Teilbereiche der Produktion erwartet van Lambalgen auch hierzulande zusehends: Bereits in fünf Jahren könnte bis zur Hälfte der Fertigungsfläche „dunkel“ sein, schätzt sie.

  • Abschließend gibt sie zu bedenken: „Deutschland wird sich auf Dauer als international wettbewerbsfähiger Produktionsstandort nur halten können, wenn es in den nächsten fünf bis zehn Jahren gelingt, ,Smart Factories’ hierzulande im großen Stil zu errichten und das Arbeitsrecht entsprechend angepasst wird!“ Hierzu bedürfe es „Mut und Vision der Führungskräfte“ in der Industrie, aber auch einer entsprechenden politischen Initiative.

„Denn natürlich hat die Minderbeschäftigung durch ,Smart Factories’ erheblichen Einfluss auf die Renten- und Sozialsysteme, die alle auf der Besteuerung von menschlicher Arbeitskraft aufgebaut sind.“ Sie stellt klar: „Aufgrund des demographischen Faktors stoßen diese Systeme allerdings ohnehin an ihre Grenzen und müssen dringend reformiert werden. In der Sicherung des Produktions­standorts Deutschland durch die Förderung vollautomatisierter Fertigung hierzulande steckt daher auch ein wichtiger Baustein für den Umbau der Renten- und Sozialsysteme mit einem enormen Wertschöpfungspotenzial. Das wird allerdings nur gelingen, wenn die Politik den Mut zu Konzepten findet, die über den bloßen Ruf nach mehr Regulatorik oder einer Robotersteuer hinausgehen!“

Weitere Informationen zum Thema:

Planet Industrial Excellence
Unser Logo steht für Operational Excellence in der Produktion, beim Einkauf und in der Logistik. Unser Versprechen ist es, Schritt für Schritt eine industrielle, schlanke, nachhaltige und digitale Produktion und Supply Chain zu schaffen.

Planet Industrial Excellence
Jane Enny van Lambalgen ist seit 2020 CEO von Planet Industrial Excellence | Interim Management & Consulting

SIEMENS
„Lights-Out“-Fabrik

Deutschlandfunk, 09.09.2025
Dark Factory: Fachkräftemangel beschleunigt Automatisierung in Fabriken / Personalknappheit treibt Experten zufolge die Automatisierung von Fabriken voran

F PRO WELTWIRTSCHAFT , Thomas Bonschab, 04.12.2025
Industriepolitik: Europa verschläft das Zeitalter der „Dark Factories“

YouTube, WSJ The Wall Street Journal, 18.07.2025
China’s Dark Factories: So Automated, They Don’t Need Lights

datensicherheit.de, 25.03.2025
Intelligente Produktion: Smarte Roboter erobern die Fabrik​ / Vier Beispiele für das Zusammenspiel von KI und Edge Computing

datensicherheit.de, 25.02.2025
Neue Maßstäbe für dynamische Planungssicherheit: Digital Zwillinge und Daten-Streaming / Digitale Zwillinge bilden Objekte oder Prozesse in einer virtuellen Umgebung ab und nutzten umfangreiche Echtzeitdaten zur realistischen Simulation

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cybersecurityportal: Präsentation beim kostenfreien Web-Seminar am 29. Januar 2026 https://www.datensicherheit.de/cybersecurityportal-praesentation-webinar-29-januar-2026 https://www.datensicherheit.de/cybersecurityportal-praesentation-webinar-29-januar-2026#respond Sun, 11 Jan 2026 23:29:07 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51688 Cybersicherheit soll Treiber der Digitalisierung für die Berliner Industrie sein – it’s.BB e.V. und Netzwerkpartner laden zur „cybersecurityportal“-Vorstellung ein

[datensicherheit.de, 12.01.2026] Das IT-Sicherheitsnetzwerk Berlin-Brandenburg, vertreten durch den it’s.BB e.V., lädt gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern Digitalagentur Berlin, Berlin Partner, M&H und NKMG zu einem kostenfreien Web-Seminar ein, bei dem das neue „cybersecurityportal“ von it’s.INBerlin vorgestellt werden soll. Dieses Web-Portal ist demnach ein Umsetzungsvorhaben vom „Masterplan Industriestadt Berlin 2022–2026“ und wurde speziell für die Bedürfnisse der Berliner Industrie entwickelt.

