Branche – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 02 Aug 2026 10:11:22 +0000 de hourly 1 „Claude“-Ausbrüche mahnen: KI-Modelle durch „Zero Trust“ einhegen https://www.datensicherheit.de/claude-ausbrueche-mahnung-ki-modelle-zero-trust-einhegung Sun, 02 Aug 2026 22:02:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55990 Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie Menschen

[datensicherheit.de, 03.08.2026] Auch Trevor Dearing, „Director of Critical Infrastructure“ bei Illumio, geht in seiner Stellungnahme kritisch auf die jüngsten „Claude“-Eskapaden ein: „Es überrascht mich nicht, dass wir immer mehr dieser Vorfälle sehen. Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie wir Menschen.“ Er warnt, dass wir uns auf eine Welt zubewegen, in der Angriffe mit Maschinengeschwindigkeit ablaufen, so dass früher möglicherweise unentdeckte Schwachstellen künftig sehr viel schneller aufgefasst und eben durch Künstliche Intelligenz (KI) sogar missbraucht werden könnten. Er rät dringend zu „ Zero Trust“-Sicherheitsprinzipien.

illumio-trevor-dearing

Foto: Illumio

Trevor Dearing unterstreicht, dass Unternehmen Lösungen benötigen, welche den Schaden eindämmen können, wenn etwas mit der KI schiefläuft

Zu simple Sicherheitsmaßnahmen für angeblich „kontrollierte“ KI-Umgebung

Erschreckender sei vielmehr, wie simpel die Sicherheitsmaßnahmen waren, welche diese „kontrollierte“ Umgebung schaffen sollten. „Wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der Angriffe mit Maschinengeschwindigkeit ablaufen. Fehler, die früher möglicherweise unentdeckt geblieben wären, können dadurch künftig sehr viel schneller entdeckt und ausgenutzt werden“, gibt Dearing zu bedenken.

  • Man müsse KI-Agenten deshalb wesentlich wirksamer einhegen. „Prompts in natürlicher Sprache sind zu mehrdeutig, um als belastbare Sicherheitsgrenze zu dienen. Zudem ist es grundsätzlich der falsche Ansatz, einem Agenten lediglich vorzugeben, was er nicht tun darf.“

Ferner bleibe das „Block List“-Prinzip zwangsläufig unvollständig: Selbst wenn 10.000 Aktivitäten ausdrücklich verboten seien, genüge einem Agenten eine einzige nicht verbotene Aktivität, um die Begrenzung zu umgehen. Bei autonomen Systemen, welche Optionen in Maschinengeschwindigkeit prüften, könne genau diese Lücke zum Ausbruch aus der kontrollierten Umgebung führen.

Konsequenter Zero-Trust-Ansatz für KI-Systeme

Anthropic habe „Claude“ lediglich mitgeteilt, dass kein Internetzugang bestehe – dies sei jedoch keine echte Grenze. „Stattdessen brauchen wir einen konsequenten Zero-Trust-Ansatz: Wir sollten klar definieren, was ein Agent tun darf – also das ,Allow List’-Prinzip anwenden!“

  • Unternehmen könnten sich jetzt noch viel weniger als früher darauf verlassen, bekannte Angriffsmuster zu erkennen oder darauf zu warten, dass ein Warnsystem anschlägt.

Dearings Fazit: „Sie benötigen deutlich mehr Visibilität darüber, was ihre KI-Systeme tun und worauf sie zugreifen können. Und sie brauchen Lösungen, die den Schaden eindämmen können, wenn etwas schiefläuft!“

Weitere Informationen zum Thema:

illumio
Der Weltmarktführer in der Eindämmung von Sicherheitsverletzungen: Illumio ist die erste und einzige Plattform, die für die Eindämmung von Sicherheitsverletzungen entwickelt wurde. Basierend auf einem KI-Sicherheitsdiagramm. Ermöglicht Ihre Zero-Trust-Prozesse.

illumio
Trevor Dearing – Director of Critical Infrastructure Solutions / Zero Trust and network segmentation innovator

tagesschau, 31.07.2026
Vorfälle bei Testläufen Anthropic-KI greift eigenständig Unternehmen an

DIE ZEIT, 31.07.2026
Künstliche Intelligenz: Anthropic gesteht ebenfalls Hackerangriff von KI-Modell Claude / Ein weiterer KI-Agent ist bei Sicherheitstests entkommen und hat sich in drei Unternehmen gehackt. Das teilte US-Konzern Anthropic mit. Grund sei ein Programmierfehler.

datensicherheit.de, 03.08.2026
KI-Systeme: Wer testet, haftet für die Folgen / KI-Unternehmen müssen nun die richtigen Leitplanken installieren, damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden

datensicherheit.de, 17.06.2026
Embargo für Anthropic-KI-Modelle: eco moniert mögliche Folgen für Europas Cybersicherheit / Die US-Regierung hat direkte Exportkontrollen gegen KI-Software verhängt – hierunter fallen auch Anthropics Modelle „Fable 5“ und „Mythos 5“

datensicherheit.de, 23.04.2026
Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben​ / Über einen Mangel an Publicity kann sich Anthropic-Chef Dario Amodei dieser Tage sicher nicht beschweren, kommentiert Jochen Koehler

]]>
KI-Systeme: Wer testet, haftet für die Folgen https://www.datensicherheit.de/ki-systeme-test-haftung-folgen Sun, 02 Aug 2026 22:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55989 KI-Unternehmen müssen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren, damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden

[datensicherheit.de, 03.08.2026] Juraj Jánošík, „Vice President of Artificial Intelligence“ bei ESET, ordnet in seiner Stellungnahme aktuelle Vorfälle mit Systemen Künstlicher Intelligenz (KI) ein – diese machten deutlich, „wie sehr die neue Technologie die IT-Sicherheit beeinflusst“. Er betont, dass KI-Unternehmen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren müssten, „damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden“.

eset-juraj-janosik

Foto: ESET

Juraj Jánošík: Innovation entbindet KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung!

„Claude“ hatte Schwachstellen in IT-Systemen von drei Organisationen ausgenutzt

Wie das KI-Unternehmen Anthropic berichtet hatte, war es demnach mehreren Versionen des eigenen Sprachmodells „Claude“ im Rahmen von Cybersicherheitstests gelungen, aufgrund eines Konfigurationsfehlers auf öffentliche Netzwerke zuzugreifen und dabei Schwachstellen in den IT-Systemen von drei Organisationen auszunutzen.

  • „Die jüngsten Vorfälle bei OpenAI und Anthropic sollten vor allem als Warnsignal für die IT-Sicherheit verstanden werden und nicht als Beleg dafür, wie leistungsfähig moderne KI bereits ist!“, gibt Jánošík zu bedenken.

Wenn ein klassischer Software- oder Sicherheitsanbieter ein System testen würde, das seine vorgesehenen Grenzen überschreitet und auf fremde IT-Infrastrukturen zugreift, wären kritische Nachfragen und eine umfassende Untersuchung selbstverständlich. „Für KI-Unternehmen sollten die gleichen Maßstäbe gelten!“, betont Jánošík.

KI-Aufstieg ähnelt prinzipiell früheren „Techtrends“

Dieses Muster sei in der Technologiebranche nicht neu. Auch beim Aufstieg des „Cloud Computing“ habe zunächst die schnelle Verbreitung der Technologie im Vordergrund gestanden, während Sicherheitskonzepte erst später nachgezogen worden seien.

  • „Ähnliches sehen wir heute bei Künstlicher Intelligenz: Die Entwicklung und Vermarktung neuer KI-Systeme schreitet rasant voran, während Sicherheitsfragen häufig erst im Nachhinein adressiert werden. Angesichts der wachsenden Fähigkeiten dieser Systeme ist das jedoch keine tragbare Strategie mehr!“

Der aktuelle Vorfall werde eher als ein Marketing-Gag denn als ein Problem behandelt: „Besonders problematisch ist, dass solche Vorfälle teilweise so kommuniziert werden, dass die technischen Fähigkeiten der KI im Mittelpunkt stehen. Dadurch entsteht der Eindruck, ein Sicherheitsproblem sei gleichzeitig eine Art Leistungsnachweis.“ Dies sei der falsche Fokus. Sicherheitsvorfälle sollten transparent aufgearbeitet werden und nicht als Marketinginstrument im Wettbewerb der KI-Anbieter dienen.

KI-Branche sollte bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssten auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehörten strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen.

