Campus – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 13 Oct 2019 18:25:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.14 DsiN-MesseCampus@it-sa: Gute Aussichten für Fachkräfte https://www.datensicherheit.de/dsin-messecampusit-sa-gute-aussichten-fuer-fachkraefte https://www.datensicherheit.de/dsin-messecampusit-sa-gute-aussichten-fuer-fachkraefte#respond Sun, 13 Oct 2019 18:06:17 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=34888 Studenten der Informatik und angrenzender Fachbereiche werden mit Vertretern potenzieller Arbeitgeber zusammengebracht

[datensicherheit.de, 13.10.2019] Der „DsiN-MesseCampus@it-sa“ fand am 10. Oktober 2019 zum elften Mal statt – laut Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) soll diese Veranstaltung auf der alljährlich in Nürnberg stattfindenden „it-sa“ Orientierung für Berufseinsteiger auf dem Gebiet der IT-Sicherheit bieten. Seit 2009 werden Studenten der Informatik und angrenzender Fachbereiche mit Vertretern aus der Wirtschaft zusammengebracht, um diese über Chancen für Berufseinsteiger in diesem „spannenden Arbeitsfeld“ zu informieren. Der Campus soll Interessierten zudem die Gelegenheit bieten, „direkt mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen und den Berufseinstieg zu erleichtern“.

Dr. Astrid Schumacher, BSI

Foto: Dirk Pinnow

Dr. Astrid Schumacher: „IT-Sicherheit notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Digitale Transformation“

Begrüßung durch Frank Venjakob und BSI-Keynote

Messechef Frank Venjakob begrüßte die Teilnehmer mit der positiven Vermeldung der erfolgreichen Etablierung der „it-sa“ als weltweit führende IT-Sicherheitsmesse mit inzwischen 753 Ausstellern in vier Hallen der NürnbergMesse.
Sodann hielt Dr. Astrid Schumacher, Fachbereichsleiterin „Informationssicherheitsberatung und Geheimschutz“ beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die offizielle Keynote der Auflage 2019 und unterstrich die bewährte Zusammenarbeit mit DsiN. Die IT-Sicherheit sei eine notwendige Voraussetzung für die erfolgreiche Digitale Transformation, betonte Schumacher.
Beim BSI seien übrigens nicht nur Informatiker willkommen – die dort Beschäftigten hätten einen vielfältigen Studienhintergrund. Wichtig sei die Kompetenz, mit Behörden und Ministerien zusammenarbeiten zu können, insbesondere auch mit Juristen, denn der begleitenden Gesetzgebung zur Erhöhung der IT-Sicherheit komme zentrale Bedeutung zu. Das BSI habe rund 350 neue Stellen zu vergeben, auch für Anwärter mit Bachelor-Abschluss – diese könnten dort für einen aufbauenden Master-Studiengang Unterstützung erhalten.
Schumacher benannte die drei Säulen des BSI-Wirkens: Prävention – Detektion – Reaktion. Für die erfolgreiche Digitale Transformation müssten Staat, Wirtschaft und Gesellschaft kooperieren. Zum Abschluss informierte sie noch über den Plan des BSI, im nächsten bzw. übernächsten Jahr 200 Mitarbeitern in Dresden einen Arbeitsplatz zu geben.

„Einblicke von (Young) Professionals“: Bedarf an Fachkräften mit Ideenreichtum und Kreativität…

Nina Heiler, „Senior Business Development Manager EMEA“ / „OEM Technologies“ bei avira, stellte sich als auf dem Gebiet der IT-Sicherheit Tätige mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund vor.
Sie hob hervor, dass in dieser Wachstumsbranche engagierte junge Leute gesucht seien und kein Anbieter mehr alleine das gesamte Spektrum der IT-Sicherheit bedienen könne – daher seien Kooperationen gefragt, woraus sich wiederum neue Geschäftsfelder ergeben könnten.
Die aktuelle (ISC)2-Studie belege den Bedarf an Fachkräften mit Ideenreichtum und Kreativität: „Global gap of nearly 3 million cybersecurity positions“.

