Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Montag, Mai 27, 2013 22:15 - noch keine Kommentare
Cybergefahren: Bedrohungslage bleibt auch in Deutschland besorgniserregend
Aktuellen Zahlen von Kaspersky Lab zur Situation geben keine Entwarnung
[datensicherheit.de, 27.05.2013] Die aktuellen Zahlen von Kaspersky Lab zur IT-Bedrohungslage geben auch für Deutschland keine Entwarnung [1]. So wurden von Januar bis März 2013 über 55.000.000 Angriffe aus dem Internet auf deutsche Anwender durch Produkte von Kaspersky Lab abgewehrt. Hinzu kamen noch einmal fast 25.000.000 festgestellte lokale Bedrohungen. Deutschland liegt jedoch auch auf den vorderen Plätzen, wenn es um die Herkunft der weltweit gefundenen Malware aus dem Internet geht: In mehr als jedem neunten Fall stammte sie von einem Rechner in Deutschland.
Durchschnittlich 39,1 Prozent aller Rechner von Kaspersky-Anwendern waren im ersten Quartal beim Surfen mindestens einmal einem Angriff aus dem Internet ausgesetzt. Das bedeutet gegenüber dem Vorquartal einen Anstieg um 1,5 Prozentpunkte. Auf Anwender in Deutschland entfallen laut dem Kaspersky Security Network (KSN) [2] zwischen Januar und März 2013 genau 55.258.921 Internet-basierte Attacken. Davon waren mehr als ein Drittel aller deutschen Nutzer (36,6 Prozent) betroffen.
Deutschland in der Risikogruppe
Auf dem weltweiten Bedrohungsatlas nimmt Deutschland dabei Rang 23 ein und gehört weiter zur Risikogruppe. Die zehn Länder, deren Einwohner am häufigsten mit Schadprogrammen aus dem Internet zu kämpfen haben, blieben gegenüber dem Vorquartal gleich. Es handelt sich dabei ausschließlich um Staaten, die aus der Sowjetunion hervorgegangen sind. Als erstes westeuropäisches Land lag Italien mit 39,9 Prozent auf Rang 16.
Kaspersky Lab wertet für seine Analyse auch die Herkunftsländer der Schadprogramme aus. 81 Prozent der Web-Ressourcen schädlicher Programme liegen demnach in nur zehn Ländern dieser Welt, und Deutschland nimmt dabei mit 11,5 Prozent einen wenig schmeichelhaften vierten Platz ein.
Lediglich Rechner in den Niederlanden (14,4 Prozent), Russland (19,2 Prozent) und den USA (25,1 Prozent) lassen sich noch häufiger als Quellen von Schadprogrammen ausmachen. Aufgrund relativ deutlicher Verschiebungen gegenüber dem Vorquartal haben Russland und die USA nun die Spitzenplätze getauscht.
Besser schneidet Deutschland ab, wenn man die Herkunft des Spam-Anteils beim E-Mail-Verkehr betrachtet: dieser ging nur in 2,1 Prozent aller Fälle von deutschen Rechnern aus, was weltweit gesehen Rang zehn entspricht.
Geringes Risiko durch lokale Bedrohungen für Rechner in Deutschland
Neben den Gefahren aus dem Internet lauern auf Rechner auch lokale Bedrohungen durch Wechseldatenträger wie USB-Laufwerke, USB-Sticks, CDs oder DVDs. Weltweit fand Kaspersky Lab im ersten Quartal bei fast jedem dritten Rechner (31,4 Prozent) mindestens eine schadhafte Datei auf der Festplatte oder den angeschlossenen Wechseldatenträgern. In Deutschland waren es nur 17,7 Prozent der an das KSN angeschlossenen Computer. Damit haben Rechner hierzulande eher ein geringes lokales Infektionsrisiko, noch hinter den USA (19,0 Prozent), aber weit vor Spitzenreiter Japan (9,1 Prozent). Weltweit gesehen gingen die lokalen Bedrohungen um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal zurück.
[1] Weitere Details sind um Kaspersky Malware-Report für das ersten Quartal 2013 sowie in einer Kaspersky-Pressemitteilung vom 15. Mai verfügbar.
[2] Die Analyse von Kaspersky Lab basiert auf anonymen Daten, die aus dem cloudbasierten Kaspersky Security Network (KSN) gewonnen wurden. Ausführliche Informationen über das KSN sind in einem Whitepaper aufgeführt, das online abrufbar ist.
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