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Abbildung: it’s.INBerlin

CSP: „cybersecurityportal“ zur Stärkung der IT-Sicherheit in der Berliner Industrie

„cybersecurityportal“ bietet Berliner Industrie verschiedene Features

Die Digitalisierung der Industrie schreitet offenkundig rasant voran – und mit ihr steigen auch die Anforderungen an IT-Security, Resilienz und Digitale Souveränität. Viele Berliner Unternehmen stehen nun vor der zentralen Frage: „Wie lassen sich Fertigungs- und Produktionssysteme zuverlässig schützen und IT-Sicherheit zugleich als Innovationsmotor nutzen?“

Das „cybersecurityportal“ soll ihnen nun folgende Features bieten:

  • praxisnahe Orientierung und konkrete Handlungsempfehlungen,
  • ein unterstützendes Risikotool für schnelle und fundierte Einschätzungen,
  • sowie Zugang zu Weiterbildungs- und Vernetzungsangeboten.
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Abbildung: DIGITAL AGENTUR BERLIN

Einladung zur kostenfreien Teilnahme am 29. Januar 2026

„cybersecurityportal“ – Angebote, Informationen, Risikotool, Services, Weiterbildung u.a.

„Cybersicherheit als Treiber der Digitalisierung für die Berliner Industrie“
Web-Seminar am Donnerstag, dem 29. Januar 2026
von 10.00 bis 11.00 Uhr
Teilnahme kostenlos – Online-Anmeldung erforderlich

Präsentiert werden soll (ohne Gewähr):

  • wie es aktuell um die Cybersicherheit in der Berliner Industrie steht,
  • welche neuen Angebote und Services über das „cybersecurityportal“ verfügbar sind,
  • wie dieses Risikotool effizient im eigenen Unternehmen eingesetzt werden kann,
  • welche Chancen systematisches Risikomanagement und IT-Sicherheitsprozesse bieten
  • und wie über „it’s.INBerlin“ von Weiterbildungs- und Netzwerkangeboten profitiert werden kann.

Weitere Informationen zum Thema und Anmeldung:

t’s.BB
DAS IT-SICHERHEITSNETZWERK BERLIN-BRANDNEBURG

DIGITAL AGENTUR BERLIN
Wir unterstützen Berliner Unternehmen bei der Digitalisierung / Wir glauben an die Kraft und Wandelbarkeit von Berlin. Die Freiheit und Kultur in Berlin bieten die Chance, Neues auf eigene Weise einzusetzen. Digitalisierung unterstützt Unternehmen, ihr Potenzial zu entfalten.

DIGITAL AGENTUR BERLIN
Cybersicherheit als Treiber der Digitalisierung für die Berliner Industrie

CSP CYBER SECURITY PORTAL
Portal für IT-Sicherheit der Berliner Industrie: Praxisnahe Lösungen, Handlungsempfehlungen sowie Aus- und Weiterbildung

Industriestadt Berlin
it’s.INBerlin

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe BERLIN
MASTERPLAN INDUSTRIESTADT BERLIN 2022‒2026

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Industrial AI: KI als Wegbereiter der industriellen Zukunft https://www.datensicherheit.de/industrial-ai-ki-wegbereiter-industrie-zukunft https://www.datensicherheit.de/industrial-ai-ki-wegbereiter-industrie-zukunft#respond Sat, 15 Nov 2025 23:01:29 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50969 „Industrial AI“ verspricht, Prozesse zu optimieren, Ressourceneinsatz zu reduzieren, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Technologieanbietern zu stärken 

[datensicherheit.de, 16.11.2025] Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen offenbar für eine Mehrheit der Befragten im industriellen Bereich als entscheidend für die eigene Wettbewerbsfähigkeit – ein neues Whitepaper des Digitalverbands Bitkom e.V. zur „Industrial AI“ zeigt hierzu den Status quo, Praxisbeispiele und politische Hebel auf.

