Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Mittwoch, März 8, 2017 14:58 - noch keine Kommentare
G DATA: CIA-WikiLeaks-Enthüllungen kein Einzelfall
E-Spionage oft als aktive Wirtschaftsförderung verstanden
[datensicherheit.de, 08.03.2017] Wie die aktuellen Enthüllungen auf WikiLeaks einzuordnen sind, erörtert Tim Berghoff, Sicherheitsexperte bei G DATA, in seiner aktuellen Stellungnahme.
Bereits vor Jahren auf Problematik hingewiesen
„Die aktuellen WikiLeaks-Enthüllungen sind für uns keine Überraschung. Der Zugriff auf ,smarte‘ Geräte war nüchtern betrachtet ein logischer Schritt in dieser Entwicklung. Bereits vor mehr als vier Jahren haben wir auf diese Problematik hingewiesen“, betont Berghoff.
Alles, was für eine flächendeckende und umfassende Überwachung privater Räume durch staatliche Organe oder Kriminelle benötigt werde, lasse sich über Software realisieren.
Tiefe Eingriffe in die Privatsphäre
Die in den Geräten verwendeten Programme und Betriebssysteme böten „ausreichende Möglichkeiten für einen Fernzugriff und tiefe Eingriffe in die Privatsphäre der Nutzer“.
Das vielfach zitierte „Ich habe doch nichts zu verbergen“ werde durch die geheimdienstliche Nutzung der Möglichkeiten der Geräte zu einer „bitter-ironischen Realität“, kommentiert Berghoff.
Geheimdienste auf der Suche nach Sicherheitslücken in Soft- und Hardware
Äußerst problematisch sei in diesem Kontext, dass einige Geheimdienste die Angriffe auf hohe Firmenvertreter oder Unternehmen als eine Form der „aktiven Wirtschaftsförderung“ betrachteten.
Geheimdienste machten sich seit Jahren aktiv auf die Suche nach Sicherheitslücken in Soft- und Hardware. Es sei zudem davon auszugehen, dass neben der Erforschung dieser Sicherheitslücken durch die Geheimdienste selbst auch ein aktiver Ankauf von sogenannten „High-Potential-Exploits“ im digitalen Schwarzmarkt erfolge.
„Ende der Fahnenstange“ noch nicht erreicht
Das „Ende der Fahnenstange“ sei jedoch noch nicht erreicht; die Ideensammlung, die in den Dokumenten (WikiLeaks) aufgetaucht sei, enthalte noch weitaus erschreckendere Aussichten – vom Auslesen von Zugangsdaten bis hin zum Mitschneiden von WLAN-Passwörtern.
Unabhängig von den aktuellen WikiLeaks-Enthüllungen könnten alle ans Internet angebundenen Geräte Angriffspunkte bieten, die von Geheimdiensten oder Cyber-Kriminellen ausgenutzt werden könnten. Kritisch sei hierbei zu beobachten, so Berghoff, dass „Security by Design“ von einigen Herstellern allzu oft als eine Art „magischer Feenstaub“ betrachtet werde, der am Ende der Produktentwicklung auf das Produkt aufgebracht werde.
Weitere Informationen zum Thema:
G DATA Security Blog, 03.03.2017
Datenverlust bei Hersteller von Spielzeug mit Cloudanbiendung
G DATA Security Blog, 15.02.2017
Amazon Echo – Faszination und Risiken des sprachgesteuerten Lausprechers
datensicherheit.de, 09.12.2010
WikiLeaks im Jahre 1931
Aktuelles, Experten - Apr. 3, 2025 16:53 - noch keine Kommentare
Litfaßsäule 4.0: Resiliente Krisenkommunikation in Darmstadt
weitere Beiträge in Experten
- 14. Deutscher Seniorentag 2025: DsiN-Forderung nach Stärkung Digitaler Teilhabe
- Nur 1 von 10 Unternehmen wähnt sich in KI-Fragen als Vorreiter
- Dringender Branchenappell zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau an Digitalministerkonferenz
- Wahrung der Grundrechte im Fokus: 109. DSK beschließt Forderungen an künftige Bundesregierung
- BGH-Urteil zu Meta-Datenschutzverstoß: Verbraucherzentrale Bundesverband gewinnt Verfahren
Aktuelles, Branche, Veranstaltungen - Apr. 3, 2025 15:05 - noch keine Kommentare
Web-Seminar am 10. April 2025: NIS-2 als Teil eines integrierten Managementsystems
weitere Beiträge in Branche
- Digitale Souveränität Europas: IT-Sicherheit „Made in EU“ als Basis
- Google Play Store: Hunderte bösartige Apps aufgespürt
- Nur 4 Länder verbesserten sich 2024: Europas Datenschutz weiter im Krisenmodus
- Cyberresilienz: Empfehlungen für die Entscheiderebene
- PCI DSS 4.0: Datensicherheit stärken mit Phishing-resistenter MFA
Branche, Umfragen - Dez. 21, 2020 21:46 - noch keine Kommentare
Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
weitere Beiträge in Service
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen
- TeleTrusT-Umfrage: „IT-Sicherheit im Home Office“
- Cybersicherheit: SANS-Studie zu Frauen in Führungspositionen
Kommentieren