Nina Heiler, avira

Foto: Dirk Pinnow

Nina Heiler: „Wachstumsbranche IT-Sicherheit sucht engagierte junge Leute“

… Talentsuche quasi in allen Bereichen…

Markus Burke, Projektleiter bei DsiN, widmete sich der IT-Sicherheit im Öffentlichen Bereich – ein Einwirken auf die politische Ebene sei notwendig. Um einige Herausforderungen exemplarisch vorzustellen, erinnerte er den an Vorfall mit dem „Doxing-Adventskalender“ – in dessen Zusammenhang Daten von fast 1.000 Politikern und Prominenten im Internet gelandet sein sollen. Eine andere, juristische Herausforderung sei die neue Richtlinie zum Zahlungsverkehr PSD2. Schließlich erwähnte er noch den Vorfall auf einem Bunkergelände in Rheinland-Pfalz –  die Polizei habe Personen festgenommen, welche über dort gehostete Server unter anderem Cyber-Angriffe verübt haben sollen…
In der Politik (Parlamente, Fraktionen und Parteien), Verwaltung (Ministerien und Ämter) wie auch Strafverfolgung (Justiz und Polizei) seien Experten für IT-Sicherheit gesucht. Diese hat laut Burke zwei Ausprägungen: Zum einen eine konkrete praktische Aufgabe – zum anderen sei sie ein inhaltliches Gestaltungsfeld.
Die Talentsuche erfolge quasi in allen Bereichen – es lockten „spannende Aufgaben“ im Öffentlichen Sektor. Dieser sei ein Mehrebenen-System und biete Arbeitsplätze auf lokaler, regionaler, nationaler wie europäischer Ebene.

Markus Burke, DsiN

Foto: Dirk Pinnow

Markus Burke: „Arbeitsplätze auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene“

… Vieles ausprobieren und neue Wege gehen!

Hauke Gierow, Pressesprecher bei G DATA, führte aus, dass der Forschung große Aufmerksamkeit gezollt werde – rund 200 Mitarbeiter seien bei G DATA hierzu beschäftigt. Das Unternehmen erfasse täglich rund 500.000 verdächtige Dateien, welche in sogenannten Sandboxes auf unschädliche Weise näher untersucht würden. Hierbei liege das Daten-Volumen im Terabyte-Bereich. Aber auch Penetrationstests zur Aufdeckung von Sicherheitslücken in betrieblicher IT würden durchgeführt.
Gierow ermunterte dazu, als junger Mensch vieles auszuprobieren und neue Wege zu gehen – so sei er selbst z.B. ursprünglich studierter Politologe und Sinologe, habe einige Zeit bei Reporter ohne Grenzen (ROG) gearbeitet und sei beim Webmagazin „golem.de“ als Journalist tätig gewesen.
Er riet abschließend in diesem Zusammenhang dazu, in verschiedenen Unternehmen Praktika zu machen bzw. wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben, denn auf diese Weise sei ein direkter Zugang zu relevanten Datenquellen möglich.

Hauke Gierow, G DATA

Foto: Dirk Pinnow

Hauke Gierow – vom Politologen und Sinologen zum Pressesprecher bei G DATA

Weitere Informationen zum Thema:

TechCrunch, Robert Ackerman, 27.01.2019
Too few cybersecurity professionals is a gigantic problem for 2019

NETZPOLITIK.ORG, 13.09.2019
Datenschutz / Doxing-Adventskalender: Das BKA hat nur einen Teil der Betroffenen informiert

datensicherheit.de, 10.10.2019
it-sa 2019: NürnbergMesse zieht positives Fazit

datensicherheit.de, 08.10.2019
it-sa 2019 mit großen Erwartungen gestartet

datensicherheit.de, 07.10.2019
UP19@it-sa: Megatrends nutzen

datensicherheit.de, 02.10.2019
datensicherheit.de zum 10. Mal auf der it-sa / Freikarten, Standempfang und Fachbuch-Verlosung

