Enquête-Kommission – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 04 Jun 2019 20:51:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.14 Enquête-Kommission: KI sicher, vertrauenswürdig und erfolgreich umzusetzen https://www.datensicherheit.de/enquete-kommission-ki-sicher-vertrauenswuerdig-erfolgreich-umsetzen https://www.datensicherheit.de/enquete-kommission-ki-sicher-vertrauenswuerdig-erfolgreich-umsetzen#respond Mon, 03 Jun 2019 20:40:30 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=32733 Bundestag hat am 3. Juni 2019 mit der Künstlichen Intelligenz eine der „zentralen Debatten unserer Zeit“ aufgegriffen

[datensicherheit.de, 03.06.2019] Da sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) offensichtlich weltweit ein beherrschendes Zukunftsthema ist, sollten Verantwortliche in Politik und Verwaltung „sich konsequent mit KI auseinandersetzen, um die Digitale Transformation erfolgreich zu gestalten“, so die Forderung des eco–Verbands der Internetwirtschaft. Der Bundestag hat demnach am 3. Juni 2019 mit der Enquête-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“, eine der „zentralen Debatten unserer Zeit“ aufgegriffen. Auch eco-Vorstand Prof. Dr. Norbert Pohlmann habe als Sachverständiger teilgenommen.

Nicht nur über KI diskutieren, sondern endlich sicher, vertrauenswürdig und erfolgreich umsetzen!

Die deutsche Wirtschaft brauche politischen Rückenwind, um das wichtige Technologiefeld KI zu besetzen und die technologische Kompetenz auf diesem Gebiet auszubauen: „Wir sind weit vorne in der Grundlagenforschung, nun muss die Politik aber die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit deutsche und europäische KI-Technologien es auch auf die Straße schaffen.“
Wir dürften in Deutschland und Europa nicht nur über KI diskutieren, sondern wir müssten KI auch „endlich sicher, vertrauenswürdig und erfolgreich umsetzen, betont Norbert Pohlmann.

Sicherheit bei allen KI-Konzepten von Anfang an mitdenken!

Vor allem Sicherheitsaspekte würden entscheiden, ob KI einen effektiv positiven Effekt zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung beiträgt. „Obwohl der gesellschaftliche Nutzen von selbst lernenden Systemen evident ist, hängt eine breite gesellschaftliche Akzeptanz entscheidend von der System-Sicherheit ab, die darüber entscheidet, ob KI-Technologie beherrschbar und damit vertrauenswürdig ist“, sagt Pohlmann.
„Diese Sicherheit ist möglich, wenn sie bei allen KI-Konzepten von Anfang an mitgedacht wird. Aber auch das Thema Souveränität in den KI-Bereichen Technologie, Infrastruktur und Daten sollte grundlegend diskutiert werden, um unabhängiger erfolgreich werden zu können.“ Die Datenhoheit sei ein entscheidender Faktor bei der Verwendung von KI-getriebenen Technologien.

KI könnte zusätzliche globale Wertschöpfung von 13 Billionen US-Dollar bewirken

Anwendungen auf Basis von KI übten jedoch nicht nur eine enorme Faszination aus, weil sie das Leben sehr erleichtern könnten. Sie würden auch zum potenziellen Wirtschaftstreiber. Allein bis 2030 wird laut McKinsey durch KI eine zusätzliche globale Wertschöpfung von 13 Billionen US-Dollar erwartet.
Pohlmanns Fazit: „KI ist eine Schlüsseltechnologie für das zukünftige Wirtschaftswachstum in allen Branchen und Bereichen. Die weltweite Spitzengruppe erreichen wir aber nur, wenn wir in Forschung, Entwicklung und Einsatz von KI-Anwendung mit Nachdruck und Tempo aktiv werden.“

