Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Sonntag, November 25, 2018 16:29 - noch keine Kommentare
ePerso: Schwachstelle erlaubt Identitätsbetrug
Adam Brown erkennt in in der Entdeckung „ein gutes Beispiel für einen Designfehler“
[datensicherheit.de, 25.11.2018] Laut Medienberichten soll am 20. November 2018 eine kritische Schwachstelle in der Online-Ausweisfunktion des elektronischen Personalausweises bekanntgeworden sein. So sei es Sicherheitsforschern der SEC-Consult gelungen, sich online als Bürger mit dem fiktiven Namen „Johann Wolfgang von Goethe“ auszugeben.
50 Prozent der Schwachstellen auf Designfehler zurückzuführen
Zu dem Fall hat Adam Brown, „Manager Security Solutions“ bei Synopsys, Stellung bezogen: Diese Schwachstelle sei „ein gutes Beispiel für einen Designfehler“. Nach ihren Erfahrungen seien 50 Prozent der Schwachstellen auf Designfehler zurückzuführen – und würden daher häufig übersehen.
„Designfehler lassen sich nämlich nicht durch automatisiertes Testen erkennen, sondern werden üblicherweise in einer Designprüfung identifiziert“, erläutert Brown.
Eine solche Prüfung sei deshalb eine „wichtige Aktivität im Software-Entwicklungslebenszyklus“ und sollte möglichst frühzeitig durchgeführt werden, um die Implementierung fehlerhafter Designs zu verhindern.
Identitätsbetrug droht
Brown weiter: „Unternehmen, die diesen Authentifizierungsmechanismus verwenden, sind offen für Repudiation-Angriffe.“ Die Folge könne ein Identitätsbetrug sein.
Angesichts der weit verbreiteten Implementierung und des hohen Vertrauensgrades in diese Art der Online-Authentifizierung wären die Auswirkungen eines jeden Angriffs mit dieser Schwachstelle als „kritisch“ zu bewerten.
Betroffene Organisationen sollten daher unbedingt den bereitgestellten Patch verwenden und auf eine nicht verwundbare Version updaten, empfiehlt Brown.
Weitere Informationen zum Thema:
SEC Consult
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