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Cybersecurity Campus Graz: Millioneninvestment in die IT-Sicherheit https://www.datensicherheit.de/cybersecurity-campus-graz-millioneninvestment-it-sicherheit https://www.datensicherheit.de/cybersecurity-campus-graz-millioneninvestment-it-sicherheit#respond Mon, 11 Feb 2019 14:09:41 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=30052 Geminschaftsgründung der SGS-Gruppe und der TU Graz

[datensicherheit.de, 11.02.2019] In der Steiermark entsteht ein Ort für Forschung, Ausbildung, Prüfung und Zertifizierung im Bereich IT-Sicherheit: der Cybersecurity Campus Graz. Herzstück sind ein neues gemeinsames Forschungszentrum sowie ein Prüf- und Zertifizierungslabor für Cybersicherheit der SGS Gruppe. Im Vollbetrieb werden hier rund 400 Menschen forschen und arbeiten.

Hochvernetzte Produktionsanlagen, smarte Wohnungen, autonome Fahrzeuge: das Internet der Dinge, in dem Milliarden von Computern und Systemen drahtlos miteinander kommunizieren, wird zu einem immer größeren Teil des privaten und beruflichen Alltags. Die Vernetzung der realen Welt mit der „Cloud“ bringt mehr Komfort und höhere Produktivität, aber auch völlig neue Bedrohungen. Das Thema Cybersicherheit betrifft sämtliche Produkte und Systeme – von Alltagsgegenständen bis zu Rechenzentren – und stellt eine zentrale Herausforderung für die Gesellschaft dar.

Internationaler Hub für IT-Sicherheit

SGS, das weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren, und die TU Graz, eine Top-Forschungsinstitution im Bereich IT Sicherheit, gründen gemeinsam den Cybersecurity Campus Graz und begegnen der oben angeführten Herausforderung mit drei Kernthemen:

  1. Forschung zur Analyse der Sicherheit von Systemen und zur Erforschung grundlegend neuer Sicherheitskonzepte.
  2. Aus- und Weiterbildung für die stark nachgefragten Sicherheitsexperten und Forschenden im Bereich Informationssicherheit.
  3. Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Systemen hinsichtlich deren Sicherheit.

Alle Kernbereiche – von der Grundlagenforschung über die universitäre Lehre bis hin zur Zertifizierung – werden am Cybersecurity Campus zusammengeführt, um nachhaltige Sicherheitslösungen zu entwickeln. So entsteht ein einzigartiges Umfeld für Forschung und industrielle Anwendung. Die beiden ersten Einrichtungen, die am Cybersecurity Campus Graz entstehen, sind ein neues gemeinsames Forschungszentrum und das zentrale Prüf- und Zertifizierungslabor der SGS Gruppe. Der Campus ist offen für Start-ups und Partner aus Industrie und Wissenschaft, die gemeinsam mit der TU Graz und SGS an Sicherheitslösungen für morgen arbeiten und forschen. Am Campus Inffeldgasse der TU Graz entsteht dazu ein neues multifunktionales Gebäude mit rund 7000 Quadratmetern, das den Kern des Cybersecurity Campus Graz darstellt.

Neues Forschungszentrum als Drehscheibe des Wissenstransfers

Im Laufe des Jahres nimmt das gemeinsame Forschungszentrum von SGS und der TU Graz am Cybersecurity Campus Graz seinen Betrieb auf. Die Expertise der TU Graz im Spitzenforschungsbereich IT-Sicherheit – repräsentiert durch eine der weltweit führenden Forschungsgruppen am Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologien – paart sich mit der Kompetenz von SGS in Sicherheitsprüfung und Sicherheitsbewertung von Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Die geplante enge Zusammenarbeit mit Start-ups und Unternehmen macht das Forschungszentrum zum zentralen Bindeglied zwischen Wissenschaft und Industrie.