Weitere Informationen zum Thema:

eco, 17.09.2018
Leitlinien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz

datensicherheit.de, 21.05.2019
Kryptowährungen und künstliche Intelligenz: Zweite Ausgabe des Deutsch-Französischen IT-Sicherheitslagebilds

datensicherheit.de, 05.04.2019
Hambacher Erklärung: Beschluss der Datenschützer zur Künstlichen Intelligenz

datensicherheit.de, 26.09.2018
eco: Künstliche Intelligenz „Made in Germany“ braucht Leitlinien

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Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft überreicht Abschlussbericht an Bundestag https://www.datensicherheit.de/enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-ueberreicht-abschlussbericht-bundestag https://www.datensicherheit.de/enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-ueberreicht-abschlussbericht-bundestag#respond Thu, 18 Apr 2013 14:55:26 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21703 Bericht umfasst mehr als 2.000 Seiten

Seit fast drei Jahren hat sich die Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft, bestehend aus Politikern und Sachverständigen über die politischen Implikationen der sich digitalisierenden Gesellschaft ausgetauscht.  Am heutigen Donnerstag, 18.04.2013, überreicht die Kommission ihren etwa  2.000 Seiten umfassenden Bericht an das Plenum des Deutschen Bundestags.

Die zu behandelnden Themen wären ausreichend für mehrere Enquête-Kommissionen gewesen, die ursprünglich eingeplante Zeit musste verlängert werden.
„Es ist gar nicht möglich gewesen, bei dem Umfang alle Punkte in den Texten zu finden, mit denen ich nicht einverstanden war. Doch es ist mir gelungen mit einigen Themen Akzente zu setzen.“, so padeluun von digitalcourage e.V., der als berufener Sachverständiger in allen Arbeitsgruppen mitgearbeitet und sich bei vielen Themen eingebracht hat. Er trug die Idee zur Einsetzung einer Plattform für Bürgerbeteiligung zur besseren Einbindung der sogenannten 18. Sachverständigen (als Repräsentanz des „freien Stuhls am Tisch“ für die Bürgerinnen und Bürger) in die Enquête.
Auch die Einführung eines anonymen, digitalen Bargelds brachte er gleich an mehreren Stellen in den Bericht ein. „Digitales Bargeld bedeutet, dass ich im Netz zum Beispiel für das Lesen eines Artikels mit einem Betrag bezahlen kann – anonym wie mit Bargeld, ohne dass ich umständliche Prozeduren ausführen muss.“,  sagt padeluun. „Es entspricht – um im Zeitungsvergleich zu bleiben – dem Kauf eines Einzelemxemplars am Kiosk. Und wo keine Daten anfallen, müssen auch keine geschützt werden.“

Auch die kritische Betrachtung des Begriffs des sogenannten „geistigen Eigentums“, der besser in „Immaterialgut“ und „Monopolrecht“ aufgesplittet werden soll, fand ihren Platz im Bericht. „Zugespitzt gesagt: Da hatten wir sogar einen eigenen Aufpasser aus dem Kanzleramt dabei, der aufpasste, dass wir dem Parlament zu nichts raten, was die Regierung nicht gerne hören möchte“, sagt padeluun

Mit der Überreichung des Abschlussberichts gehe die lange Arbeitsphase der Enquête zuende. „Es hat mich und mein Umfeld viel Kraft, Freundschaften, Geld und Nerven gekostet und ich bin froh, dass ich jetzt wieder mehr Raum habe für meine Bürgerrechtsarbeit bei Digitalcourage. Doch ich habe in dieser Zeit auch sehr viel über Politik gelernt und kann viele politische Prozesse jetzt viel besser nachvollziehen – und mir selbst und anderen erklären.“

Die wohl einstimmigste Forderung der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sei die nach einem einem ständigen Ausschuss, der sich diesen Themen widme. Denn eines sei defnitiv klar geworden: Für eine zeitlich begrenzte Kommission gäbe es zu viele Fragestellungen und ständig kämen neue hinzu.

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