BullGuard Internet Security 10 – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 19 Apr 2019 19:34:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.14 forum <privatheit>: Demokratie nicht einzelnen Internet-Unternehmen überlassen https://www.datensicherheit.de/forum-privatheit-demokratie-internet-unternehmen https://www.datensicherheit.de/forum-privatheit-demokratie-internet-unternehmen#respond Fri, 23 Mar 2018 16:56:32 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27443 Als Reaktion auf den jüngsten Facebook-Datenskandal um Cambridge Analytica fordert das Expertengremium effektiveren Verbraucherschutz, wirkungsvollere Regulierung und bessere Aufklärung

[datensicherheit.de, 23.03.2018] Wie kürzlich bekannt wurde, hat die Datenanalysefirma Cambridge Analytica 50 Millionen Facebook-Profile illegal ausgespäht. Das Unternehmen war für einen Großteil des Wahlkampfs des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump verantwortlich. „Die illegitime Auswertung von 50 Millionen Facebook-Profilen durch Cambridge Analytica und die dadurch möglich gewordenen Verzerrungseffekte im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zeigen, wie groß mittlerweile die Beeinflussungspotentiale sind, die die Internet-Giganten und die mit ihnen verbundene Datenindustrie aufgebaut haben“, so Dr. Carsten Ochs, Soziologe an der Universität Kassel und Mitglied des Forschungsverbunds „Forum Privatheit“. Dabei ist bisher nicht klar, inwieweit die Ausspähung der Profile tatsächlich den Wahlkampf beeinflusst hat. „Es existieren allerdings Studien, die nahelegen, dass das Micro-Targeting, welches durch die Datenanalysen möglich wird, erfolgreich und in massenhaftem Ausmaß zur Beeinflussung und Verhaltenssteuerung eingesetzt werden kann“, so „Forum Privatheit“-Mitglied Dr. Thilo Hagendorff vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften in Tübingen. „Der Nachweis eines kausalen Einflusses der Manipulationsversuche Cambridge Analyticas auf die Präsidentschaftswahlen dürfte aber kaum möglich sein, und die von dem Datenanalysten zugrunde gelegten psychologischen Persönlichkeitsmodelle sind – soweit überhaupt bekannt – nicht für ihre hohe Vorhersagekraft bekannt“, ergänzt Prof. Dr. Nicole Krämer, Medienpsychologin an der Universität Duisburg-Essen, ebenfalls Mitglied im Forschungsverbund „Forum Privatheit“.

Plattform-Betreiber haben große gesellschaftliche Machtfülle

Dennoch gebe der Einblick in unser Alltagsleben den Plattform-Betreibern eine äußerst große gesellschaftliche Machtfülle an die Hand. „Für regulatorische und Verbraucherschutz-Organe ist bislang kaum nachvollziehbar, wie diese datenbasierte Machtfülle genutzt wird“, so der Soziologe Ochs. Dass noch nicht einmal bekannt sei, wie groß der Einfluss von Facebook, Cambridge Analytica, aber auch von vielen anderen Internet-Firmen auf einen so fundamentalen demokratischen Vorgang wie eine Wahl exakt gewesen sei, zeige überdeutlich den massiven Gestaltungsbedarf in diesem Bereich an: Das Beeinflussungspotenzial der Internet-Unternehmen ist möglicherweise immens, doch hätten sie keinerlei demokratische Legitimation, und handelten immer wieder in einer Weise, die mit demokratischen Grundprinzipien schwerlich in Übereinstimmung zu bringen sei. So werde das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zerstört und nachhaltiges Wirtschaften verhindert.

Neue Form des Verbraucherschutzes ist gefordert

Die Regulierung der Unternehmen war bislang auch deshalb schwierig, weil diese global agieren, die politischen und rechtlichen Institutionen und Behörden aber in nationalem Rahmen tätig sind. Für „Forum Privatheit“ ist klar, dass es hier um eine neuartige Regelung von Verantwortung gehen muss. Zum einen dürfe auf keinen Fall der Datenschutz im Entwurf der E-Privacy-Verordnung geschwächt werden, der wenigstens einige Grenzen des Tracking und der Datensammelei im Internet aufstellt. Zum anderen werde durch solche Fälle deutlich, dass der Verbraucherschutz im Internet dringend auf neue Grundlagen gestellt werden muss. Dabei könne es nicht nur um einzelne Verbraucherinnen und Verbraucher gehen, sondern um neue, kollektiv verbindliche Spielregeln, und die Rolle von Institutionen, die die Einhaltung dieser Regeln auch überwachen und durchsetzen, und das nicht nur auf nationaler Ebene.