Für Frankie Ng, CEO der SGS-Gruppe, ist diese Vernetzung von Forschung, Lehre und Praxis der logische nächste Schritt in der weltweiten Pionierarbeit von SGS: „Mit dieser Investition bekräftigt SGS sein Engagement für die Bereitstellung modernster Cybersecurity-Services für bestehende und neue Kunden. Die Partnerschaft mit der TU Graz schafft ein einzigartiges Umfeld, um die Cybersicherheit in einer zunehmend vernetzten Welt nachhaltig zu gewährleisten.”

Ergebnisse aus der Grundlagenforschung des Zentrums werden der Allgemeinheit frei zur Verfügung gestellt. So sind betroffene Branchen in Sachen IT-Sicherheit auf dem aktuellen Wissenstand und neueste Erkenntnisse fließen unmittelbar in die industrielle Anwendung, in die universitäre Lehre und in die Ausbildung von IT-Sicherheitsfachkräften. Der Wissenstransfer von der akademischen Forschung in die Industrie wird durch Weiterbildungsangebote und gemeinsame Projekte zusätzlich gefördert.

Harald Kainz, Rektor der TU Graz, betont das Potenzial dieser gemeinsamen Initiative: „Am Cybersecurity Campus Graz bündeln zwei kongeniale Partner ihre Kräfte in Forschung, Anwendung und Ausbildung und stellen sich gemeinsam einer zentralen Herausforderung unserer modernen Gesellschaft. Der exzellente Ruf der TU Graz im Bereich der IT-Sicherheitsforschung ermöglicht diese einmalige Kooperation mit dem Weltkonzern SGS und stärkt den Hightech-Standort Graz als Cybersecurity Hub von internationalem Rang.“

Ein hochmodernes Labor für Cybersicherheitsbewertung von Produkten und Systemen

Zusätzlich zur Beteiligung am Forschungszentrum siedelt die SGS-Gruppe ihre Tochterfirma SGS Digital Trust Services GmbH am Cybersecurity Campus Graz an. Graz wird damit zum globalen Headquarter der Unternehmensgruppe für sichere Systeme und Produkte. Eine Vielzahl an Sicherheitsexperten, die sich mit der Prüfung und Zertifizierung der Cybersicherheit von digitalen Produkten, vernetzten Systemen und Online-Diensten befassen, finden am Standort eine hochmoderne Infrastruktur in einem der weltweit größten Labors für Cybersicherheitsbewertung vor. Die enge Zusammenarbeit mit der Topliga der internationalen IT-Sicherheitsforschung am Cybersecurity Campus Graz gewährleistet, dass neueste Erkenntnisse der Forschung rasch in qualitativ hochwertigen Dienstleistungen von SGS reflektiert werden. Zudem können Studierende, Forschende und Partner die Laborinfrastruktur für Ausbildungszwecke nutzen. Das Team von SGS hat bereits seinen Betrieb in Graz aufgenommen und findet zusammen mit dem Forschungszentrum bis zur Fertigstellung des Hauptgebäudes des Cybersecurity Campus Graz Platz in einem modularen Gebäude am Gelände der TU Graz, dessen Bau demnächst abgeschlossen sein wird.

Stärkung für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Steiermark

Die Forschungsaktivitäten der TU Graz im Bereich IT-Sicherheit sowie der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in der Steiermark waren ausschlaggebend für Graz als Standortwahl. Die Kooperation von SGS und der TU Graz soll für neue Arbeitsplätze sorgen und so den Wirtschaftsstandort Steiermark stärken. Außerdem werde die internationale Sichtbarkeit der Steiermark als führendes Forschungsland erhöht.

„Diese zukunftsweisende Kooperation von SGS und TU Graz ist eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit in der Steiermark. Das Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft sorgt dafür, dass die steirischen Talente gefordert und gefördert werden und Arbeitsplätze mit Zukunft entstehen“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der gemeinsam mit Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl Frankie Ng und Harald Kainz für die Initiative dankt.