  • „Die Branche sollte bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden!“

Die wichtigste Erkenntnis lautet laut Jánošík: „Innovation entbindet KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung! Für sie müssen dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.“

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Juraj Jánošík – ESET Vice President of Artificial Intelligence

tagesschau, 31.07.2026
Vorfälle bei Testläufen Anthropic-KI greift eigenständig Unternehmen an

DIE ZEIT, 31.07.2026
Künstliche Intelligenz: Anthropic gesteht ebenfalls Hackerangriff von KI-Modell Claude / Ein weiterer KI-Agent ist bei Sicherheitstests entkommen und hat sich in drei Unternehmen gehackt. Das teilte US-Konzern Anthropic mit. Grund sei ein Programmierfehler.

datensicherheit.de, 03.08.2026
„Claude“-Ausbrüche mahnen: KI-Modelle durch „Zero Trust“ einhegen
Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie Menschen

datensicherheit.de, 17.06.2026
Embargo für Anthropic-KI-Modelle: eco moniert mögliche Folgen für Europas Cybersicherheit / Die US-Regierung hat direkte Exportkontrollen gegen KI-Software verhängt – hierunter fallen auch Anthropics Modelle „Fable 5“ und „Mythos 5“

datensicherheit.de, 23.04.2026
Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben​ / Über einen Mangel an Publicity kann sich Anthropic-Chef Dario Amodei dieser Tage sicher nicht beschweren, kommentiert Jochen Koehler

]]>
KI-Sicherheit: Testumgebungen verdienen dieselbe Aufmerksamkeit wie Produktivsysteme https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-testumgebungen-produktivsysteme https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-testumgebungen-produktivsysteme#respond Fri, 31 Jul 2026 09:53:36 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55963 Sicherheit von KI-Systemen wird häufig vor allem im produktiven Einsatz diskutiert. Ein aktueller Blogbeitrag von Anthropic macht jedoch deutlich, dass auch Entwicklungs- und Testumgebungen erhebliche Risiken bergen können.

[datensicherheit.de, 31.07.2026] Anthropic hat drei Sicherheitsvorfälle aus den eigenen Cybersecurity-Evaluierungen offengelegt. Hintergrund war, dass für interne Sicherheitstests Schutzmechanismen teilweise bewusst gelockert wurden, um das Verhalten der Modelle unter realistischen Bedingungen zu untersuchen. Genau diese Lockerungen führten jedoch dazu, dass Risiken entstanden und Sicherheitsvorfälle auftraten.

Tom Kellermann, VP AI Security & Threat Research bei TrendAI

Tom Kellermann, VP AI Security & Threat Research bei TrendAI, Bild: TrendAI

Die Erkenntnis daraus: Wer Schutzmaßnahmen für Testzwecke reduziert, schafft nicht automatisch eine sichere Experimentierumgebung. Vielmehr können dadurch neue Angriffsflächen entstehen, wenn Evaluierungsumgebungen nicht konsequent isoliert und überwacht werden.

KI-Sicherheit: Entwicklung und Tests brauchen dieselben Sicherheitsstandards

Für Unternehmen bedeutet das, dass. Sicherheitskonzepte sich nicht ausschließlich auf produktive KI-Anwendungen konzentrieren dürfen. Gerade Entwicklungs-, Evaluierungs- und Testumgebungen benötigen dieselben Grundprinzipien der Sicherheit wie produktive Systeme:

  • Strikte Isolation (Containment) von Testumgebungen
  • Kontinuierliches Monitoring aller Aktivitäten
  • Klare Zugriffskontrollen und Berechtigungen
  • Nachvollziehbare Protokollierung aller Tests und Änderungen

Denn dort, wo Schutzmechanismen bewusst verändert oder deaktiviert werden, steigt das Risiko unbeabsichtigter Sicherheitslücken.

Ein Warnsignal für agentische KI

Tom Kellermann, VP AI Security & Threat Research bei TrendAI, ordnet die Vorfälle entsprechend ein:

„Das ist kein Ausrutscher, das ist ein Muster. Anthropic und OpenAI haben gerade bewiesen: Wer für Tests die Guardrails entfernt, schafft keine Sandbox, sondern ein systemisches Risiko. Jede Organisation, die agentische KI einsetzt, muss sich fragen, ob ihre Evaluierungsumgebung tatsächlich abgeschottet ist. Containment und Monitoring sind keine Kür mehr, sondern Pflicht.“

Seine Einschätzung unterstreicht eine Entwicklung, die mit zunehmender Verbreitung agentischer KI immer relevanter wird. Systeme, die eigenständig Aktionen ausführen oder Entscheidungen treffen, benötigen nicht nur im Produktivbetrieb robuste Sicherheitsmechanismen. Schon bereits während Entwicklung und Evaluierung müssen Unternehmen sicherstellen, dass Testumgebungen weder auf produktive Ressourcen zugreifen noch unbeabsichtigte Auswirkungen entfalten können.

Fazit

Die von Anthropic veröffentlichten Vorfälle sind weniger ein Einzelfall als vielmehr ein Hinweis auf eine grundsätzliche Herausforderung im Umgang mit modernen KI-Systemen. Wer Schutzmechanismen für realistische Tests lockert, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass diese Tests in einer konsequent abgesicherten Umgebung stattfinden.

KI-Governance muss Entwicklungs-, Test- und Evaluierungsumgebungen ausdrücklich einschließen. Containment, Monitoring und klare Sicherheitsrichtlinien sind keine optionalen Maßnahmen mehr, sondern wesentliche Bestandteile eines verantwortungsvollen Einsatzes von KI.

Weitere Informationen zum Thema:

Anthropic
Investigating three real-world incidents in our cybersecurity evaluations

TrendAI
Ein Blick hinter die Kulissen: OpenAI-Agent greift Hugging Face an

datensicherheit.de, 21.07.2026
Cyberangriff auf Hugging Face: Experten ordnen die neue Dimension von KI-Angriffen ein

]]>
https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-testumgebungen-produktivsysteme/feed 0
NIS-2-Registrierungslücke als Symptom für ein größeres Problem https://www.datensicherheit.de/nis-2-registrierungslucke-symptom-gross-problem Thu, 30 Jul 2026 22:26:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55939 Die vielen noch ausstehenden NIS-2-Registrierungen sind laut ein Symptom für ein tieferliegendes Problem: „Cybersicherheit wird vielerorts noch immer nicht genug Priorität eingeräumt!“

[datensicherheit.de, 31.07.2026] Alexander Goller, „Principal Solutions Architect“ bei Illumio, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf die noch ausstehenden NIS-2-Registrierungen und die Erwartung des BSI ein, dass betroffene Organisationen ihre Registrierung bis zum 31. Juli 2026 abschließen würden. Die vielen noch ausstehenden NIS-2-Registrierungen seien indes ein Symptom, welche auf ein tieferliegendes Problem hinweise: „Cybersicherheit wird vielerorts noch immer nicht genug Priorität eingeräumt!“ Er warnt, dass das Unterlassen der Registrierung mit Bußgeld bewehrt sei – ferner drohten Organisationen der KRITIS, welche Eindringlinge nicht zügig stoppen könnten katastrophale Schäden.

illumio-alexander-goller

Foto: Illumio

Alexander Goller moniert den Stellenwert der Cybersicherheit in vielen deutschen Vorstandsetagen – nicht als strategisches Risiko, sondern lediglich als administratives Ärgernis

Vorbereitung und Registrierung nur erste kleine Schritte im wesentlich größeren NIS-2-Projekt

„Jede Organisation, die NIS-2 ernst nimmt, setzt die Anforderungen in Form eines Projekts um. Vorbereitung und Registrierung sind zeitaufwändig, aber nur die ersten kleinen Schritte in dem wesentlich größeren NIS-2-Projekt.“

  • Man müsse es so offen sagen: Dass Tausende Organisationen bereits hier ins Stocken gerieten, mache deutlich, „welchen Stellenwert Cybersicherheit in vielen deutschen Vorstandsetagen weiterhin einnimmt – nicht den eines strategischen Risikos, sondern den eines administrativen Ärgernisses“.

Die vielen noch ausstehenden NIS-2-Registrierungen seien eben nur die „Spitze des Eisbergs“. Organisationen, die Schwierigkeiten mit der Registrierung hätten, dürften bei der operativen Umsetzung von NIS-2 ebenfalls an ihre Grenzen stoßen. „Das ist besonders besorgniserregend: Die Registrierungslücke lässt die Resilienzlücke erahnen!“

NIS-2-Registrierungspflicht betrifft Organisationen, deren Cyberresilienz für unser aller Leben bedeutend ist

Mit NIS-2 möchte der Gesetzgeber erreichen, „dass Organisationen, die für unser aller Leben bedeutend sind, ihre Cyberresilienz steigern“. Es gehe also darum, „ob eine Organisation verhindern kann, dass aus einem Cybervorfall eine Geschäftskrise wird“.