„Wie soll sich der einzelne Verbraucher gegenüber der Übermacht der Konzerne zur Wehr setzen, insbesondere wenn zwei Unternehmen verdeckt zusammenarbeiten? Wenn eine illegitime Wahlbeeinflussung dadurch auch nur in den Bereich des heute oder zukünftig Denkbaren rückt, dann ist schon das ein Problem der demokratischen Gesellschaft insgesamt, denn es zerstört nachhaltig Vertrauen – völlig unabhängig davon, ob eine Einzelperson bestimmte soziale Medien individuell nutzt, oder nicht. Wenn wir die Verantwortung den Einzelnen zuschieben, werden wir der Größenordnung des Problems nicht gerecht“, mahnt Ochs.

Einerseits sei zu lange auf die einzelnen Nutzerinnen und Nutzer geschaut worden, während nun immer deutlicher werde, dass die Probleme auf regulatorischer, politischer und institutioneller Ebene anzupacken seien. Andererseits zeige der Vorgang aber auch den großen Bedarf an besserer Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger: „Es ist und bleibt eine zentrale Aufgabe, die Bevölkerung über das Missbrauchspotenzial von massenhaft verfügbaren Daten – und seien sie so unscheinbar wie ein Like auf Facebook – zu informieren“, ergänzt Krämer.

Plattformen sind keine neutrale Infrastruktur

Die Mitglieder des Forschungsverbunds „Forum Privatheit“ legen Wert auf die Feststellung, dass der Facebook-Datenskandal nicht das Problem eines einzelnen Anbieters oder Landes ist, sondern die sozialen Medien und das Internet insgesamt betrifft. „Das Wissen, dass diese Unternehmen generieren, birgt Steuerungspotentiale und damit gesellschaftliche und politische Macht. Wir müssen diese Machtfülle regulieren, so wie viele Länder ja auch über die Machtfülle von einzelnen Medienunternehmen wachen“, so der Rechtswissenschaftler und „Forum Privatheit“-Sprecher Prof. Dr. Alexander Roßnagel. Die „Forum Privatheit“-Mitglieder sind sich einig: Das Wohl und Wehe der Demokratie darf nicht der Internet-Industrie und Institutionen überlassen werden, die die geschaffene Infrastruktur digitaler sozialer Netzwerke für illegitime Beeinflussung missbrauchen. „Allen, die politische Verantwortung tragen, muss klar sein: Wenn sie die Manipulationsmöglichkeiten der Internet-Industrie weiterhin unreguliert anwachsen lassen, droht der Existenzgrundlage der Demokratien früher oder später selbst Gefahr“, fügt „Forum Privatheit“-Experte Prof. Dr. Thomas Hess, Wirtschaftsinformatiker der LMU München, hinzu. Dabei gelte es zu beachten, dass nicht nur Unternehmen wie Cambridge Analytica problematische Praktiken der Datenverarbeitung pflegten, sondern auch Social-Media-Plattformen oder Anbieter von Suchmaschinen selbst in die Verantwortung genommen werden müssen. „Facebook, YouTube oder Twitter können sich nicht mehr auf den Standpunkt zurückziehen, lediglich neutrale Infrastrukturen anzubieten ohne dafür verantwortlich zu sein, für welche Zwecke sie genutzt werden“, stellt der Verbraucherforscher und Soziologe Prof. Dr. Jörn Lamla vom „Forum Privatheit“ fest: „Sie müssten vielmehr selbst ein nachhaltiges Interesse daran haben, dass die ihnen überlassenen Daten unter demokratischer Kontrolle bleiben – sonst ist das Vertrauen und damit die Basis ihres Geschäfts weg.“

 Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 22.03.2018
Datenverarbeitung durch Cambridge Analytica: Facebook in der Verantwortung

datensicherheit.de, 08.03.2018
forum <privatheit>: Datenschutz als Basis der Innovationsförderung

datensicherheit.de, 03.03.2018
OVG Hamburg bestätigt Verbot des Datenaustauschs zwischen WhatsApp und facebook