TU Graz, SGS, Cybersecurity

© Lunghammer – TU Graz

Präsentierten gemeinsam die Details zum Cybersecurity Campus Graz: Stefan Mangard (Professor für IT Sicherheit, TU Graz), TU Graz-Vizerektor Horst Bischof, Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sowie der CEO der SGS-Gruppe, Frankie Ng und Martin Schaffer (Globaler Geschäftsführer für Sichere Produkte & Systeme, SGS Digital Trust Services GmbH) (v.l.n.r.);

„Der wirksame Schutz vor Internetkriminalität ist für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung von enormer Bedeutung. Die TU Graz hat hier in den letzten Jahren herausragende Forschungsergebnisse erzielt, die international für Aufsehen gesorgt haben. Das Investment von SGS unterstreicht diese Leistungen der TU Graz und der Steiermark als Innovations- und Forschungsland. Auf dem Cybersecurity Campus Graz werden in Zukunft wesentliche Produkte und Systeme für die weltweite Internetsicherheit entwickelt werden können“, so Landesrätin Eibinger-Miedl.

Weitere Informationen zum Thema:

Cybersecurity Campus Graz
A unique IT security research, education, testing and certification hub is taking shape in Styria, Austria

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it-sa 2018: Fachmesse von Weltrang zeigt Verantwortung für Nachwuchs https://www.datensicherheit.de/it-sa-2018-fachmesse-weltrang-verantwortung-nachwuchs-campus https://www.datensicherheit.de/it-sa-2018-fachmesse-weltrang-verantwortung-nachwuchs-campus#respond Thu, 11 Oct 2018 19:26:41 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=29132 Notizen vom 3. Tag der Fachmesse von ds-Herausgeber Dirk Pinnow

[datensicherheit.de, 11.10.2018] Zum Abschluss der diesjährigen „it-sa“ am 11. Oktober 2018 meldet die Veranstalterin einen großen Erfolg: Mit der zehnten Auflage hat sich die Fachmesse für IT-Sicherheit mit begleitendem Kongress nach Angaben der NürnbergMesse durch neue Bestmarken ausgezeichnet. Sie sieht in dieser Position auch eine ganz besondere Verantwortung für den Nachwuchs an Fachkräften – so ist sie nunmehr auch Kooperationspartnerin des „DsiN MesseCampus@it-sa“, der ebenfalls zum zehnten Mal im Rahmenprogramm des Abschlusstages durchgeführt wurde.

„it-sa“: Konsequente Fortentwicklung der Quantität und Qualität

Gegenüber 630 im Vorjahr seien auf der „it-sa 2018“ 696 Aussteller aus 27 Ländern (24 im Jahr 2017) vertreten gewesen und 14.290 Fachbesucher (zum Vergleich: 12.780 im letzten Jahr) aus über 50 Nationen (zuvor 44) hätten an den drei Tagen die Messe besucht.

„Unsere Aussteller sind begeistert. Im Gleichschritt mit der dynamischen Entwicklung in ihrer Branche haben sie die ,it-sa‘ am Messeplatz Nürnberg zur zentralen IT-Security-Plattform weiterentwickelt“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse.

Frank Venjakob, Executive Director it-sa, NürnbergMesse, ergänzt: „Die ,it-sa 2018′ konnte auf der ganzen Linie überzeugen. Zum zehnten Jubiläum zeigte die führende Dialogplattform für IT-Sicherheit mit Aussteller-Beteiligungen aus 27 Ländern, wie wichtig die IT-Sicherheitsbranche für ein gelingen der Digitalisierung ist. Das Besucher-Plus und die um mehr als 20 Prozent gestiegene internationale Besucherbeteiligung unterstreichen die Bedeutung der ,it-sa‘, genauso die drei internationalen Gemeinschaftsstände.“

Spannende Berufsfelder auf dem Messe-Campus

In seinem Grußwort zum „DsiN MesseCampus@it-sa“ verkündete Venjakob die stolze Botschaft: Die „it-sa“ sei nunmehr die größte IT-Sicherheitsmesse der Welt.
Er warb vor Studenten der höheren Semester mit Studiengängen im Umfeld der IT-Sicherheit für eine Karriere auf diesem Gebiet – wir befänden uns erst am Anfang der Digitalisierung und ein spannendes Berufsfeld tue sich auf.

it-sa 2018 Messe-Campus

Foto: Dirk Pinnow

v.l.n.r.: Isabel Münch (BSI), Sascha Wilms (DsiN) und Frank Venjakob (NürnbergMesse) führten durch den Messe-Campus.