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Abbildung: Bitkom

Bitkom-Whitepaper „Industrial AI – Intelligenz für die Produktion von morgen“

„Industrial AI“ gilt als Schlüssel zur nächsten Stufe der Automatisierung

„Ob selbstlernende Roboter, vorausschauende Wartung oder simulationsgestützte Entwicklung – KI ist in der Industrie angekommen und gilt dort als der Schlüssel zur nächsten Stufe der Automatisierung.“

  • Anfang des Jahres 2025 nutzten demnach bereits 42 Prozent der deutschen Industrieunternehmen KI in der Produktion. Diese sogenannte Industrial AI soll Prozesse optimieren, Ressourceneinsatz reduzieren, neue datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Technologieanbietern stärken.

So seien 82 Prozent der Industrieunternehmen überzeugt, dass der KI-Einsatz zukünftig entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sein werde.

Neues Bitkom-Whitepaper zur „Industrial AI“ veröffentlicht

Das neue Whitepaper „Industrial AI – Intelligenz für die Produktion von morgen“ soll nun einen Überblick über den Status quo, den Nutzen und die Voraussetzungen für „Industrial AI“ in Deutschland geben.

  • „Anhand von Praxisbeispielen aus Forschung & Entwicklung, Produktion, Logistik und Infrastruktur werden die vielfältigen Anwendungsfelder entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgezeigt.“

Außerdem werde benannt, welche politischen Maßnahmen nötig sind, „damit erfolgreiche Projekte skaliert und Deutschlands Innovationsführerschaft gesichert werden kann – von Investitionen in Schlüsseltechnologien über praxisnahe Förderprogramme bis hin zu besseren Rahmenbedingungen für Zusammenarbeit und Fachkräfteförderung“.

Weitere Informationen zum Thema:

bitkom
Über uns

bitkom
Publikation / Industrial AI – Intelligenz für die Produktion von morgen

bitkom
Industrial AI – Intelligenz für die Produktion von morgen / Ein Bitkom-Report zu erfolgreichen KI-Anwendungen in der Industrie

bitkom
Industrial AI – The Future of Manufacturing / Einführung | Use Cases | Perspektive des Bitkom

datensicherheit.de, 19.04.2025
Latenzarmes Industrial IoT entscheidend für Erfolg smarter Industrie / Der Ausbau der Gigabit-Netze darf nicht ins Hintertreffen geraten – es gilt, das enorme wirtschaftliche IIoT-Potenzial zu erschließen

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Qilin-Gruppe dominiert: Ransomware-Angriffe auf deutsche Industrie nehmen zu https://www.datensicherheit.de/qilin-gruppe-dominanz-ransomware-angriffe-deutschland-industrie-zunahme https://www.datensicherheit.de/qilin-gruppe-dominanz-ransomware-angriffe-deutschland-industrie-zunahme#respond Fri, 03 Oct 2025 22:28:45 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50398 „Die Ransomware-Lage in Deutschland und Europa bleibt angespannt“, unterstreicht Abdulrahman H. Alamri und verweist auf die „Dragos Industrial Ransomware Analysis Q2 2025“

[datensicherheit.de, 04.10.2025] „Die Ransomware-Lage in Deutschland und Europa bleibt angespannt“, unterstreicht Abdulrahman H. Alamri, „Principal Threat Intelligence Analyst“ bei Dragos, in seiner aktuellen Stellungnahme und verweist auf die nun vorliegende „Dragos Industrial Ransomware Analysis Q2 2025“ – demnach wurden im zweiten Quartal 2025 weltweit 657 Angriffe auf Industrieunternehmen registriert. Damit liege diese Zahl zwar leicht unter dem Niveau des Vorquartals (708 Angriffe), in Europa habe sich jedoch das Gegenteil gezeigt: „Die dokumentierten Fälle stiegen von 135 auf 173. Keine andere Region verzeichnete einen vergleichbar starken Anstieg.“ Besonders stark betroffen seien Deutschland, Großbritannien und Italien. „Dort treffen die Angriffe vor allem Branchen, die das industrielle Rückgrat der Wirtschaft bilden!“, warnt Alamri.