  • Goller führt als Beispiel aus: „Angenommen, ein Laptop wird kompromittiert oder Zugangsdaten werden durch Phishing gestohlen: Wie viele kritische Systeme kann ein Cyberangreifer von diesem ersten Ausgangspunkt aus erreichen? In vielen Organisationen lautet die Antwort noch immer: zu viele.“

Organisationen müssten der Wahrheit ins Auge blicken: Sie könnten nicht alle Angriffe abwehren. Es sei nur eine Frage der Zeit, „bis ein Angreifer die Abwehrmaßnahmen überwindet, eindringt, sich in der IT-Umgebung bewegt, Daten stiehlt und Schaden anrichtet“. Organisationen müssten daher proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Eindringlinge zu stoppen. Gollers Fazit: „Genau das meint NIS-2, wenn es Geschäftskontinuität verlangt. Organisationen, die sich nicht registrieren, riskierten ein Bußgeld. Organisationen, die Eindringlinge nicht zügig stoppen, riskieren katastrophale Schäden.“

Weitere Informationen zum Thema:

illumio
Der Weltmarktführer in der Eindämmung von Sicherheitsverletzungen / Illumio ist die erste und einzige Plattform, die für die Eindämmung von Sicherheitsverletzungen entwickelt wurde. Basierend auf einem KI-Sicherheitsdiagramm. Ermöglicht Ihre Zero-Trust-Prozesse.

illumio
Alex Goller – Leitender Vertriebsingenieur

datensicherheit.de, 02.07.2026
Die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt: NIS-2-Registrierung genügt nicht / Nach Beobachtung von Axians sind viele Unternehmen trotz Registrierung nicht in der Lage, die regulatorischen Anforderungen im Ernstfall zu erfüllen

datensicherheit.de, 07.01.2026
BSI-Portal ab sofort für zweiten Schritt zur NIS-2-Registrierung freigeschaltet / Vom Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes betroffene Betriebe müssen sich als „NIS-2-Einrichtung“ registrieren lassen und dem BSI stets „erhebliche Sicherheitsvorfälle“ zwingend melden

datensicherheit.de, 10.12.2025
NIS-2: Vielen Unternehmen fehlt es an Kapazitäten zur Umsetzung und zum Nachweis / Greg Hansbuer rät im Kontext der NIS-2-Umsetzung zur Nutzung von „Remote Managed Services“ zur professionellen Bereitstellung der Technologie und Verantwortungsübernahme für definierte Betriebsprozesse

]]>
Selbstbild vs. Realität: Deutsche Unternehmen überschätzen ihre KI-Sicherheit https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-unternehmen-deutschland-2026 https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-unternehmen-deutschland-2026#respond Wed, 29 Jul 2026 12:22:43 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55914 Kontrollverlust bei der Sicherheit von KI-Agenten: Der neue Global CISO Insights 2026 Report von Okta zeichnet ein alarmierendes Bild. Viele Unternehmen treiben den Einsatz von KI-Agenten voran, ohne gleichzeitig ausreichende Sicherheits- und Governance-Strukturen zu schaffen. Die weltweite Befragung von 306 CISOs – darunter auch IT-Sicherheitsverantwortliche aus Deutschland – zeigt eine gefährliche Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Kontrolle. Der Report verdeutlicht, warum Identitäts- und Zugriffsmanagement zum entscheidenden Faktor für KI-Sicherheit beim Einsatz autonomer KI wird.

[datensicherheit.de, 29.07.2026] Okta, Inc., unabhängiger Identitätsanbieter, hat heute seinen Global CISO Insights 2026 Report veröffentlicht, der eine kritische Governance-Lücke beim Einsatz von KI-Agenten aufdeckt. Befragt wurden 306 CISOs weltweit, darunter auch aus Deutschland.

KI-Agenten wachsen schneller als ihre Absicherung

Unternehmen treiben die Adaption von KI-Agenten derzeit rasant voran, doch vielen fehlen noch die nötigen Kontrollmechanismen für KI-Sicherheit, um diese sicher zu verwalten. Für Deutschland zeigt der Report dabei zudem ein alarmierendes Paradoxon:

  • Obwohl 81 Prozent der hiesigen CISOs ein KI-gesteuertes Phishing als größte Bedrohung fürchten, weisen 58 Prozent der Unternehmen einen gefährlich niedrigen Reifegrad bei der KI-Governance auf. Die Umfrage zeigt zudem, dass die Hälfte der CISOs in Deutschland extrem oder sehr besorgt über KI-gesteuerte Sicherheitsvorfälle ist. Diese Sorge spiegelt sich jedoch nicht in der tatsächlichen Vorbereitung wider. Nur gut zwei Drittel der deutschen CISOs (61 Prozent) können mit Sicherheit sagen, wo ihre KI-Agenten eingesetzt werden, auf welche Ressourcen diese Zugriff haben oder welche Aktionen sie eigenständig ausführen dürfen.
  • Weltweit zeigt sich sogar: Bei Organisationen mit niedrigem Reifegrad und reaktiver Herangehensweise geben 18 Prozent an, dass sie bei einem Sicherheitsvorfall keinerlei Möglichkeiten haben, einen außer Kontrolle geratenen KI-Agenten zu erkennen oder zu stoppen.
  • Die Quintessenz: Mit der zunehmenden Autonomie von KI-Agenten müssen CISOs für nicht-menschliche Identitäten dieselbe Sicherheitsdisziplin anwenden wie für Mitarbeiter, Auftragnehmer und Partner. Dies beinhaltet klare Verantwortlichkeiten, eingeschränkte Zugriffsrechte und regelmäßige Überprüfungen der Privilegien.

Strategische Führung wird zum Schlüsselfaktor für KI-Sicherheit

Ein wesentliches Risiko entsteht durch die mangelnde Abstimmung auf der Führungsebene. Lediglich 27 Prozent der CISOs in Deutschland haben das Gefühl, dass sie bezüglich der akzeptablen KI-Risiko-Stufen vollständig mit ihrer Geschäftsführung und dem C-Level auf einer Linie sind – und nur 42 Prozent der CISOs in Deutschland geben an, dass ihre Führungsebene die KI-Sicherheit tatsächlich als geschäftsfördernden Faktor bewertet. Während nämlich knapp die Hälfte (46 Prozent) der deutschen Vorstände dem Thema Innovation den Vorrang vor der IT-Sicherheit gibt, räumen nur knapp 39 Prozent beiden Bereichen die gleiche Priorität ein. Diese Schieflage bleibt nicht ohne Folgen für die Angriffsfläche: 65 Prozent der deutschen CISOs sind besorgt darüber, dass exzessive KI-Zugriffsrechte nicht regelmäßig überprüft werden.

Das deutsche Paradoxon: Hohes Vertrauen bei mangelhafter Infrastruktur

Speziell im deutschen Markt zeigt der Report eine deutliche Diskrepanz zwischen Selbstüberschätzung und echtem KI-Reifegrad. Deutsche Organisationen führen die Umfrage bei der akuten Angst vor spezifischen Bedrohungen an:

81 Prozent der deutschen CISOs nennen KI-gesteuertes Phishing als ihre größte Sorge. Dennoch leiden sie unter einer massiven Wahrnehmungslücke: Einerseits schätzen sie ihr eigenes Vertrauen in ihre Kontrollmechanismen sehr hoch ein, andererseits weisen 58 Prozent der Unternehmen einen lediglich niedrigen oder reaktiven Reifegrad bei der KI-Governance auf. Zudem verfügen 12 Prozent über keinen einheitlichen Ansatz für das Identitätsmanagement von KI-Agenten.

Die kritische Folge: Mehr als die Hälfte der deutschen Organisationen befindet sich während eines aktiven Sicherheitsvorfalls quasi im Blindflug.

Identitätsverwaltung von KI-Agenten läuft oft als Nebensache

Auch strukturell werden Identitäten von KI-Agenten häufig unzureichend gehandhabt. 15 Prozent der befragten Organisationen in Deutschland nutzen gemeinsame Anmeldeinformationen (Shared Credentials) oder Service-Accounts mit weitreichenden Berechtigungen, um den Zugriff von KI-Agenten zu steuern. Knapp 39 Prozent der deutschen Unternehmen verwalten ihre Agenten lediglich ad-hoc und auf Team-Ebene isoliert. Dabei wissen die Sicherheitsverantwortlichen, dass ein Umdenken notwendig ist: Auf die Frage nach der wichtigsten KI-Sicherheitsfunktion für das KI-Agenten-Unternehmen setzten die CISOs in Deutschland das Thema Governance mit 35 Prozent unangefochten auf den ersten Platz.

Stephen McDermid, EMEA CSO bei Okta

Stephen McDermid, EMEA CSO bei Okta, Bild: Okta

„KI-Agenten für Unternehmen verbreiten sich in der EMEA-Region in Maschinengeschwindigkeit, aber die Sicherheits-Frameworks, die sie schützen sollen, sind stark fragmentiert“, erklärt Stephen McDermid, EMEA CSO bei Okta. Weiter: „Wir beobachten den besorgniserregenden Trend, dass Organisationen hochgradig autonome, nicht-menschliche Akteure mit Verfahren behandeln, die für menschliche Mitarbeiter konzipiert wurden, anstatt anzuerkennen, dass KI-Agenten viel schneller agieren können als Menschen und daher automatisierte Kontrollmechanismen erforderlich sind. Noch schlimmer ist, dass sich manche Unternehmen auf gemeinsam genutzte Zugangsdaten mit weitreichenden Berechtigungen verlassen.“

Weitere Informationen zum Thema:

Okta
Global CISO Insights 2026 Report

datensicherheit.de, 08.07.2026
78 Prozent berichten von Vorfällen: KI-Sicherheitsrisiken treffen Unternehmen bereits heute

datensicherheit.de, 29.06.2026
Schatten-KI: Das Problem an der Wurzel packen

]]>
https://www.datensicherheit.de/ki-sicherheit-unternehmen-deutschland-2026/feed 0
WWW-Day am 1. August: Schatten-IT – das unterschätzte Risiko im Web https://www.datensicherheit.de/schatten-it-risiko-www-day https://www.datensicherheit.de/schatten-it-risiko-www-day#respond Wed, 29 Jul 2026 07:59:12 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55906 Der World Wide Web Day am 1. August bietet Anlass, die Erfolgsgeschichte des Internets zu würdigen. Remote-Arbeit, Cloud-Anwendungen und digitale Kollaboration haben Unternehmen effizienter und flexibler gemacht. Doch die zunehmende Geschwindigkeit und Vielfalt webbasierter Tools hat auch ein oft unterschätztes Risiko hervorgebracht: Schatten-IT. Mitarbeiter greifen auf nicht genehmigte Webanwendungen und Cloud-Dienste zurück, um Prozesse zu vereinfachen und produktiver zu arbeiten – meist nicht aus böser Absicht, sondern weil bestehende Lösungen den Arbeitsalltag nicht ausreichend unterstützen. Die zentrale Herausforderung für die Entscheiderebene ist es, die Balance zwischen Innovationsfreiheit und IT-Sicherheit zu finden.