Isabel Münch, Diplom-Mathematikerin, Fachbereichsleiterin „Präventive Cyber-Sicherheit und Kritische Infrastrukturen“ im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), unterstrich in ihrer Ansprache, dass die Zunahme der Digitalisierung zwingend IT-Security als Basis benötigt. Interdisziplinäres Denken sei gefragt, weshalb nicht nur Informatiker zu adressieren wären: „Viele junge, kluge Köpfe“ seien mehr denn je gefragt. Für eine große Vielfalt potenzieller Jobs seien geeignete Leute zu finden – daher gebe es auch diesen Campus auf der „it-sa“. Das BSI sei stolz, dort dabei zu sein.

Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit seien essenzielle Sicherheitsaspekte nicht nur der Office-IT, sondern auch im Kontext des Internets der Dinge und Dienste. Damit werde IT-Sicherheit für alle Systemkomponenten wichtig, so z.B. auch selbst bei smarten Leuchten. Die Vielzahl der vernetzten Systeme erzeuge gewaltige Datenmengen. IT-Security sei somit auch nichts Statisches – jedes Jahr könne daher Neues dazugelernt werden. Übrigens benötige auch das BSI qualifiziertes Personal, denn das Bundesamt solle ja „gestärkt“ werden. Sie betonte abschließen die Notwendigkeit, Führungskräfte aufzuklären, sie für die Risiken zu sensibilisieren und den Menschen in das Zentrum der Sicherheitsbetrachtungen zu rücken. Deutschland solle dabei eine Führungsrolle übernehmen, denn es gelte die Digitalisierung erfolgreich auszugestalten.

it-sa 2018: Messe-Campus, Isabell Münch

Bild : Dirk Pinnow

Münch: Auch das BSI sucht qualifiziertes Personal!

Im Anschluss berichtete Vanessa Weißig, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim BSI, über ihren eigenen Werdegang.
Sie werde in Kürze ihr Master-Studium abschließen. Als Motivation benannte sie Gestaltung, Förderung und Standardisierung. Sie machte einige Ausführungen zu ihrer Master-Arbeit mit dem Titel „Entwicklungsprozess für die IT-Sicherheit in vernetzten Automobilen“.

Die IT-Security müsse „in die Köpfe der Menschen“ gelangen. Die Vernetzung böte so viele Chancen wie z.B. Fernwartung oder „Predictive Maintenance“ – aber die Kehrseite seien eben die Risiken, die es zu kennen gelte.

Als zukünftiger „Security Consultant for Industrie 4.0“ im BSI-Referat „Cyber-Sicherheit für die Digitalisierung in Verkehr und Industrie 4.0“ zeigte die den jungen Zuhörern mit großem Einsatz am eigenen Beispiel, welche Karriereoptionen heute offenstehen – und nutzte ihren Auftritt zugleich als Training für die bevorstehende Verteidigung ihrer Arbeit.

it-sa 2018: Messe-Campus, Vanessa Weißig

Bild : Dirk Pinnow

Weißig: IT-Sicherheit muss in den Köpfer verankert werden!

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 10.0.2018
it-sa 2018: Datensicherheit erfordert Kooperationen

datensicherheit.de, 09.0.2018
it-sa 2018: Der Mensch gehört in den Fokus

datensicherheit.de, 09.10.2018
it-sa 2018: Zum zehnten Jubiläum weiter auf Rekordkurs

datensicherheit.de, 08.10.2018
it-sa 2018: Zunehmende Bedeutung des Rahmenprogramms

datensicherheit.de, 05.10.2018
it-sa 2018: 10. Expertentreffen der IT-Sicherheitsbranche in Nürnberg

datensicherheit.de, 04.10.2018
Trendbarometer: IT-Sicherheitsbranche erwartet weiterhin Wachstum

