Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Mittwoch, Mai 19, 2021 19:55 - noch keine Kommentare
BKA meldet Ermittlungsverfahren gegen GermanRefundCrew
Durchsuchungen bei sieben Verdächtigen „wegen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrugs“ – laut BKA über 600 Refund-Betrugstaten
[datensicherheit.de, 19.05.2021] Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB), am 18. Mai 2021 insgesamt sieben Objekte in vier Bundesländern durchsucht. Diese Maßnahmen richteten sich demnach gegen sieben Männer im Alter von 20 bis 37 Jahren – diesen werden unter anderem „banden- und gewerbsmäßiger Computerbetrug und Datenhehlerei“ vorgeworfen.
Einsätze des BKA in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Bei den Einsätzen in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seien unter anderem zahlreiche Smartphones und andere digitale Beweismittel, betrügerisch erlangte Waren sowie Bargeld und Krypto-Währungen sichergestellt worden.
„Darüber hinaus konnten sechs ,Telegram‘-Accounts übernommen und gesichert werden.“ Die Beschuldigten stünden im Verdacht, gewerbs- und bandenmäßig die Durchführung sogenannter Refund-Betrugstaten in der „Telegram“-Gruppe mit dem Namen „GermanRefundCrew“ angeboten und letztendlich über 600 solcher Betrugstaten begangen zu haben.
Beim Refund-Betrug handele es sich um eine Erscheinungsform des Computerbetrugs, bei welcher „die Täter Waren im Internet bestellen und im Anschluss eine Rücksendung vortäuschen, um eine Rückerstattung des Zahlbetrags zu erhalten“.
BKA geht von einem Gesamtschaden von über 500.000 Euro aus
Mit den in der „Telegram“-Gruppe beworbenen Taten sei ein Gesamtschaden von über 500.000 Euro verursacht worden. „Für ihre kriminellen Dienstleistungen verlangten die Beschuldigten eine Provision in Höhe von 23 bis 27 Prozent des jeweiligen Warenwertes.“
Ihnen drohten nun Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
Bereits im Oktober 2020 seien die „Telegram“-Gruppe „GermanRefundCrew“ im Rahmen eines bundesweiten Einsatzes geschlossen und die Wohnräume des Hauptverdächtigen durchsucht worden. Die weiteren Ermittlungen hätten dann die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur der sieben Männer geführt.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 27.01.2021
BKA-Erfolgsmeldung: Emotet-Infrastruktur zerschlagen
Aktuelles, Experten, Studien - Apr. 1, 2025 13:23 - noch keine Kommentare
14. Deutscher Seniorentag 2025: DsiN-Forderung nach Stärkung Digitaler Teilhabe
weitere Beiträge in Experten
- Nur 1 von 10 Unternehmen wähnt sich in KI-Fragen als Vorreiter
- Dringender Branchenappell zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau an Digitalministerkonferenz
- Wahrung der Grundrechte im Fokus: 109. DSK beschließt Forderungen an künftige Bundesregierung
- BGH-Urteil zu Meta-Datenschutzverstoß: Verbraucherzentrale Bundesverband gewinnt Verfahren
- World Backup Day 2025: Regelmäßige Datensicherung laut BSI unverzichtbar
Aktuelles, Branche, Studien - Apr. 1, 2025 13:39 - noch keine Kommentare
Nur 4 Länder verbesserten sich 2024: Europas Datenschutz weiter im Krisenmodus
weitere Beiträge in Branche
- Cyberresilienz: Empfehlungen für die Entscheiderebene
- PCI DSS 4.0: Datensicherheit stärken mit Phishing-resistenter MFA
- World Backup Day 2025 als Anlass für Überlegungen zu einer resilienten Datenschutzstrategie
- ICS/OT Cybersecurity Budget Report 2025: Über 50 Prozent der Befragten fühlen sich bedroht
- Threat to water supply from cyber attacks still underestimated
Branche, Umfragen - Dez. 21, 2020 21:46 - noch keine Kommentare
Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
weitere Beiträge in Service
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen
- TeleTrusT-Umfrage: „IT-Sicherheit im Home Office“
- Cybersicherheit: SANS-Studie zu Frauen in Führungspositionen
Kommentieren