Vun unserem Gastautor Dr. Kawin Boonyapredee, CISO Advisor bei KnowBe4

[datensicherheit.de, 29.07.2026] Am Tag des World Wide Webs am 1. August lohnt es sich auf die Erfolge des Internets zurückzublicken: Remote-Arbeit, SaaS-Plattformen und eine Zusammenarbeit über gemeinsam genutzte Dokumente, Chats, Whiteboards und sonstige Tools hinweg. Sie alle sind Teil der Erfolgsgeschichte.

Das Internet hat zu einer Beschleunigung in der weltweiten Zusammenarbeit geführt, doch genau diese veränderte Geschwindigkeit hat auch eine neue Art von Risiko mit sich gebracht: Schatten-IT, also nicht genehmigte Webanwendungen und Cloud-Dienste, die Mitarbeiter nutzen, um ihre Arbeit einfacher und schneller zu erledigen. Wichtig festzuhalten ist, dass Schatten-IT in der Regel nicht aus böswilliger Absicht entsteht. Sie entsteht aus Dynamik, Druck und Reibungspunkten.

Dr. Kawin Boonyapredee, CISO Advisor bei KnowBe4

Dr. Kawin Boonyapredee, CISO Advisor bei KnowBe4, Bild: KnowBe4

Schatten-IT breitet sich aus

Wenn das Arbeitstempo hoch ist, suchen die Menschen nach dem schnellsten Weg zum Ergebnis. Das vernetzte Web macht es einfach ein Tool sofort nach der Anmeldung auszuprobieren, Dateien hochzuladen und Inhalte per Link mit einem Klick zu teilen.

Gleichzeitig verläuft die Absicherung neuer Tools oft in längeren Zyklen, die Überprüfung, Genehmigung, Implementierung und Schulung umfassen. Diese Lücke schafft einen Anreiz: Wenn das Unternehmen die benötigten Funktionen nicht schnell bereitstellen kann, suchen sich Mitarbeiter diese anderswo.

Schatten-IT ist so erfolgreich, weil moderne Arbeitsabläufe miteinander vernetzt sind. Ein Team führt ein Tool ein, andere folgen, denn wenn ein Team es nutzt, dann muss es für die anderen auch gut sein. Mit der Zeit führt dies zu einer unkontrollierten Ausbreitung innerhalb der Organisation. Die Gefahr wird besonders in einer vernetzten Umgebung groß, in der sich Daten und Zugriffspfade vervielfachen.

Zu den wichtigsten Risiken gehören:

  • Unkontrollierte Offenlegung von Daten: Mitarbeiter können interne Dokumente, Kundendaten, Anmeldedaten oder sensible Informationen in Anwendungen von Drittanbietern hochladen, deren Sicherheits-, Aufbewahrungs- oder Freigabeverhalten unklar ist.
  • Unsichere Freigabe und Konfiguration: Viele Web-Apps fördern eine weitreichende Freigabe oder standardmäßig öffentliche Link-Modelle. Eine einzige Fehlkonfiguration kann den Kreis der Personen erweitern, die Inhalte anzeigen oder herunterladen können.
  • Vergrößerte Angriffsfläche: Jeder zusätzliche SaaS-Dienst ist ein weiteres Ziel für Phishing, Diebstahl von Anmeldedaten, Sitzungsmissbrauch und missbräuchlich genutzte Integrationen – oft bei begrenzter Überwachung.
    Abweichung von Compliance-Vorgaben: Vorschriften interessieren sich nicht dafür, ob ein Tool „nicht autorisiert“ ist. Schatten-Systeme können es erschweren, nachzuweisen, wohin Daten gelangt sind und wie sie geschützt wurden.
  • Uneinheitliche Sicherheitslage: Zugelassene Plattformen verfügen in der Regel über grundlegende Schutzmaßnahmen und Überwachungsmechanismen. Bei Schatten-Tools ist dies möglicherweise nicht der Fall, sodass das Risikoniveau ungleichmäßig und unvorhersehbar wird.

Kanalisieren statt verbieten

Wenn Sicherheitsexperten Schatten-IT nur als ein Problem bei der Durchsetzung von Richtlinien betrachten, werden sie scheitern. Mitarbeiter werden diese entweder weiterhin verheimlichen oder umgehen finden. Das Ziel besteht darin, Anreize zu verringern, indem sichere Alternativen schnell, benutzerfreundlich und eindeutig unterstützt werden, während gleichzeitig die Transparenz erhöht wird, damit die Sicherheitsabteilung frühzeitig Maßnahmen ergreifen kann.

Für Sicherheitsfachleute gilt es, Reibungsverluste bei genehmigten Tools zu reduzieren, damit Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit nicht mit Risiken einhergehen. Sie müssen Transparenz schaffen, um unbekannte Apps in zugängliche, kontrollierbare Systeme zu verwandeln. Außerdem müssen die das Bewusstsein für die Risiken der Schatten-IT stärken, damit Mitarbeiter verstehen, dass sie Daten und Informationen sicher Teilen, verantwortungsvoll mit diesen umgehen und riskantes Nutzungsverhalten erkennen.

Eine Checkliste mit sechs Tipps

Schatten-IT verschwindet dann, wenn Sicherheitsfachleute diese erkennen, steuern und schnell genug durch legitime Anwendungen ersetzen können. Die folgenden sechs Tipps helfen ihnen dabei.

  1. Schatten-IT-Aktivitäten messen: Sie müssen nicht genehmigte Apps und Services identifizieren und diese nach ihrem Risiko einstufen.
  2. Identitäts- und Zugriffskontrollen verbessern: Sie sollten eine starke Authentifizierung sicherstellen und diese in Onboarding- und Offboarding-Prozesse integrieren sowie den Standardzugriff auf sensible Daten reduzieren.
  3. Unsichere Freigaben reduzieren: Freigabeberechtigungen gilt es zu überprüfen, öffentliche Links und externen Zugriff zu überwachen sowie bei ungewöhnlichem Upload-/Download-Verhalten davor zu warnen.
  4. Gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen durchführen: Mitarbeiter sollten mit Security Awareness-Trainings in sicheren Praktiken der Zusammenarbeit und über die tatsächlichen Risiken von „schnellen Anmeldungen“ und der Freigabe über Links geschult werden.
  5. Kontinuierliches und schrittweise optimiertes Monitoring: Sie sollten regelmäßige Neubewertungen durchführen, KPIs wie die Reduzierung nicht genehmigter Apps, die Nutzung genehmigter Alternativen und Vorfälle im Zusammenhang mit unbekannten Diensten verfolgen.
  6. Reaktion auf Vorfälle: Bei Sicherheitsvorfällen gilt es die Kontrollen und Schulungen anzupassen, damit nicht erneut derselbe Weg eingeschlagen wird.

Fazit

Am Tag des World Wide Webs gilt es einmal mehr sich über die Risiken zu informieren, die all der Fortschritt über die Jahre gebracht hat. Sicherheitsfachleute können Schatten-IT von einem unlösbaren Rätsel in einen kontrollierten Zustand verwandeln und damit weiterhin die Errungenschaften von Remote-Arbeit und Zusammenarbeit in Echtzeit zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 16.11.2022
Schatten-IT verhindern: Datensicherheit und Nutzerfreundlichkeit in Einklang bringen

]]>
https://www.datensicherheit.de/schatten-it-risiko-www-day/feed 0
IT-Probleme im Einzelhandel: Omnissa benennt Software als Blinden Fleck https://www.datensicherheit.de/it-probleme-einzelhandel-omnissa-studie-software-blinder-fleck Mon, 27 Jul 2026 22:55:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55857 Der Einzelhandel behandelt langsame Geräte, veraltete Software und „Schatten-KI“ weiterhin als drei separate Probleme – indes handelt es sich um denselben Blinden Fleck

[datensicherheit.de, 28.07.2026] Kunden eines Einzelhandelsgeschäfts werden im Regelfall die dort eingesetzte Technologie gar nicht bewusst wahrnehmen, welche den Geschäftsbetrieb überhaupt am Laufen hält: Etwa Handscanner, Zahlungsterminals, Kiosksysteme oder mobile Geräte hinter der Kasse. Wenn eines davon mal langsamer wird oder gar ausfällt, wird kaum jemand dies als ein strategisches Problem ansehen – sondern eher einfach nur als einen weiteren Auftrag für die IT-Abteilung. Jeder Vorfall mag für sich allein betrachtet routinemäßig wirken, in der Summe ergibt sich laut einer aktuellen Stellungnahme von Omnissa jedoch ein ganz anderes Bild. Der Einzelhandel behandelt demnach langsame Geräte, veraltete Software und „Schatten-KI“ weiterhin als drei separate Probleme. „Das sind sie jedoch nicht. Es handelt sich um denselben Blinden Fleck, der auf demselben Bildschirm auftaucht!“ So komme es leicht dazu, dass Einzelhändler verschiedene „Tools“ anschafften, um etwas zu beheben, was in Wirklichkeit ein und dasselbe Problem sei. Omnissa als Anbieter digitaler Arbeitsplattformen unterstreicht die Bedeutung eine einheitlichen und ständigen Transparenz der eingesetzten Hard- und Software.

omnissa-studie-state-of-digital-workspace-2026

Abbildung: Omnissa

Omnissa-Studie „State of Digital Workspace 2026“: Betriebssysteme im Einzelhandel hinken zuweilen um vier bis fünf Generationen hinterher

Komplexe moderne Technologieinfrastruktur im Einzelhandel

Die aktuelle Studie „State of Digital Workspace 2026“ zeige eine große Lücke auf: Der Einzelhandel habe mittlerweile den mit Abstand größten Anteil an „Android“-Geräten in Unternehmen. Er zähle zudem zu jenen Branchen, welche am ehesten Betriebssysteme einsetzten, die vier oder fünf Generationen hinterherhinkten.