datensicherheit.de, 10.09.2018
Gemeinschaftsstände auf der it-sa 2018: Israel, Niederlande und Tschechien

datensicherheit.de, 02.08.2018
it-sa 2018: Paula Januszkiewicz hält Special Keynote am 11. Oktober / International bekannte IT-Sicherheitsexpertin gibt Tipps zur besseren Absicherung von IT-Systemen

datensicherheit.de, 02.08.2018
NürnbergMesse: Rund 700 internationale Aussteller zur it-sa 2018 erwartet / Mit fünf offenen Foren und rund 350 Beiträgen soll auch das Vortragsprogramm neue Maßstäbe setzen

datensicherheit.de, 28.06.2018
UP18@it-sa: Neues Veranstaltungsformat am Vortag der it-sa 2018 / Der erste Wettbewerb ausschließlich für IT-Security-Start-ups

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https://www.datensicherheit.de/it-sa-2018-fachmesse-weltrang-verantwortung-nachwuchs-campus/feed 0
Sicherheit im Gesundheitswesen: Effektive IT-Strategie ist ein Muss https://www.datensicherheit.de/sicherheit-im-gesundheitswesen-effektive-it-strategie-ist-ein-muss https://www.datensicherheit.de/sicherheit-im-gesundheitswesen-effektive-it-strategie-ist-ein-muss#respond Wed, 09 Nov 2016 22:16:54 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=26138 Experten diskutierten beim „1. G DATA Healthcare Security Forum“ über Risiken und Zukunftsvisionen

[datensicherheit.de, 09.11.2016] Die Sicherheitsanforderungen insbesondere im medizinischen Bereich sind besonders hoch. Oberste Priorität haben dabei die Aufrechterhaltung des Betriebes sowie der Schutz sensibler Patientendaten. Wenn nun personenbezogene Informationen z.B. durch einen Cyber-Angriff auf ein Krankenhaus-, Praxis- oder Apothekennetzwerk nach außen gelangen oder Computer den Dienst versagen, bedeutet das neben finanziellem Schaden auch eine Gefahr für die Gesundheit der Patienten.

IT-Infrastruktur umfassend absichern!

Das „1. G DATA Healthcare Security Forum“ in Bochum ging daher auch der Frage nach, wie Unternehmen ihre IT-Infrastruktur umfassend absichern können und was im Falle eines Angriffs zu tun ist – Experten des Bundeskriminalamtes (BKA), des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), von Microsoft und von G DATA Advanced Analytics stellten dort aktuelle Risiken und effektive IT-Strategien im Gesundheitswesen vor.

Fallbeispiel Lukaskrankenhaus Neuss

„Cyber-Security ist eines der spannenden Themen unserer Zeit und Digitalisierung ein Prozess, mit dem man sich auseinander setzen muss. Ransomware ist 2016 stark ins Bewusstsein gerückt. Der Fall des Lukaskrankenhauses Anfang des Jahres war ein Weckruf“, betonte Kai Figge, Mitgründer und Vorstand von G DATA, in seiner Keynote.
Dr. Nicolas Krämer, Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses in Neuss, welches im Februar 2016 mit Erpressersoftware lahmgelegt wurde, referierte über den Angriff und die Auswirkungen auf den Krankenhausalltag – u.a. warum man sich zu einer offenen Krisenkommunikation entschlossen hätte und was sich seitdem verändert habe.

Digitalisierung als Chance sehen!

Veraltete Systeme, fehlendes Budget und Personal werfen die Frage auf, ob Krankenhäuser nicht mehr sicher sind. Diese zentrale Frage der Podiumsdiskussion wurde von den Experten einstimmig verneint.
So sei die fortschreitende Digitalisierung als Chance zu sehen, die mit dementsprechender Aufklärung und Argumentation viele Vorteile mit sich bringe. Ein wichtiger Aspekt sei der „Faktor Mensch“, der neben der Technologie immer mit eingebunden werden müsse. „IT Security“ sei ein Prozess, der viel Überzeugungsarbeit benötige, unterstrich Dr. Tilman Frosch, Geschäftsführer der G DATA Advanced Analytics, der in seinem Vortrag darstellte, wie in der Gesundheitswirtschaft die Herausforderung „Incident Response“ gemeistert werden müsste.