 

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Advanced+ Rating für BullGuard: Überzeugende Virenerkennung https://www.datensicherheit.de/advanced-rating-fuer-bullguard-ueberzeugende-virenerkennung https://www.datensicherheit.de/advanced-rating-fuer-bullguard-ueberzeugende-virenerkennung#respond Tue, 05 Jul 2011 15:26:06 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=15199 „BullGuard Internet Security 10“ bei Test mit 97,4 Prozent Trefferquote

[datensicherheit.de, 05.07.2011] Nach eigenen Angaben hat BullGuard, Spezialist für PC- und mobile Sicherheitslösungen für Endkunden, mit seiner Lösung „Internet Security 10“ das „Advanced+ Rating“ des unabhängigen Testlabors AV-Comparatives bei der Virenerkennung erreicht:
Die Testumgebung habe rund 403.000 Malware-Proben enthalten, die im Lauf der letzten sechs Monate in „freier Wildbahn“ aufgetreten seien. Im „On-Demand-Test“ habe die Virenerkennung von BullGuard 99,1 Prozent der Würmer, 98 Prozent der Backdoors und Bots, 97,6 Prozent der Trojaner sowie 91,1 Prozent anderer Malware und Viren erkannt – damit ergebe sich eine Gesamterkennungsrate von 97,4 Prozent. Bei dem zusätzlichen „False-Positive-Test“ seien im Untersuchungszeitraum nur drei Falschmeldungen aufgetreten.
Um eine möglichst gute Trefferquote bei der Erkennung von Malware zu erzielen, was die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung ist, kombinieren Hersteller von Antiviren-Software (AV) unterschiedliche Erkennungsmethoden. Dabei bildet die signaturbasierte Erkennung, in der die AV-Software die Malware an einem hinterlegten „Fingerabdruck“ erkennt, nach wie vor die wichtigste Säule der Abwehr und filtert Millionen von bereits bekannten Schadprogrammen aus. Flankiert wird sie von heuristischen Methoden, die den Code verdächtiger Programme auf für Malware typische Code-Abschnitte analysieren und so auch Malware entdecken, von der noch keine Signatur bekannt ist.
Die verhaltensbasierte Erkennung oder auch „Behavior-Based Detection“ hingegen verfolgt genau, was die installierten Programme machen. Wenn eine Anwendung verdächtig wird, indem sie unerlaubte Aktionen startet, wird sie von der AV-Software unter Quarantäne gestellt. Um bestmöglichen Schutz vor Malware zu garantieren, ist die richtige Mischung aus den drei Erkennungsmethoden gefragt. BullGuard setzt für seine „Internet Security 10“-Software auf eine Kombination aus einer bewährten signaturbasierten und einer ausgereiften verhaltensbasierten Erkennung – und erzielt damit laut AV-Comparatives sehr gute Ergebnisse. Die Architektur ihrer sorgfältig aufgebauten Sicherheitsumgebung basiere auf „gestaffelten Verteidigungslinien“, sogenannten „Layern“ aus verschiedenen Web-Scanmethoden, Verhaltensblockierung und traditionellen Signaturerkennungstools, so Claus Villumsen, CTO bei BullGuard. Dies sei das Geheimnis dieser guten Testergebnisse. Der einzelne Layer müsse dabei nicht 100 Prozent perfekt sein. Wenn ein Schadcode einen Layer durchdringe, werde er vom nächsten abgefangen. Dabei unterscheide sich BullGuards verhaltensbasierte Erkennung fundamental von traditioneller Virenerkennung, die auf Basis heuristischer, signaturbasierter und URL-Filter-Erkennung nur Mutationen von bereits bekannten Viren erkenne.
Ihre verhaltensbasierte Erkennung identifiziere Viren viel früher als diese traditionellen Methoden, weil sie auf das Verhalten der Malware schaue und Viren, die sich basierend auf Datei-, Registry-, Prozess- und Netzwerkereignissen abnorm verhielten, identifiziere und ausschalte.

Weitere Informationen zum Thema:

AV comparatives, February 2011
Single Product Test / On-demand Detection of Malicious Software including False-Alarm Test

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