  • Dies betreffe fast ein Drittel der Geräte in dieser Kategorie. „iOS“-Geräte erhielten Patches etwa achtmal schneller als „Android“-Geräte, so dass eine so stark auf „Android“ ausgerichtete Branche bereits einen langsameren Patch-Zyklus in Kauf nehmen müsse – „noch bevor die IT-Abteilung überhaupt ein Ticket eröffnet“.

Zusammengenommen zeigten diese Ergebnisse, wie komplex die moderne Technologieinfrastruktur im Einzelhandel geworden sei.

Für Einzelhandel erfolgsentscheidend, wie schnell Verkaufspersonal Kunden bedienen kann

Handheld-Geräte z.B. von Zebra verdeutlichten dies: Der Datensatz von Omnissa zeige, dass fast sechs von zehn Zebra-Geräten im Einzelhandel im Einsatz seien – eine stärkere Konzentration auf einen Sektor als bei jeder anderen erfassten Gerätemarke. Die „iPad“-Flotte im Einzelhandel spiegele eine andere Seite derselben betrieblichen Realität wider. Das Standard-Basismodell mache 81 Prozent davon aus, da es eine Anwendung zuverlässig und kostengünstig in großem Maßstab über Hunderte von Filialen hinweg ausführen müsse.

  • „Hier fallen auch Kosten an, die über die Sicherheit hinausgehen.“ An anderer Stelle im selben Bericht zitiert Omnissa eine bekannte wissenschaftliche Studie, welche die durchschnittlichen Kosten einer einzelnen Unterbrechung auf etwa 24 Minuten verlorene Konzentration beziffere.

Bezogen auf einen Verkaufsraum mit veralteten Handhelds im Einsatz sei ein langsamer Scanner nicht mehr nur ein IT-Problem – er werde zu einem Hemmnis für das, was im Einzelhandel zähle, nämlich wie schnell das Verkaufspersonal einen Kunden bedient.

Vorfälle im britischen Einzelhandel als Mahnung bzw. Motivation

Ein Vorfall, den Ermittler später als eine einzige, zusammenhängende Kampagne eingestuft hätten, habe im vergangenen Frühjahr innerhalb weniger Tage nacheinander zwei der größten britischen Einzelhändler betroffen. Einem Einzelhändler seien die funktionierenden Systeme ausgegangen, so dass er mitten im Geschäftsbetrieb den Lagerbestand von Hand – mit Stift und Papier – habe erfassen müssen.

  • „Der andere erkannte den Angriff innerhalb weniger Minuten, isolierte den betroffenen Teil seines Netzwerks und setzte den Geschäftsbetrieb fast wie gewohnt fort.“ Der o.g. habe in der Folge einen Gewinnverlust von 300 Millionen Britischen Pfund hinnehmen und sechs Wochen lang Online-Bestellungen aussetzen müssen – der andere sei auf der kundenorientierten Seite weitgehend unbeschadet davon gekommen.

„Der Unterschied lag nicht darin, wer in die neueste Technologie investiert hatte. Es ging darum, wer schnell genug erkannte, was in seiner Umgebung vor sich ging, um darauf reagieren zu können.“ Ein britischer Parlamentsausschuss habe später erfahren, dass der weitgehend unbeschadet davongekommene Einzelhändler vorab seine Infrastruktur so gut habe segmentieren können, dass der Angriff auf einen Teil des Netzwerks begrenzt worden sei. Die Systeme des anderen hingegen seien so stark miteinander verflochten gewesen, dass die Abwehr des Angriffs bedeutet habe, große Teile des Geschäfts, einschließlich der Kassen, wieder auf manuellen Betrieb umzustellen.

Einzelhandel muss sich Problem der „Schatten-KI“ im Verkaufsraum stellen

Eine weniger beachtete Erkenntnis verdiene mehr Aufmerksamkeit, denn die aktuelle Welle von Warnungen anderer Anbieter zum Thema „Schatten-KI“ gehe daran völlig vorbei: „Die nicht genehmigte Nutzung von KI auf Arbeitsgeräten ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 1.000 Prozent gestiegen – ein Trend, der derzeit in allen Branchen zu beobachten ist.“

  • Der jüngste Sicherheitsbericht von Verizon habe ergeben, dass sich die Nutzung von „Schatten-KI“ innerhalb eines Jahres vervierfacht habe. Eine andere, Anfang dieses Jahres veröffentlichte Studie habe gezeigt, dass zwei Drittel der Büroangestellten ein KI-Tool genutzt hätten, „von dem sie glaubten, dass es gegen die Richtlinien verstößt“.

Die meisten Berichte über „Schatten-KI“ vermittelten derzeit den Eindruck von einem einzelnen Mitarbeiter an einem Firmenlaptop. Im Einzelhandel sehe das Problem jedoch oft anders aus: „Ein Handheld-Gerät, das jeder, der gerade im Dienst ist, in die Hand nimmt und auf dem bereits eine Zahlungs- und eine Bestandsanwendung laufen, wobei niemand so recht weiß, welcher Kollege was wann geöffnet hat.“ Diese Ausprägung des Problems falle schwerer auf als jene Variante, welche die Branche meist beschreibe – „und der Einzelhandel hat sich damit noch nicht auseinandergesetzt“.

„Best Practice“ der erfolgreichen, resilienten Einzelhändler

Einzelhändler, die hierbei einen Schritt voraus sind, haben laut Omnissa in der Regel eines gemeinsam: „Sie betrachten den Gerätebestand als etwas, das die IT kontinuierlich überwacht, und nicht als etwas, das jemand nach dem Zufallsprinzip in einen Kalender einträgt, in der Hoffnung, dass es funktioniert.“ Anstatt auf einzelne Probleme zu reagieren, sobald sie auftreten, verschafften sie sich einen umfassenden Überblick über die Vorgänge in ihrer gesamten Technologieumgebung. „So erkennen sie aufkommende Probleme in Bezug auf Benutzererfahrung, Sicherheit und Betrieb, bevor diese den Geschäftsbetrieb stören.“

  • Omnissa gibt Beispiele: „Ein schwacher Akku fällt auf, bevor er dazu führt, dass ein Scanner im Verkaufsraum ausfällt. Ein Update erreicht Tausende von Geräten innerhalb von Stunden statt Tagen, weil jemand erkennen kann, welche Geräte dieses benötigen.“ Ein Angreifer könne dann zwar immer noch quasi an die Tür klopfen. „Der Unterschied besteht aber darin, ob jemand zusieht, wenn er dies tut. Das kommt dem, was die zuvor genannten Einzelhändler voneinander unterschied, viel näher als alles, was mit dem Alter der Hardware zu tun hat.“

Die Technologie sei weniger wichtig als die Denkweise. Einzelhändler hätten jahrelang Endgeräte als Inventar verwaltet, doch sie müssten sie nun immer mehr als aktive Betriebssysteme behandeln. Diese lieferten kontinuierliche Einblicke in den Zustand der Filialen und der Geräte selbst, welche jede Transaktion unterstützten und das gesamte Kundenerlebnis ermöglichten.

Herausforderung für den Einzelhandel: Problembetrachtung von der Metaebene

„Hier treffen das alte und das neue Problem auf ein und demselben Bildschirm aufeinander. Der Einzelhandel muss nun robuste Handhelds, gemeinsam genutzte Mobilgeräte und Kiosksysteme verwalten, auf denen mitunter Consumer-KI läuft, die niemand genehmigt hat.“

  • Das Aneinanderreihen eines Patch-Tools an ein Identitätsmanagement-Tool und an ein Überwachungs-Tool werde die Lücken nicht schließen. Es bedürfe eines einzigen Systems, „das Gerät, Zugriff und Kundenerlebnis als Ganzes erfasst, denn ein Blinder Fleck in einem dieser Bereiche ist ein Blinder Fleck in allen dreien“.

Die Herausforderung für den Einzelhandel bestehe somit nicht darin, dass es drei verschiedene Probleme gebe – sie bestehe darin, dass die Branche immer noch nicht erkenne, dass diese alle miteinander verbunden seien.