G DATA Healthcare Security Forum

Foto: G Data

Dr. Nicolas Krämer zu dem Angriff und dessen Auswirkungen im Lukaskrankenhaus

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 07.09.2016
IT-Sicherheit im Gesundheitswesen: CyberArk sieht akuten Handlungsbedarf

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https://www.datensicherheit.de/sicherheit-im-gesundheitswesen-effektive-it-strategie-ist-ein-muss/feed 0
7. DsiN-MesseCampus@it-sa: Berufschancen durch wachsende Bedeutung der IT-Sicherheit https://www.datensicherheit.de/7-dsin-messecampusit-sa-berufschancen-durch-wachsende-bedeutung-der-it-sicherheit https://www.datensicherheit.de/7-dsin-messecampusit-sa-berufschancen-durch-wachsende-bedeutung-der-it-sicherheit#respond Sun, 11 Oct 2015 21:44:54 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25033 Der studentische Nachwuchs im Fokus der Traditionsveranstaltung

[datensicherheit.de, 11.10.2015] Schon traditionell fand am dritten Messetag der „it-sa 2015“ der „DsiN-MesseCampus@it-sa“ im „Auditorium“ statt. Dabei standen vor allem die Karrierechancen der Studenten der Informatik im Fokus.
Birgit Jacobs, Vorstandsvorsitzende it-sa Benefiz e.V., begrüßte das überwiegend junge Publikum und betonte die zunehmende Verwundbarkeit der sogenannten „Kritischen Infrastrukturen“ (KritIs). Ohne IT-Sicherheit gehe es folglich nicht. Datenleitungen seien die „Lebensadern“ der modernen Gesellschaft, weshalb dem „Faktor Mensch“ große Bedeutung zukomme und Fragen der Qualifikation entscheidend seien.

Neue Berufsbilder und Verantwortlichkeiten

Der Fortschritt der IT führe zu gravierenden Veränderungen der Arbeitswelt, so Jacobs. Neue Berufsbilder und Verantwortlichkeiten würden entstehen. Fachübergreifende Kenntnisse seien jetzt gefragt – riesige Berufschancen täten sich auf, denn geeignetes IT-Fachpersonal fehle derzeit in großer Zahl.

Birgit Jacobs, it-sa Benefiz e.V.

Foto: Dirk Pinnow

Birgit Jacobs: Datenleitungen als „Lebensadern“ der modernen Gesellschaft

IT-Sicherheit als Wettbewerbsfaktor

Martin Schallbruch, Abteilungsleiter IT und IT-Direktor im Bundesministerium des Innern, unterstrich die Bedeutung der IT-Sicherheit als Wettbewerbsfaktor für den Standort Deutschland, insbesondere im Zusammenhang mit der durchgehenden Digitalisierung der KritIs. In diesem Zusammenhang müsse man sich auf eine Veränderung der Kernprozesse in den Unternehmen einstellen, was einerseits strategische Vorteile bieten könne, andererseits eben auch eine wachsende Abhängigkeit von der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der Daten.
Im Grunde sei jede Branche betroffen: IT-Sicherheit werde zum zentralen Kriterium des Erfolgs. Den Markenwert „made in Germany“ gelte es auf digitale Produkte und Dienstleistungen zu übertragen. IT-Sicherheit sei Kern einer wesentlichen Qualifikation und eine Querschnittsaufgabe. Davon hänge der Wohlstand unseres Landes in Zukunft ab.

Martin Schallbruch, BMI

Foto: Dirk Pinnow

Martin Schallbruch: Markenwert „made in Germany“ auf digitale Produkte und Dienstleistungen übertragen!

Weitere Informationen zum Thema:

DsiN
7. DsiN-MesseCampus @ it-sa

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