Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Mittwoch, Oktober 18, 2017 0:41 - noch keine Kommentare
Insecurity by Design: WPA1 und WPA2 unsicher
Sicherheits-Updates sollten unbedingt eingespielt werden
Ein Beitrag von unserem Gastautor Nick Hunter, Senior Technical Manager bei Venafi
[datensicherheit.de, 18.10.2017] Seit wenigen Tagen macht eine kritische Schwachstelle in den WLAN-Verschlüsselungsstandards WPA1 und WPA2 Schlagzeilen. Die Lage ist ernst und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät dazu, WLAN-Netzwerke bis zur Verfügbarkeit von Sicherheits-Updates nicht für Online-Transaktionen wie Online Banking und Online Shopping oder zur Übertragung anderer sensitiver Daten zu nutzen.
Private Nutzer und Unternehmen gleichermaßen bedroht
In der Tat sind WPA1 und WPA2 nicht länger sicher und bieten keinen hinreichenden Schutz mehr, um Wi-Fi-Kommunikation abzusichern. Bedroht sind private Nutzer und Unternehmen. Die Ciphers WPA-TKIP, AES-CCMP, und GCMP betreffen zudem auch Linux und Apple-Geräte. Laut einer Untersuchung sind aktuell 41 Prozent aller Androidgeräte verwundbar, solange noch keine neue Firmware installiert und kein HTTPS zum Schutz der Verbindungen eingesetzt wurde. Dann kann der Traffic durch Angreifer mitgehört und Malware in Websites eingepflanzt werden.
IoT-Geräte sind besonders kritisch
Besonders kritisch ist zudem, dass viele IoT-Geräte kein HTTPS unterstützen und nicht durch Verschlüsselung geschützt sind. Es wird an sich schon schwierig, für alle Geräte und Betriebssysteme Patches auszurollen, um die Schwachstellen zu fixen. HTTPS allein kann nicht immer angewendet werden, und selbst wenn, ist dies immer noch kein Allheilmittel. Die richtige Konfiguration von HTTPS liegt bei den Homepagebetreibern, und häufig werden hier nicht auf starke Verschlüsselungsmechanismen zurückgegriffen, da man sich vor Kompatibilitätsproblemen fürchtet. Der Vorfall macht deutlich, dass der richtigen Implementierung und Verwaltung von Verschlüsselung dringend eine höhere Priorität eingeräumt werden muss.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 17.10.2017
Mehrschichtige Sicherheit reduziert Auswirkung der WPA2-Schwachstelle
Aktuelles, Experten, Studien - Apr. 1, 2025 13:23 - noch keine Kommentare
14. Deutscher Seniorentag 2025: DsiN-Forderung nach Stärkung Digitaler Teilhabe
weitere Beiträge in Experten
- Nur 1 von 10 Unternehmen wähnt sich in KI-Fragen als Vorreiter
- Dringender Branchenappell zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau an Digitalministerkonferenz
- Wahrung der Grundrechte im Fokus: 109. DSK beschließt Forderungen an künftige Bundesregierung
- BGH-Urteil zu Meta-Datenschutzverstoß: Verbraucherzentrale Bundesverband gewinnt Verfahren
- World Backup Day 2025: Regelmäßige Datensicherung laut BSI unverzichtbar
Aktuelles, Branche, Studien - Apr. 1, 2025 13:39 - noch keine Kommentare
Nur 4 Länder verbesserten sich 2024: Europas Datenschutz weiter im Krisenmodus
weitere Beiträge in Branche
- Cyberresilienz: Empfehlungen für die Entscheiderebene
- PCI DSS 4.0: Datensicherheit stärken mit Phishing-resistenter MFA
- World Backup Day 2025 als Anlass für Überlegungen zu einer resilienten Datenschutzstrategie
- ICS/OT Cybersecurity Budget Report 2025: Über 50 Prozent der Befragten fühlen sich bedroht
- Threat to water supply from cyber attacks still underestimated
Branche, Umfragen - Dez. 21, 2020 21:46 - noch keine Kommentare
Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
weitere Beiträge in Service
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen
- TeleTrusT-Umfrage: „IT-Sicherheit im Home Office“
- Cybersicherheit: SANS-Studie zu Frauen in Führungspositionen
Kommentieren