Weitere Informationen zum Thema:

omnissa
About Omnissa: We make digital work, work – for businesses and their people

omnissa, 2026
Omnissa State of Digital Workspace / Introducing the inaugural report, which reveals how observability is emerging as a critical component for managing risk, experience, and security in AI‑driven environments

verizon business, 2026
Data Breach Investigations Report 2026 – Kurzfassung

WIKIPEDIA
Kiosksystem

datensicherheit.de, 29.06.2026
Schatten-KI: Das Problem an der Wurzel packen / Im Gespräch mit Sven Kniest von Okta geht es um die wohl wichtigsten Herausforderungen im IAM (Identity und Access-Management)-Bereich: Schatten-KI und AI Identity Governance.

datensicherheit.de, 29.08.2025
Sophos: Ransomware setzt Einzelhandel massiv unter Druck – IT-Teams gelangen ans Limit / Anteil der Einzelhandelsunternehmen, welche zur Datenwiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff Lösegeld zahlen, im Vergleich zu Vorjahren stark angestiegen

datensicherheit.de, 11.06.2025
Cyberangriffswelle auf den Einzelhandel sowohl in Nordamerika als auch in Europa / Was diese Entwicklung laut Adam Marrè besonders alarmierend macht, ist ihr Ausmaß und die offenbar koordinierte Vorgehensweise

]]>
GenAI: Der Effizienzhebel für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie https://www.datensicherheit.de/genai-effizienz-lebensmittel-getraenke-industrie https://www.datensicherheit.de/genai-effizienz-lebensmittel-getraenke-industrie#respond Mon, 27 Jul 2026 11:47:09 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55878 Bisher gingen Experten davon aus, dass generative KI (GenAI) jede Facette der Arbeitsabläufe von Verbrauchern und Unternehmen berührt. Jetzt ist klar: Es gibt einige definierte, wertvolle Anwendungsfälle in der Wirtschaft und insbesondere in der Fertigung, in denen GenAI als wichtiges Produktivitätswerkzeug angesehen werden kann. Und das gilt auch für die deutsche Lebensmittel- und Getränkeproduktion. Die neue, GenAI-vernetzte Arbeitswelt überwindet die Probleme des Fachkräftemangels und macht „BlueCollar“-Arbeit für die Generation Z attraktiv.

Ein Beitrag von unserem Gastautor Yannick Haeck, Chief Product Officer bei Poka

[datensicherheit.de, 27.07.2026] Mit rund 6.150 Unternehmen und einem Jahresumsatz von über 186 Milliarden Euro ist die deutsche Lebensmittel- und Getränkeindustrie die größte in Europa. Doch trotz vorsichtiger und teilweise restriktiver Personalplanung finden die Hersteller immer noch nicht genügend Fachkräfte. Besonders angespannt ist die Situation laut den jüngsten Zahlen des ifo-Instituts in der Lebensmittelindustrie (27 %).

Yannick Haeck, Chief Product Officer bei Poka

Yannick Haeck, Chief Product Officer bei Poka, Bild: Poka.io

Generation Z gewinnen, Kompetenzen stärken, Sicherheit neu denken

Es ist eine ständige Herausforderung, die Generation Z für die Produktion zu gewinnen, die traditionell als langweilig, schmutzig oder gefährlich gilt. Die Schulung und Umschulung von Fabrikarbeitern mit unterschiedlichem Wissensstand, verschiedenen Kompetenzen und Sprachproblemen ist dafür von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig müssen die Gesundheits- und Sicherheitsverfahren an das neue technologiegestützte Zeitalter angepasst werden.

Hier kommen GenAI und eine neue Generation von Plattformen für vernetzte Mitarbeiter ins Spiel. Bei diesen Systemen ist die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten Teil ihrer DNA. So verwandeln sie die traditionelle Fabrikhalle in einen produktiveren, coolen Arbeitsplatz.

GenAI treibt Produktivität und Innovation in der Industrie voran

GenAI ist nicht nur für die Arbeiter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie von Vorteil, sondern auch für die weltweite Konsumgüterindustrie, in der Deutschland eine führende Rolle spielt. GenAI-Anwendungsfälle könnten die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen der KI um 15 bis 40 Prozent steigern. Laut McKinsey wären dadurch zusätzliche Gewinne in Höhe von 160 bis 270 Milliarden US-Dollar jährlich zu erzielen – ein Teil davon durch optimierte Arbeitsabläufe mit zunehmend vernetzten Arbeitern.

Lebensmittel- und Getränkehersteller sind mit Schulungsinhalten schnell überfordert

Lebensmittel- und Getränkehersteller, die über wenig KI-Erfahrung verfügen, können mit einem einfachen Test zur Erkennung von Anomalien einer Produktlinie anfangen. Sie können sogar Programme unterstützen, die über solche Anlagentests hinausgehen und bis zur Schulung und Personalentwicklung reichen.

Von Checklisten und Skill-Übersichten bis hin zu Verfahrensanleitungen und Wissenstransfer: Die Erstellung von Inhalten ist stets mit Aufwand verbunden. Angesichts steigender Kosten, Inflation und geopolitischer Ungewissheit ist es für das Management meistens keine Option, Mitarbeiter von ihren Aufgaben in der Produktion abzuziehen, damit sie Inhalte erstellen.

Dabei ist die Erstellung von Inhalten nicht die einzige Hürde. Noch schwieriger ist es, den Abruf von Inhalten in der Fabrikhalle zu erleichtern.

Vom Endgerät zur Produktionshalle – der Beitrag der KI zur Bindung einer engagierten Belegschaft

Die Einführung neuer Technologien, zum Beispiel von vernetzten Mitarbeiterplattformen und GenAI, verwandelt die dunklen, schmutzigen Werkshallen in einen ansprechenden Arbeitsplatz – und revolutioniert damit die Branche. Lebensmittel- und Getränkehersteller bemühen sich, jüngere Arbeitskräfte zu gewinnen, und bei dieser Personalbeschaffung kann sich GenAI als ausgesprochen nützlich erweisen. Um erfolgreich Mitarbeiter der GenZ anzuwerben, ist es von entscheidender Bedeutung, alle Arbeitsanweisungen auf digitalen Plattformen bereitzustellen.

Arbeitskräfte der Generation Z sind mit dem Einsatz von KI vertraut, beispielsweise durch Tools, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung genutzt haben. Das macht sie empfänglicher für die Arbeit mit KI-Unterstützungssystemen. Generell sind es jüngere Menschen gewohnt, digital nach Antworten und Anweisungen zu suchen. Die digitale Bereitstellung von Inhalten ist also entscheidend, um sie in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu halten und sie dazu zu befähigen, eigenverantwortlich zu handeln.

KI ermöglicht es Arbeitern, intelligenter statt härter zu arbeiten – entscheidend ist die Akzeptanz

Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist es eine der größten Heraus­forderungen, qualifizierte Mitarbeiter nicht nur zu rekrutieren, sondern sie auch zu halten. Technologie hilft ihnen dabei.

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Hersteller wichtig, ihren Mitarbeitern den Wert von KI-Tools zu vermitteln und deren Nutzung zu erklären.

Die folgenden Beispiele zeigen, wie KI-Tools die Belegschaft unterstützen und motivieren können.

  1. KI unterstützt Arbeitsabläufe durch intelligente Content-Umwandlung
    Fabrikarbeiter benötigen leicht verständliche und schnell zu erfassende Inhalte. Diese müssen in verschiedenen Formaten vorliegen, beispielsweise als textbasierte Anleitungen. Doch die Erstellung all dieser Inhalte ist zeit- und kapitalintensiv. Und es geht auch nicht nur um neue Inhalte. Fabriken der Konsumgüterindustrie verfügen bereits über Tausende von Dateien, zum Beispiel zu Standardverfahren und Arbeitsanleitungen. Deren Konvertierung in ein digitales Format ist ebenfalls kostspielig und zeitaufwendig.
    In einer weltweiten Lenovo-Umfrage äußerten 79 % der 600 befragten IT-Führungskräfte die Meinung, dass KI den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, sich auf sinnvollere Aufgaben zu konzentrieren. Das ist besonders in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wichtig, in der die Fristen eng und die Produkte nur begrenzt haltbar sind. Allerdings dauert es in der Regel eine gewisse Zeit, bis der volle Mehrwert von Lösungen für vernetzte Mitarbeiter zum Tragen kommt. Denn es ist sehr zeit- und arbeitsintensiv, die erforderlichen digitalen Arbeitsanweisungen zu erstellen und sie in die Plattform zu importieren. Hier kommt die KI ins Spiel!
  2. Bereitstellung multimedialer Arbeitsanweisungen
    Die Rationalisierung der Erstellung oder Konvertierung von Inhalten aller Art mithilfe KI-gestützter Content-Transformation reduziert den Zeitaufwand für die Bereitstellung digitaler oder schriftlicher Anweisungen an einem sicheren Ort ganz erheblich. Die Fähigkeit, umfangreiche schriftliche Standardanweisungen innerhalb weniger Minuten in leicht verständliche digitale Arbeitsanweisungen umzuwandeln, verkürzt die Bereitstellungszeiten und sorgt so für eine schnellere Wertschöpfung.Videos entwickeln sich schnell zu einer der meistkonsumierten Content-Formen – insbesondere für die GenZ. Tatsächlich bekunden 65 % der 16- bis 34-jährigen Mediennutzer Interesse an interaktiven Medieninhalten. Unternehmen sollten deshalb das Potenzial von Videos zur Verbesserung der Nutzerbindung nicht außer Acht lassen. Die Erstellung videobasierter Anleitungen für Fabrikarbeiter ist jedoch eine Herausforderung – insbesondere für Betriebe, die nicht über ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen verfügen.Mit der KI-gestützten Erstellung von Videoanleitungen ändert sich das jedoch. Die KI kann relevante Informationen extrahieren und sie in eine strukturierte Abfolge schriftlicher Schritte ordnen. Bilder können dabei helfen, bei jedem Schritt einen visuellen Kontext mitzuliefern. Insgesamt bereichert die KI digitale Arbeitsanweisungen um verschiedene benutzerfreundliche Elemente.