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Foto: Dragos

Abdulrahman H. Alamri rät Unternehmen, sich bei ihren Verteidigungsstrategien an den „5 kritischen Maßnahmen“ des SANS Institute zu orientieren

Ransomware nimmt Kernbranchen der Industrie ins Visier

Die 173 Angriffe auf europäische Industrieunternehmen machten rund 26 Prozent aller weltweiten Ransomware-Vorfälle im zweiten Quartal 2025 aus. „Besonders betroffen sind Industriezweige, die in Deutschland eine zentrale Rolle spielen.“

  • Die Bauindustrie habe weltweit 110 Angriffe verzeichnet, im Maschinen- und Anlagenbau seien 63 Fälle dokumentiert worden. In der Automobilindustrie seien es 38 Angriffe gewesen, in der Chemie 20. Insgesamt sei das produzierende Gewerbe mit 428 Angriffen weltweit am stärksten ins Visier geraten – „und stand damit für 65 Prozent aller dokumentierten Fälle“.

Zusätzlich seien 77 Angriffe auf Transport- und Logistikunternehmen gezählt worden. Im Bereich Industrielle Steuerungssysteme und „Engineering“hätten die Analysten 75 Attacken registriert – „mehr als doppelt so viele wie im ersten Quartal“. Besonders dieser Anstieg betreffe zahlreiche, in diesem Sektor international führende deutsche Unternehmen.

„Qilin“ als aktivste Gruppe der Ransomware-Unterwelt

„Im zweiten Quartal 2025 entwickelte sich ,Qilin’ zur aktivsten Ransomware-Gruppe im Industriesektor“, berichtet Alamri. Die Angreifer hätten 101 dokumentierte Attacken verübt und seien damit für rund 15 Prozent der weltweit bekannten Vorfälle verantwortlich. Im ersten Quartal 2025 habe die Zahl noch bei 21 gelegen. „Qilin“ habe sich damit als führender Akteur nach dem Rückgang etablierter Gruppen wie „LockBit“ und „RansomHub“ positioniert.

  • Diese Gruppe betreibe eine Ransomware-as-a-Service-Plattform, über die sie erfahrene „Affiliates“ rekrutiere und unterstütze. „Teil des Angebots sind juristische Beratungsdienste, die Partner bei Verhandlungen stärken, sowie interne Medien- und PR-Teams, die gezielt den öffentlichen Druck auf betroffene Organisationen erhöhen.“

Auch technisch hebe sich „Qilin“ deutlich ab: „Die Gruppe nutzt automatisierte ,Tools’, um gezielt Schwachstellen in Fortinet-Produkten auszunutzen, etwa ,CVE-2024-21762‘ und ,CVE-2024-55591‘.“ Darüber gelinge rascher Zugriff auf interne Netzwerke, was tiefgreifende Angriffe ermögliche. „Für Unternehmen, die stark auf Fortinet-Systeme setzen, entsteht daraus ein erhebliches Risiko!“

Ransomware-Bedrohungslage verschärft sich weiter

Alamri führt aus: „Im März 2025 wurde ,Qilin’ operativ von der nordkoreanischen, staatlich unterstützten Hacker-Gruppe ,Moonstone Sleet’ übernommen. Seitdem steht nicht mehr nur finanzielle Erpressung im Vordergrund.“ Deren Aktivitäten zeigten zunehmend geopolitische Ausrichtung und zielten verstärkt auf Kritische Infrastrukturen (KRITIS).

  • Die Zahl der Ransomware-Angriffe in Europa nehme weiter zu und Deutschland sei als industrialisiertes Land besonders häufig betroffen. „Stark im Fokus stehen Angriffe auf zentrale Industriezweige wie Bauwesen, Maschinenbau, Automobilindustrie, Chemie, Logistik und Industrielle Steuerungssysteme.“ Mit „Qilin“ habe sich zudem eine Ransomware-Gruppe etabliert, welche sowohl technisch als auch organisatorisch neue Maßstäbe setze.

