Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Samstag, Januar 14, 2023 19:15 - noch keine Kommentare
Cyberagentur: Fester Sitz in Halle (Saale) und künftig Projektbüro im Großraum Dresden
Arbeit der Cyberagentur maßgeblich institutionalisierte Durchführung hochinnovativer Vorhaben
[datensicherheit.de, 14.01.2023] Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (kurz: Cyberagentur) wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2020 als 100-prozentige „Inhouse-Gesellschaft“ des Bundes gegründet – unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat durch die Bundesregierung. Das Ziel dieser Gründung sei es, „einen im Bereich der Cyber-Sicherheit anwendungsstrategie-bezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen“. Vor diesem Hintergrund bezwecke die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung hochinnovativer Vorhaben, „die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können“. Die Cyberagentur mit neuem Sitz in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt hat demnach künftig auch im Großraum Dresden in Sachesn einen dauerhaften Standort mit einem Projektbüro – darauf hätten sich der Bund und die beiden Länder verständigt.

Foto: cyber | agentur
Cyberagentur: Der neue Standort der in Halle (Saale)
Festlegung des dauerhaften Standortes der Cyberagentur
Das Bundesministerium der Verteidigung, das Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie die Staatskanzleien von Sachsen-Anhalt und Sachsen hätten sich nun über die Festlegung des dauerhaften Standortes der sogenannten Cyberagentur verständigt: Damit verbunden sei ein Bekenntnis zum festen Sitz in Halle (Saale) und ergänzend zu einem Projektbüro im Großraum Dresden.
Gemeinsam hätten sich die beteiligten Bundesministerien und Bundesländer darauf verständigt, dass die Cyberagentur mit ihrem Hauptsitz dauerhaft in Halle (Saale) verbleiben solle. Gleichzeitig plane die Cyberagentur durch die Eröffnung eines Projektbüros im Großraum Dresden auch in Sachsen einen thematischen Schwerpunkt: „Damit bekunden beide Ministerien und die Bundesländer deutlich ihren Wunsch nach einer Ansiedlung der jungen Innovationsagentur in den Regionen.“
Technologieentwicklung und Wissenstransfer: Silicon Saxony durch Ansiedlung der Cyberagentur um wesentlichen Player bereichert
„Die geplante Ansiedlung eines großen Chip-Herstellers in unserem Land sowie die Einrichtung einer neuen Professur ‚Cybersicherheit: Technologien und der Faktor Mensch‘ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eröffnen neue Möglichkeiten, Forschung und Entwicklung mit den Zukunftsfragen auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit zu verknüpfen“, erläutert der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, die Standortauswahl. Daher freue man sich sehr, dass die Cyberagentur dauerhaft in Sachsen-Anhalt verbleiben werde.
Auch Michael Kretschmer, der Ministerpräsident von Sachsen, sieht in der Ansiedlung eines Projektbüros großes Vertrauen in die Region: „Gerade der Großraum Dresden bietet als Kern eines europaweit einzigartigen Ökosystems mit Halbleiterfertigung, Automobilbau, Mobilfunkinstituten, zahlreichen Forschungseinrichtungen und der Exzellenzuniversität Dresden sowie den angesiedelten Behörden mit sicherheitsrelevanten Aufgaben ein weites Kooperationsfeld für Innovationen in der Cyber-Sicherheit.“ Das sogenannte Silicon Saxony werde durch diese Ansiedlung der Cyberagentur „um einen wesentlichen Player in der Technologieentwicklung und beim Wissenstransfer bereichert“.
Cyberagentur plant insgesamt bis zu 100 Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Mitarbeiter
Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor der Cyberagentur, unterstreicht: „Wir freuen uns über das Bekenntnis des Bundes und beider Länder, die Cyberagentur dauerhaft in Mitteldeutschland zu verankern.“ Diese Entscheidung gebe ihnen „Planungssicherheit für den weiteren strukturellen und personellen Aufbau der Gesellschaft“, so ergänzend der Kaufmännische Direktor der Cyberagentur, Daniel Mayer.
Anfang November 2022 habe die Cyberagentur ihre neuen Büroräume in der ehemaligen Zahnklinik in Halle (Saale) beziehen können. Damit stünden der stetig wachsenden Anzahl an Mitarbeitern mehr und modernere Büroräume zur Verfügung. Die Cyberagentur plane insgesamt mit bis zu 100 Arbeitsplätzen für hoch qualifizierte Mitarbeiter, von denen bereits über 50 Prozent besetzt seien. Die Planungen für das Projektbüro im Großraum Dresden sollen sich im ersten Halbjahr des Jahres 2023 weiter konkretisiert werden.
Weitere Informationen zum Thema:
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