    So können Fabrikarbeiter auf eine visuelle Schritt-für-Schritt-Anleitung zugreifen, die ihnen genau zeigt, wie eine Aufgabe auszuführen ist. Die KI trägt auch zur Verbesserung der Fehlerbehebung bei, da die Bediener auf eine umfangreiche Bibliothek von Inhalten zugreifen können. Jüngere Mitarbeiter profitieren von den Kenntnissen erfahrener Kollegen – auf eine Art und Weise, die ihren Erwartungen an den Arbeitsplatz entspricht.

  3. Sprachbarrieren überwinden – mit mehrsprachiger Transkription
    54 % der Arbeiter in der deutschen Lebensmittelherstellung haben einen Migrationshintergrund. Viele von ihnen sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Deshalb haben die meisten Lebensmittel- und Getränkeunternehmen Schwierigkeiten, wichtige betriebliche Inhalte in allen Sprachen ihrer vielsprachigen Belegschaft zur Verfügung zu stellen. Doch damit ist jetzt Schluss! Die KI-gestützte Transkription kann Sprachbarrieren abbauen und die Integration der Mitarbeiter fördern, indem sie alle Arten von Inhalten in die gewünschte Sprache übersetzt.Was die KI-gesteuerte Transkription gegenüber menschlichen Übersetzern so nützlich macht, ist ihre Geschwindigkeit. GenAI-Tools brauchen für die Übersetzung von Videoaufnahmen nur wenige Minuten, keine Stunden. Die KI übersetzt den Ton automatisch in Untertitel in der Zielsprache. Das reduziert nicht nur den Aufwand für die Erstellung und Pflege von Inhalten. Es verbessert auch das Verständnis und das Behalten von Informationen und führt so zu mehr Sicherheit, Qualität und Produktivität in den Betrieben.
  4. Absichtsgesteuerte Suche zur Erfüllung der Benutzeranforderungen
    Präzise Kommunikation und Verständlichkeit sind der Schlüssel, um die Produktivität von Mitarbeitern und Teams zu verbessern. In einer schnelllebigen und lauten Produktionsumgebung sind Fehler unvermeidbar. Da wäre es sehr hilfreich, ein Tool zu haben, das die Eingaben des Benutzers intelligent interpretiert und durch automatische Verbesserung von Grammatik, Wortschatz und Zeichensetzung für optimale Lesbarkeit sorgt.KI kann es den Mitarbeitern ermöglichen, intelligenter statt härter zu arbeiten. Sie stellt ihnen intelligente Suchfunktionen zur Verfügung, die nicht nur die Absicht ihrer Anfrage erfassen, sondern sich auch an Tippfehler oder vage Begriffe anpassen. So erhalten die Nutzer schnelle und präzise Antworten auf ihre Anfragen, beispielsweise zu der Frage, wie der blockierte Mechanismus einer Mischmaschine zu beheben ist. KI stellt sicher, dass Mitarbeiter die richtigen Informationen zur richtigen Zeit erhalten.Als eine der ersten Maßnahmen in diesem Jahr hat Poka semantische KI-Funktionen hinzugefügt, um die interne Suchmaschine der Poka-App zu verbessern. Dadurch wird es den Nutzern erleichtert, die benötigten Inhalte zu finden, ohne dass sie durch eine ganze Inhaltsbibliothek scrollen müssen, wodurch wertvolle Arbeitszeit vergeudet würde.

Die neue Funktion „Eine Frage stellen“, die auf GenAI basiert, geht noch einen Schritt weiter, um die Mitarbeiter in der Werkshalle zu unterstützen. Sie können sich das zeitraubende Durchsuchen seitenlanger Informationen sparen und stattdessen Poka verwenden, um spezifische Antworten schneller und intuitiver zu finden. Diese Informationen befinden sich Wissensartikeln, die vom Kunden erstellt wurden. Bei der Suche nach Antworten wird auf diese Artikel zugegriffen, um Fehlinterpretationen durch die KI zu vermeiden.

Die transformative Kraft der Unternehmen

Die Zukunft der deutschen Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist eng mit der langfristigen Integration von KI verknüpft – und GenAI spielt dabei eine wichtige Rolle. Während die Technologien sich weiterentwickeln, steigt die Zahl der Produktions­unternehmen, die KI bereits in ihre Prozesse einbinden oder diesen Schritt planen.

Der vernetzte Arbeiter ist der Beweis dafür, dass GenAI in der Lage ist, berufliche Skills zu erweitern sowie Schulungen und Personalentwicklungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 25.06.2025
Einführung von GenAI: Mangelnde Abstimmung im C-Level als Erfolgshemmnis

datensicherheit.de, 23.05.2025
Sicherer GenAI-Einsatz: Delinea gibt Unternehmen 3 zentrale Tipps / Mittels GenAI erhalten Unternehmen immense Möglichkeit – doch neben Effizienzgewinnen birgt deren kontinuierliche und rasante Weiterentwicklung auch Sicherheitsrisiken

datensicherheit.de, 29.01.2025
GenAI und Menschlicher Faktor wichtigste Datenschutzaspekte / Ein Prozent der Benutzer für 88 Prozent der Datenverlustwarnungen verantwortlich

datensicherheit.de
, 13.06.2025
Generative KI boomt – zunehmende Sicherheitsrisiken als Kehrseite der Medaille / Zwar ermöglicht Generative KI beispiellose Produktivitätssteigerungen, gleichzeitig führt sie jedoch auch zu neuen, komplexen Risiken

 

 

]]>
https://www.datensicherheit.de/genai-effizienz-lebensmittel-getraenke-industrie/feed 0
Agentic AI erfindet die CEO-Rolle neu https://www.datensicherheit.de/ceo-rolle-agentic-ai-kompetenz https://www.datensicherheit.de/ceo-rolle-agentic-ai-kompetenz#respond Mon, 27 Jul 2026 10:17:26 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55853 Die Rolle des CEO wird sich bis 2031 grundlegend verändern. Und zwar in einem Ausmaß, das sich viele Führungskräfte heute noch gar nicht ausmalen können. Den entscheidenden Impuls dafür gibt – wie könnte es anders sein – Künstliche Intelligenz. Oder besser gesagt: Agentic AI.

Von Statement unserem Gastautor Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo

[datensicherheit.de, 27.07.2026] Der Rolle des CEO im Unternehmen steht eine elementare Revolution bevor. Die hängt zwar mit KI zusammen, es geht allerdings nicht darum, dass Künstliche Intelligenz die Arbeitsweise von Führungskräften verändert. Vielmehr wird sich das Spektrum ihrer Verantwortlichkeit verändern. Ein CEO der Zukunft wird nicht länger ausschließlich Menschen führen, sondern die Verantwortung für eine hybride Belegschaft tragen, in der menschliche Mitarbeiter und autonome KI-Agenten Seite an Seite mit klar definierten Rollen, eigenen Verantwortlichkeiten und Leistungszielen arbeiten. CEOs avancieren also zum „Head of Hybrid Workforce“.

Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo

Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo, Bild: Ultimo

Die wichtigste CEO-Kompetenz der Zukunft

Für manche mag das wie absolute Zukunftsmusik klingen. Tatsache ist, dass diese Entwicklung in vielen Unternehmen bereits heute mehr und mehr zur Realität wird. Die entscheidende Kompetenz eines CEOs wird deshalb künftig nicht mehr sein, technisches Detailwissen über Künstliche Intelligenz zu besitzen, sondern die Fähigkeit zur Orchestrierung: zu verstehen, welche Aufgaben digitale Mitarbeiter schneller, präziser und skalierbarer erledigen und in welchen Bereichen menschliches Urteilsvermögen, Erfahrung und Empathie unersetzlich bleiben. Führung bedeutet dann nicht mehr, jede Entscheidung selbst zu treffen, sondern für die KI den richtigen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen sie Entscheidungen vorbereitet und Optionen sichtbar macht – und vielleicht auch autonom agieren darf.

KI beschleunigt – der CEO entscheidet

Das verändert auch die Dynamik im Top-Management. Entscheidungen, für die heute zahlreiche Meetings und Abstimmungsschleifen notwendig sind, werden künftig in Echtzeit durch spezialisierte KI-Agenten vorbereitet. Die Aufgabe von CEOs verschiebt sich, sodass sie sich von Informationssammlern zu Urteilsgebern entwickeln. Höchste Geschwindigkeit ist in diesem Szenario der Standard, während Urteilskraft zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird. Doch nur weil etwas schnell ist, bedeutet es nicht, dass es auch gut ist. Davor sollten Unternehmen sich in Acht nehmen, denn nicht jede Entscheidung sollte beschleunigt werden. Das Alleinstellungsmerkmal guter CEOs wird zukünftig darin bestehen, zu erkennen, wann Tempo von Vorteil ist und wann bewusstes Innehalten die bessere Führungsstrategie ist.