Angesichts dieser Entwicklung reiche es nicht aus, sich auf etablierte Standards zu verlassen. Alamri gibt abschließend zu bedenken: „Unternehmen sollten sich bei ihren Verteidigungsstrategien an den ,5 kritischen Maßnahmen’ des SANS Institute orientieren!“ Dieser Rahmen helfe dabei, „Incident Response“, Architektur, Sichtbarkeit, Fernzugriff und Schwachstellen-Management systematisch umzusetzen. „So entsteht bereits in frühen Reifegraden eine belastbare Grundlage für Resilienz gegenüber Bedrohungen, die zunehmend industrielle Schlüsselbranchen und Kritische Infrastrukturen ins Visier nehmen.“

Weitere Informationen zum Thema:

DRAGOS
Our Mission: “To safeguard civilization from those trying to disrupt the industrial infrastructure we depend on every day.“

DRAGOS
Abdulrahman H. Alamri / Abdulrahman H. Alamri is a Senior Intel Analyst II at Dragos. He holds a master’s degree in Cybersecurity and previously worked with the Saudi National Cybersecurity Authority (NCA) as a tactical threat intelligence team lead.

DRAGOS, Abdulrahman H. Alamri & Lexie Mooney, 14.08.2025
Dragos Industrial Ransomware Analysis: Q2 2025

DIGITAL BUSINESS, Stefan Girschner, 15.05.2025
Cyberangriffe Angriffstechniken: Die fünf gefährlichsten Vektoren

datensicherheit.de, 02.10.2025
Acronis: Ransomware dominiert Bedrohung im European Cybersecurity Month 2025 / Die Notwendigkeit des „European Cybersecurity Month“ unterstreichen laut Acronis aktuelle eigene Erkenntnisse – in der ersten Jahreshälfte 2025 blieb Ransomware weltweit die dominierende Bedrohung…

datensicherheit.de, 13.08.2025
Laut Veeam-Ransomware-Bericht für das zweite Quartal 2025 Zunahme der Attacken und Lösegeldzahlungen / Das zweite Quartal 2025 markiert einen Wendepunkt bei Ransomware, da gezieltes Social-Engineering und Datenexfiltration bei Hackern nun die methodische Erstwahl sind

datensicherheit.de, 02.03.2025
Darktrace Threat Report 2024: Malware-as-a-Service eine zunehmende Bedrohung / Malware-as-a-Service inzwischen für mehr als die Hälfte aller Cyber-Angriffe auf Unternehmen verantwortlich

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https://www.datensicherheit.de/qilin-gruppe-dominanz-ransomware-angriffe-deutschland-industrie-zunahme/feed 0
Software-Supply-Chain-Angriffe in der Industrie als TOP-1-Cybergefahr https://www.datensicherheit.de/software-supply-chain-angriffe-industrie-top-1-cybergefahr https://www.datensicherheit.de/software-supply-chain-angriffe-industrie-top-1-cybergefahr#respond Thu, 12 Jun 2025 22:45:05 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48330 ENISA hat Software-Supply-Chain-Angriffe zur größten Bedrohung erklärt

[datensicherheit.de, 13.06.2025] Jan Wendenburg, der CEO von ONEKEY ist in seiner Stellungnahme vom 3. Juni 2025 auf den Umstand eingegangen, dass die Europäische Cybersicherheitsbehörde ENISASoftware-Supply-Chain-Angriffe zu der größten Bedrohung erklärt hat. Damit bestehe akuter Handlungsbedarf auch für industrielle IT- und OT-Systeme. Die Zahl der Vorfälle zu Software-Lieferketten hat sich in der EU demnach seit 2020 mehr als verdoppelt.

Zunehmend Software-Supply-Chain-Cyberattacken auf Embedded Systems in Deutschland

Auch die deutsche Industrie sieht sich laut Wendenburg zunehmend mit Software-Supply-Chain-Cyberattacken auf „smarte Systeme“, sogenannte Embedded Systems, konfrontiert. „Dies sind Angriffe, die gezielt über externe Komponenten, Software-Bibliotheken oder Firmware-Updates eingeschleust werden.“

  • Diese Form der Cyberkriminalität nutze Sicherheitslücken bei Zulieferern, Dienstleistern oder Softwareanbietern aus, um in der Lieferkette nachgelagerte Unternehmen oder gar den Endkunden anzugreifen. Besonders betroffen seien Industrieanlagen, Maschinensteuerungen (OT-Systeme / Operational Technology), IoT-Komponenten (Internet of Things) und andere eingebettete Systeme, welche meist langjährige Betriebszyklen hätten und selten sicherheitskritisch untersucht, überwacht und aktualisiert würden.

„Hier besteht akuter Handlungsbedarf“, betont Wendenburg mit Blick auf die Industrie. Er stellt hierzu klar: „Cybersecurity muss die gesamte Wertschöpfungskette umfassen, um wirksam zu sein!“

Laut ENISA gehören Supply-Chain-Angriffe zu den „Top 5“-Bedrohungen für industrielle IT- und OT-Systeme

Die Marktforschungsfirma Cybersecurity Ventures veranschlagt in einer aktuellen Studie den durch Supply-Chain-Angriffe verursachten Schaden auf weltweit 80 Milliarden Dollar jährlich. „Die Komplexität globaler Lieferketten verschärft das Problem“, so Wendenburg.

  • Er verweist auf einen Bericht der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (ENISA), wonach zwei Drittel der Unternehmen in der EU mindestens schon einmal von kompromittierten Zulieferern betroffen waren.

Laut ENISA gehören Supply-Chain-Angriffe zu den „Top 5“-Bedrohungen für industrielle IT- und OT-Systeme und werden im „ENISA Foresight 2023 Report“ als die „TOP-1 Cybersecurity“-Gefahr herausgestellt.

Bösartiger Code über zwei Wege: Als Software in der Produktenwicklung oder als Teil eines Vorprodukts

Die deutsche Wirtschaft ist traditionell stark internationalisiert – der Wert der importierten Vorprodukte, die von der deutschen Industrie aus aller Welt bezogen und in ihre Produkte eingebaut werden, liegt in der Größenordnung von 370 Milliarden US-Dollar. Diese Importe von „intermediate goods“ sind von zentraler Bedeutung für die Produktion in Deutschland. „Jede verwendete Software und jedes mit vernetzter Digitaltechnik ausgerüstete Vorprodukt stellt eine potenzielle Gefahr dar“, erläutert Wendenburg die Dimension der Bedrohung.

  • Dabei bestehe das große Gefährdungspotenzial von Supply-Chain-Angriffen darin, dass nicht nur das jeweilige Unternehmen mit Schadsoftware infiziert werde, „sondern diese über Produktauslieferungen an Kunden weitergegeben wird“.

So wäre es beispielsweise möglich, dass ein Maschinenbauer an seine Kunden Anlagen mit industriellen Steuerungen abgibt, welche ein Schadprogramm in sich tragen. Dabei könne der bösartige Code über zwei Wege aus der Lieferkette kommen: „Entweder als Software, die in die Produktenwicklung einfließt, oder als Teil eines Vorprodukts, das im Endprodukt verbaut wird.“

Stark steigende Nachfrage nach Sicherheitsüberprüfungen von Geräten, Anlagen und Systemen mit Echtzeit-Betriebssystemen

„Dieser Trend ist alarmierend, da die Lieferketten der deutschen Industrie hochgradig vernetzt sind und ein einziger Angriff weitreichende Folgen haben kann“, unterstreicht Wendenburg und führt weiter aus: „Daher sollten ,Embedded Systems’, die in Steuerungstechnik, Automatisierung oder IoT-Geräten zum Einsatz kommen, einer umfassenden Prüfung im Hinblick auf Cybersecurity unterzogen werden!“ Das gelte ausnahmslos für alle Komponenten, also nicht nur die im eigenen Unternehmen entwickelten, sondern auch für die von Zulieferern übernommenen Vorprodukte.