Führung muss sich neu definieren

Natürlich könnte man nun fragen, ob KI auch langfristig CEOs ersetzen wird. Das ist ebenso unwahrscheinlich, wie die Idee, dass die Technologie Mitarbeiter komplett ersetzt. Aber das immer größere operative Gewicht von Künstlicher Intelligenz entlarvt jedoch CEOs, die ihre Führungsrolle nicht neu definieren. Und das wird möglicherweise für den einen oder anderen Wechsel an der Unternehmensspitze sorgen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 28.01.2026
KI-Agenten und IT-Sicherheit: Zwei Seiten einer Medaille

]]>
https://www.datensicherheit.de/ceo-rolle-agentic-ai-kompetenz/feed 0
Vorbereitung auf Post-Quanten-Kryptographie: Trotz Planungsfortschritten stagniert die PQC-Umsetzung https://www.datensicherheit.de/vorbereitung-post-quanten-kryptografie-stagnation-pqc-umsetzung Sat, 25 Jul 2026 22:09:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55820 Zwar planen, testen bzw. implementieren 87 Prozent der von DigiCert befragten Unternehmen bereits PQC-Initiativen, doch die tatsächliche Umsetzung hat im vergangenen Jahr nur um zwei Prozentpunkte zugenommen

[datensicherheit.de, 26.07.2026] Eine aktuelle DigiCertStudie zeigt demnach, dass Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Post-Quanten-Kryptographie (PQC) weiterhin schneller sind als bei der tatsächlichen Umsetzung – zwar planten, testeten oder implementierten 87 Prozent der befragten Unternehmen bereits PQC-Initiativen, doch die tatsächliche Umsetzung habe im vergangenen Jahr nur um zwei Prozentpunkte zugenommen. Kevin Hilscher, „Senior Director of Product Management“ bei DigiCert, geht in seiner Stellungnahme auf die am 24. Juli 2026 veröffentlichte Studie ein und kommentiert die zentralen Erkenntnisse. Er betont dabei, dass der Übergang zur PQC als Teil eines umfassenderen Modernisierungsprozesses – und eben nicht nur als ein technisches Upgrade – verstanden werden sollte.

digicert-kevin-hilscher

Foto: DigiCert

Laut Kevin Hilscher zeigt die DigiCert-Studie, wo Unternehmen aktuell an ihre Grenzen stoßen – nämlich bei der Übersetzung der Strategie in die unternehmensweite Umsetzung

Tatsächliche PQC-Implementierung bleibt große Herausforderung

Die Ergebnisse der nun vorliegenden DigiCert-Studie zeigten, dass Unternehmen sich zwar auf das Quantenzeitalter vorbereiteten, dabei jedoch kaum messbare Fortschritte bei der tatsächlichen Umsetzung erzielten.

  • Zwar gäben 87 Prozent der Unternehmen an, PQC-Initiativen zu planen, zu testen oder umzusetzen, doch die tatsächliche Implementierung habe seit der letzten Umfrage nur um zwei Prozentpunkte zugenommen.

Infolgedessen hätten bisher lediglich sieben Prozent der Unternehmen quantensichere oder hybride Kryptographie für den Großteil ihrer digitalen Zertifikate implementiert – für Hilscher ein deutliches Zeichen dafür, wie viel Arbeit noch nötig ist, um von der Planung zur tatsächlichen Umsetzung zu gelangen.

Übergang zur PQC mehr als ein bloßes technisches Upgrade

Die Ergebnisse – veröffentlicht im „DigiCert Quantum Readiness Outlook“ – deuteten darauf hin, dass Unternehmen die Phase des reinen Bewusstseins bereits hinter sich gelassen hätten, nun jedoch mit einer Umsetzungslücke konfrontiert seien.

  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwarte, dass die heutigen Verschlüsselungsstandards innerhalb der nächsten fünf Jahre gebrochen würden – während der Fortschritt der Unternehmen auf dem Weg zur Quantensicherheit im vergangenen Jahr nur um zwei Prozent zugenommen habe.

„Der Übergang zur Post-Quanten-Kryptographie ist Teil einer umfassenderen Modernisierungsreise und nicht nur ein technisches Upgrade!“, untersteicht Hilscher.

Drohende „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffe unterstreichen Dringlichkeit der PQC-Einführung

Hilscher führt aus: „Unternehmen, die heute in Krypto-Agilität investieren, schaffen sich die Flexibilität, sich mit sich wandelnden Standards, neuen Technologien und zukünftigen Geschäftsanforderungen weiterzuentwickeln. Genau das schafft langfristige Resilienz. Doch genau hier zeigt die Studie, wo Unternehmen aktuell an ihre Grenzen stoßen – bei der Übersetzung von Strategie in unternehmensweite Umsetzung.“

  • Die Dringlichkeit nehme weiter zu. 84 Prozent der Unternehmen gingen davon aus, dass zumindest ein Teil ihrer verschlüsselten Daten bereits jetzt anfällig für Angriffe des Stils „Harvest Now, Decrypt Later“ (HNDL) sei, während der größte Anteil der Befragten (39%) erwarte, dass der Übergang zu quantensicherer Kryptographie drei bis fünf Jahre dauern werde.

Dies unterstreiche das Bewusstsein, dass Quantencomputing nicht mehr als zukünftige technologische Herausforderung, sondern als aktuelles Geschäftsrisiko wahrgenommen werde.

Weitere Erkenntnisse aus der aktuellen DigiCert-Studie zur PQC-Einführung:

  • Finanztransaktionsdaten und Bankdaten seien als jene Daten identifiziert worden, welche am wahrscheinlichsten zuerst angegriffen würden, sobald sie entschlüsselbar sind – gefolgt von privaten Schlüsseln und „Wallets“ für „Krypto-Währungen“.
  • 50 Prozent hätten bereits Quantenrisikobewertungen durchgeführt, während 44 Prozent Übergangspläne entwickelt und kryptographische Inventare erstellt hätten.
  • 25,6 Prozent würden die Komplexität von Altsystemen (Legacy-Systemen) als größtes Hindernis für die Implementierung nennen – womit dieser Faktor die Unsicherheit bezüglich Standards oder mangelnde Unterstützung durch die Geschäftsführung als größtes Hindernis abgelöst habe.
  • Der Einzelhandel habe den niedrigsten Vorbereitungsgrad verzeichnet, während die Fertigungsindustrie die am stärksten gespaltene Branche gewesen sei. „MedTech“ sowie Telekommunikation und Medien hätten das höchste Vertrauen in ihre eigene Vorbereitung gezeigt.
  • Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland habe den höchsten Anteil an Unternehmen verzeichnet, welche sich selbst als führend in Sachen Quantenbereitschaft einschätzten (18%), gefolgt von den USA (17%) und Australien (10%).

Weitere Informationen zum Thema:

digicert
About DigiCert: Trust built for the AI age / Securing people, data, devices, and agents in a quantum world

digicert. Research Report 2026
The Quantum Execution Gap / Key findings from DigiCert’s Quantum Readiness Outlook

digicert
Kevin Hilscher: Product Leader, DigiCert Device Trust Portfolio | DigiCert / Working at the intersection of the Internet of Things (IoT) and cybersecurity, Kevin Hilscher is the product leader for the DigiCert Device Trust portfolio of products, focused on securing the IoT

digicert
World Quantum Readiness Day 2026: The quantum shift is coming. Are you ready? / September 17, 2026 • Virtual • Free • Live Q&A

digicert
Quantum Central: Quantum readiness made practical / Discover cryptographic assets, prioritize migration, manage remediation, and prove quantum readiness

digicert
DigiCert Custom Edition 2026: Post-Quantum Cryptography for dummies / Quantum computing is advancing by leaps and bounds. But how is quantum different from classical computing, and how will it affect you and your security? Here are your answers.

datensicherheit.de, 03.04.2026
Quantencomputing: Hohe Erwartungen bei deutschen Unternehmen – mit bisher wenig Einsatz / Quantencomputing hat das Potenzial, ganze Branchen zu verändern – von der Materialforschung und der Gesundheitsversorgung über die Logistik bis hin zum Einzelhandel

datensicherheit.de, 01.11.2025
Bedrohung der Datensicherheit durch Fortschritte bei Quantencomputern / Unternehmen stehen weitreichende Veränderungen hinsichtlich des Schutzes sensibler Informationen und Daten bevor – Quantencomputer rechnen immer schneller und bedrohen Public-Key-Verschlüsselungen

datensicherheit.de, 16.09.2025
Daten als Beute auf Vorrat: Cyberkriminelle setzen auf Fortentwicklung der Quantencomputer / US-Behörde NIST empfiehlt neue Kryptographie-Standards: Quantencomputer werden bald heute noch als sicher geltende Verschlüsselungen in Sekunden knacken können

datensicherheit.de, 16.07.2025
Fortschritte des Quantencomputings: Aktuelle Verschlüsselungsverfahren drohen obsolet zu werden / Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre wird vielfach der Eintritt des „Q-Day“ befürchtet – also der Zeitpunkt, an dem Quantencomputer leistungsfähig genug sind, heute gängige kryptographische Algorithmen zu brechen

datensicherheit.de, 16.05.2025
Quantencomputer werden die Welt verändern: Herausforderungen sowie Risiken kennen und Chancen nutzen / Rückblick auf das „FrühlingsForum 2025“ des VDI/VDE-AK Sicherheit und des ETV in Berlin mit Dr. Jan Goetz als Sprecher zum Thema „Quantencomputer – Was kommt nach KI? Wie Quantencomputer die Welt verändern können“

]]>