  • Nach seinen Angaben erfährt ONEKEY derzeit eine „stark steigende Nachfrage nach Sicherheitsüberprüfungen von Geräten, Anlagen und Systemen mit Echtzeit-Betriebssystemen (Real-Time Operating Systems / RTOS), wie sie in ,Embedded Systems’ typischerweise zum Einsatz kommen“.

Das Düsseldorfer Sicherheitsunternehmen habe erst vor wenigen Monaten seine „Product Cybersecurity & Compliance Platform“ (OCP) weiterentwickelt, so dass diese auch RTOS-Firmware auf Schwachstellen und Sicherheitslücken überprüfen könne. Dies habe zuvor in der Branche als schwierig bis unmöglich gegolten, insbesondere bei sogenannten monolithischen Binärdateien, wie sie bei marktgängigen Echtzeit-Betriebssystemen wie etwa „FreeRTOS“, „Zephyr OS“, „ThreadX“ und anderen im Einsatz sind.

Zunehmende Komplexität industrieller Systeme lässt Supply-Chain-Angriffe zur immer größeren Bedrohung werden

Als ein besonders kritisches Einfallstor in der Lieferkette gälten Open-Source-Komponenten, welche in rund 80 Prozent aller Firmware-Stacks für „Embedded Systems“ enthalten seien. Sicherheitslücken in weitverbreiteten Bibliotheken wie „uClibc“, „BusyBox“ oder „OpenSSL“ könnten eine Vielzahl von Systemen gleichzeitig betreffen.

  • Der Fall „Log4Shell“ im Jahr 2021 – eine Schwachstelle in der weitverbreiteten „Java“-Bibliothek „Log4j“ – hatte gezeigt, wie gefährlich eine unsichere Software-Komponente sein kann, selbst wenn sie nur in einem Subsystem verwendet wird. Der „Log4Shell“-Fall gilt als einer der gravierendsten Sicherheitslücken der letzten Jahrzehnte, weil die Software Bestandteil von Millionen „Java“-Anwendungen ist, darunter auch zehntausende OT- und IoT-Systeme.

„Die zunehmende Komplexität industrieller Systeme, die Vielzahl externer Anbieter und die Langzeitnutzung von ,Embedded Systems’ lassen Supply-Chain-Angriffe zu einer immer größeren Bedrohung werden“, so Wendenburg. Er verweist auf Prognosen der Gartner Group, wonach bis 2026 über 45 Prozent aller Unternehmen mindestens einen Cybervorfall über die Lieferkette erleiden würden, der ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigt.

Höchste Zeit, Software für „Embedded Systems“ systematisch vor dem Einsatz und während des Betriebs zu überprüfen

„Die immer stärkere Integration von ,Industrial IoT’-Systemen und Robotik bis hin zu autonomen Produktionslinien öffnet geradezu ein Scheunentor für Attacken aus der Lieferkette“, gibt Wendenburg abschließend zu bedenken. Er appelliert an die Unternehmensführungen: „Es ist höchste Zeit, Software für ,Embedded Systems’, unabhängig ob aus eigenem Haus oder von Lieferanten systematisch vor dem Einsatz und laufend zu überprüfen! Wer das unterlässt, setzt nicht nur seine Produktion, sondern auch seine Reputation und Lieferfähigkeit aufs Spiel.“

  • Hinzu komme der rechtliche Aspekt: Die „Radio Equipment Directive“ EN18031 und der „EU Cyber Resilience Act“ (CRA) und andere gesetzliche Vorgaben schrieben die Verantwortung der Hersteller für die Cybersicherheit vernetzter Geräte, Maschinen und Anlagen zwingend vor.

Die „Product Cybersecurity & Compliance Platform“ (OCP) von ONEKEY ermögliche mit dem „Compliance Wizard“ eine automatisierte Überprüfung der Konformität zum CRA und weiteren cybersicherheitsrelevanten Normen. „Dies erleichtert die Vorbereitung auf Audits erheblich und reduziert den bürokratischen Aufwand, der durch neue Gesetze entsteht.“

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